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Bundesregierung zum Verbraucherschutz: Gefälschte Bewertungen erkennen




06.10.17 16:05
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Der Online-Einkauf boomt, so das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Viele Verbraucher lesen vor der Kaufentscheidung Produktbewertungen anderer Kunden. Doch wie seriös sind die Bewertungen - was ist echt, und was gefälscht? Darauf sollten Käufer achten.

Online einzukaufen ist schnell und praktisch. Eine wichtige Entscheidungshilfe, gerade bei teureren Produkten, sind die Bewertungen durch andere Kunden. Sie sind jedoch nicht immer echt. Ganze Agenturen haben sich auf das Fälschen von angeblichen Käuferkommentaren verlegt. Woran kann man erkennen, welchem Urteil zu trauen ist und welchem nicht? Dafür gibt es einige Anhaltspunkte.

Fake-Bewertungen erkennen

Achten Sie auf die Anzahl der Bewertungen für ein bestimmtes Produkt. Seien Sie grundsätzlich misstrauisch, wenn ein Produkt auffällig viele Beurteilungen hat, obwohl es erst seit sehr kurzer Zeit erhältlich ist.

Bei auffällig langen Kommentaren mit Begriffen aus der Werbung, aber auch bei übertrieben positiven Formulierungen kann es sich um Fake-Bewertungen handeln. Zumal, wenn auch auf die Nutzung durch Familie und Freunde sowie auf weitere Produkte des Herstellers hingewiesen wird. Nur die wenigsten Käufer haben Zeit und Lust, längere Zeit mit dem Schreiben von Bewertungen zu verbringen. Vorsicht auch bei negativen Rezensionen, in denen Käufer Konkurrenzprodukte aufdringlich empfehlen.

Wiederholen sich bei mehreren Produktbewertungen die Formulierungen und liegen sie zeitlich noch nah beieinander, ist ebenfalls Skepsis angebracht. Oft ist über das Profil des Bewerters in Erfahrung zu bringen, wie viele Beurteilungen er bereits abgegeben hat. Hat der Betreffende Beurteilungen etwa für mehrere Fernseher und Mikrowellen abgegeben, deutet das auf eine Fälschung hin. Fake-Bewertungen werden häufig von Nutzern erstellt, die nicht ihren richtigen Namen, sondern eine konstruiert klingende falsche Identität angeben.

Vorsicht vor "Produkttestern"

Besonders vorsichtig sollten Käufer bei Bewertungen durch sogenannte "Produkttester" sein. Diese Tester erhalten zum Teil Waren im Wert von Tausenden Euro im Monat geschenkt. Das kann dazu führen, dass ihre Bewertungen überdurchschnittlich positiv ausfallen. Schließlich möchte der Tester auch künftig kostenlose Produkte erhalten.

So sucht man richtig

Verbraucherschützer raten deshalb, sich zuallererst die Beurteilungen unabhängiger Testinstitute, etwa der Stiftung Warentest, anzuschauen. Sie testen die verschiedensten Produkte und vergleichen sie.

Gerade bei großen oder einmaligen Ausgaben sollte man Kundenbewertungen besonders sorgfältig prüfen. Schauen Sie sich deshalb möglichst viele Bewertungen an - nach Möglichkeit auf unterschiedlichen Seiten. Suchen Sie dabei nach Bewertungen in normaler Umgangssprache. Kurze und knappe Beschreibungen sind oft besser als lange, ausschweifende Erzählungen.

"Verifizierter Kauf" steht für Seriosität

Ein nützlicher Hinweis sind die Worte "Verifizierter Kauf" neben der Bewertung. Der Bewerter hat das Produkt also tatsächlich gekauft; gerade bei teuren Artikeln ist das ein guter Anhaltspunkt für die Echtheit der Beurteilung.

Achten Sie auch darauf, ob es eine Adresse oder einen Melde-Button für gefälschte Bewertungen auf dem Portal gibt. Seriöse Anbieter haben ein großes Interesse daran, gefälschte Kommentare zu erkennen und zu löschen. Denn wenn das Vertrauen der Verbraucher schwindet, ist auch das Geschäft gefährdet. Viele Plattformen haben das Problem erkannt. Sie beschäftigen eigens Mitarbeiter oder Agenturen, um Fake-Bewertungen aufzudecken.

Kommentare prüfen lassen

Verbraucher können außerdem Kommentare anderer Käufer zu Amazon-Produkten auf der Internetseite reviewmeta.com darauf prüfen lassen, ob sie echt sind. Kommt die Analyse zu dem Ergebnis, dass sich darunter diverse gefälschte Beurteilungen befinden, zeigt "Reviewmeta" ein herabgestuftes Ranking für das Produkt an.

Dazu muss der Käufer nur den Link zu dem Artikel eines Händlers in eine Suchleiste einfügen. Der Algorithmus von "Reviewmeta" durchsucht dann alle Kommentare und Profile der Produktkritiker auf Hinweise. Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass die Webseite alle einschlägigen Fälschungen auffindet.

Marktwächter helfen

Die von der Bundesregierung geförderten Marktwächter für Digitales und Finanzen haben auch dieses Thema im Blick. Helfen Sie mit, Missstände frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzusteuern. Sie können sich mittels eines Beschwerdeformulars, das auf der Webseite www.marktwaechter.de eingestellt ist, an die Marktwächter wenden. Dort können Sie außerdem unter der Rubrik "Mitmachen - Verbraucheraufrufe" Ihre Erfahrungen schildern, wenn Sie schon einmal gebeten wurden, gegen Geld oder Gutschein Produkte zu testen. (06.10.2017/ac/a/m)







 
 
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