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Deutschland: Fortgesetzter Aufschwung




10.11.17 09:55
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Auch im dritten Quartal dürfte das deutsche Wirtschaftswachstum mit 0,5% gegenüber den drei Monaten zuvor lebhaft ausgefallen sein, so Dr. Stefan Mütze von der Helaba.

Das neue Allzeithoch beim ifo-Geschäftsklima im Oktober signalisiere, dass sich der Aufschwung im nächsten Jahr fortsetze. Nach einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von kalenderbereinigt gut 2% dürfte 2018 ein Plus von knapp 2% erreicht werden. Risiken würden allerdings bleiben. Der Populismus mit europafeindlichen Positionen könne jederzeit wieder zu Verunsicherungen führen, beispielsweise im Umfeld der Wahlen in Italien. Separatistische Bewegungen wie in Katalonien könnten weitere Kreise ziehen und sich wirtschaftlich negativ auswirken. Nicht zuletzt bestehe die Gefahr eines noch zunehmenden Protektionismus.

Die privaten Konsumausgaben würden bei steigenden Realeinkommen und Beschäftigung auch im nächsten Jahr einen wesentlichen Beitrag zum Wirtschaftswachstum erbringen. Die sich abzeichnenden Steuerentlastungen durch eine neue Bundesregierung dürften allerdings überschaubar ausfallen. Die Konsumausgaben des Staates würden von zunehmenden Steuereinnahmen profitieren. Die schwarze Null könne somit trotz höherer Ausgaben erreicht werden. Die Unternehmen dürften ihre bisherige Zurückhaltung 2018 ebenfalls ein Stück weit aufgeben, denn die Rahmenbedingungen für die Kapitalbildung hätten sich verbessert. Dies vor allem, weil die Konjunktur im für Deutschland wichtigen Verarbeitenden Gewerbe deutlich an Schwung gewonnen habe. So dürfte die Industrieproduktion 2017 mit mehr als 3% lebhaft zulegen. Die Kapazitätsauslastung sei mittlerweile über dem langjährigen Durchschnitt, was Erweiterungsinvestitionen begünstige. Die Finanzierungssituation sei aufgrund gestiegener Unternehmensgewinne nochmals besser geworden.

Der Bedarf an Wohnungen bleibe vor dem Hintergrund eines günstigen Arbeitsmarktes, zunehmender Einkommen und der Wanderungsbewegung nach und innerhalb Deutschlands hoch. Die außergewöhnlich günstigen Finanzierungsbedingungen würden zudem die Bauentscheidung erleichtern. Die Auftragsbestände seien insbesondere im Wohnungsbau stark angestiegen. Die Kapazitätsauslastung in der Baubranche habe zeitweise mit über 80% die höchsten Werte im vereinigten Deutschland erreicht. Den Unternehmen falle es zunehmend schwer, offene Stellen zu besetzen, was den Zuwachs im Wohnungsbau etwas bremsen dürfte. Auch im öffentlichen Bau seien die Rahmenbedingungen erfreulich. Die Sparte profitiere von den für die kommunale Infrastruktur bereitgestellten Mitteln und einer zunehmend besseren Finanzlage der Gemeinden.

Die günstige Binnenkonjunktur habe auch dazu geführt, dass die preisbereinigten Importe stärker steigen würden als die realen Exporte. Damit erbringe der deutsche Außenhandel 2017 keinen positiven Wachstumsbeitrag. Hieran dürfte sich auch 2018 nichts Wesentliches ändern. Das Exportklima habe sich verbessert. Die Erholung in der Eurozone wirke sich hier positiv aus. Auch würden die Ausfuhren in das für Deutschland wichtige China steigen. Hingegen hätten die dem Brexit geschuldete konjunkturelle Beruhigung sowie die Pfundabwertung die deutschen Ausfuhren nach Großbritannien gedämpft. Die Lieferungen in die USA würden sich unter Schwankungen nur seitwärts entwickeln. (Ausgabe vom 09.11.2017) (10.11.2017/ac/a/m)







 
 
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