China: Wirtschaftswachstum könnte 2020 deutlich unter 6% fallen




13.09.19 14:25
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.aktiencheck.de) - Eine gewisse Stabilisierung ist in den chinesischen Wirtschaftsdaten zumindest zu erkennen, mehr bislang jedoch noch nicht, so die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "emreport".

Das Wirtschaftswachstum könnte im kommenden Jahr deutlich unter 6% fallen. Ob man in diesem Jahr die 6 vor dem Komma halten könne, sei dabei noch keineswegs sicher.

Die Folgen des reduzierten Kreditwachstums und der Eindämmung des Schattenbanksystems würden sich dabei weiter durch die Volkswirtschaft "fressen". Nachdem Investitionen in Fabriken und Infrastruktur nicht mehr gar so rasant steigen würden wie in den Jahren zuvor, nähmen in der Folge auch die Zuwachsraten bei den Einkommen der Bevölkerung ab. Beides seien unvermeidliche Folgen des wirtschaftspolitischen Kurswechsels und hätten für sich genommen wenig mit dem Handelskrieg zu tun. Sehr hilfreich sei dabei immerhin, dass die Produktivität in der chinesischen Volkswirtschaft weiterhin recht robust wachse. Sie bilde die andere zentrale Quelle für höhere Einkommen, neben kreditfinanzierten Investitionen.

Nachdem der Chinesische Yuan Anfang August erstmals seit 2008 die Marke von 7 Yuan pro US-Dollar überschritten habe, habe er sukzessive weiter abgewertet, allerdings (noch) nicht dramatisch und das Ganze wirke bislang noch recht kontrolliert.

Unterdessen würden die Massenproteste in Hongkong auch nach der endgültigen Rücknahme des umstrittenen Auslieferungsgesetzes weitergehen. Sie würden sich zunehmend in eine generelle Bewegung gegen den Einfluss Chinas auf Hongkong wandeln. Dass man dabei zunehmend britische und amerikanische Flaggen schwenke und um "Befreiung" und "Demokratisierung" durch die ehemalige Kolonialmacht und durch die USA bitte, dürfte wenig Sympathien bei den Festlandschinesen wecken, auch ganz ohne die Propagandamaschinerie Pekings. Darüber hinaus entbehre es nicht einer gewissen Ironie, denn auch unter britischer Herrschaft habe es in Hongkong zu keinem Zeitpunkt Selbstbestimmung oder freie Wahlen gegeben. Was die volkswirtschaftlichen Auswirkungen angehe, dürfte Peking das ganze gelassen sehen: Hongkongs Anteil an der chinesischen Wirtschaftsleistung betrage nur noch etwas mehr als 3%, verglichen mit rund 33% vor 20 Jahren.

Chinas Aktien hätten im August nachgegeben, wobei die Kursverluste bei den H-Aktien in Hongkong (-5,5%) größer gewesen seien als bei den A-Aktien auf dem Festland (-1,6%) (Ausgabe September 2019) (13.09.2019/ac/a/m)







 
 
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