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Ausverkauf an den US-Börsen: Anleger sollten nicht in Panik geraten




12.10.18 16:45
Baring Asset Management

Boston (www.aktiencheck.de) - Der scharfe Ausverkauf, den wir am Aktienmarkt beobachten, veranlasste viele Leute, sich zu fragen, ob dies der Anfang vom Ende ist, so Christopher Smart, Head of Macroeconomic and Geopolitical Research bei Barings.

Anleger sollten nicht in Panik geraten. Ja, in den Vereinigten Staaten gebe es Anzeichen für eine Reflation, die Arbeitslosigkeit sei auf Rekordtief und die Löhne seien gestiegen, aber die Inflationserwartungen würden immer noch verhalten anmuten und die FED mache nicht den Eindruck, sie hinke der Entwicklung hinterher. Andererseits scheine die jüngste Schwäche bei Eigenheimen und Automobilen handhabbar, solange die finanzielle Situation der privaten Haushalte solide bleibe.

Natürlich wisse man, dass Märkte manchmal emotional reagieren würden, und es gebe derzeit viele Emotionen. Wenn die politischen Spannungen in Washington bisher nicht so ausgesehen hätten, als könnten sie noch angespannter und spalterischer werden, so hätten sie es vergangene Woche getan. Nach einer sehr resoluten Rede von Vizepräsident Pence scheinen die Spannungen mit China zuzunehmen, bevor sie abflauen werden, so die Experten von Barings. Und es gebe besorgniserregende Nachrichten über den italienischen Staatshaushalt, die Wahlen in Brasilien und eine bizarre Verschlechterung der Beziehungen zwischen der Türkei und Saudi-Arabien wegen Vorwürfen über die grausame Ermordung eines regimekritischen Journalisten im saudischen Konsulat in Istanbul. Oh, und der Präsident habe gesagt, das Präsidium der FED sei "verrückt". Und unsere Freunde im Hochfrequenzhandel könnten auch eine Rolle gespielt haben, berichten die Experten von Barings.

Noch einmal, es gebe das Gefühl einer vorübergehenden Korrektur, die überschüssige Luft aus den Tech-Aktien herauslassen werde. Die volatilen Märkte würden jedoch bedeuten, dass Wirtschaftsdaten (wie steigende Produktivität) und Unternehmensgewinne (die derzeit revidiert würden) in den kommenden Wochen noch genauer untersucht würden.

Zur Person: Christopher Smart, PhD, CFA, Leiter der Abteilung Macroeconomic & Geopolitical Research bei Barings

Dr. Christopher Smart leite die Abteilung Macroeconomic & Geopolitical Research, die Analysen auf der Grundlage diverser, von den Investment-Teams von Baring beigesteuerter Sichtweisen durchführe, um so die Auswirkungen wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen auf die Finanzmärkte zu bestimmen. Von 2013 bis 2015 habe er als Special Assistant des Präsidenten des Nationalen Wirtschaftsrates und des Nationalen Sicherheitsrates gearbeitet und dabei als Hauptberater für Handel und Investitionen sowie eine ganze Reihe von globalen Wirtschaftsthemen agiert.

Christopher Smart sei zudem vier Jahre lang als Deputy Assistant des Finanzministers Timothy Geithner tätig gewesen. In dieser Funktion habe er maßgeblich die Reaktion auf die europäische Finanzkrise gestaltet und die US-amerikanische Finanzpolitik für Europa, Russland und Zentralasien konzipiert. Vor seinem Engagement im Staatsdienst habe Christopher Smart als Director of International Investments bei Pioneer Investments gearbeitet und sei dort für das Management von aufstrebenden Märkten und internationalen Portfolios zuständig gewesen. Er habe einen Abschluss als B.A. in Geschichte von der Yale-Universität und als Ph.D. für Internationale Beziehungen von der Columbia-Universität. Er sei Mitglied des Council on Foreign Relations und verfüge über eine Zulassung als Chartered Financial Analyst CFA. (12.10.2018/ac/a/m)







 
 
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