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Allgeier-Aktie: Kommt ein Börsengang? Aktienanalyse




13.06.18 08:58
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - Allgeier-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Allgeier SE (ISIN: DE000A2GS633, WKN: A2GS63, Ticker-Symbol: AEIN) an schwachen Tagen zu kaufen.

Vor exakt einem Jahr hätten die Experten erstmals die Aktie des Münchner IT-Dienstleisters Allgeier zum Kauf empfohlen. Damals habe die Aktie bei Kursen um 18 Euro notiert. Inzwischen habe sich die Aktie um über 50% auf über 27 Euro verteuert. Ihr damaliges Fazit: "Würde Allgeier-Chef Carl Georg Dürschmidt endlich mehr Zeit in IR investieren, könnten Kurse von über 25 Euro drin sein - und bei veränderten Strukturen sogar mehr als 30 Euro." Mehr Zeit in Investor Relations-Arbeit habe Dürschmidt wahrlich nicht investiert. Als Allgeier im letzten Juni eine Kapitalerhöhung platziert habe, habe sich das Management mit offenem Klingelbeutel auf Roadshows bewegt. Kaum sei der Klingelbeutel mit frischem Geld gefüllt gewesen, habe Allgeier seine aktive IR-Arbeit wieder massiv zurückgefahren.

Nichtsdestotrotz habe sich die Aktie von Allgeier positiv entwickeln können. Im Vergleich zu Cancom, Bechtle, Datagroup oder S&T sei die gesamte Entwicklung aber recht dürftig. Das liege auch am Management. Die CEOs eben genannter Gesellschaften seien allesamt Vollprofis am Kapitalmarkt. Aber immerhin werte Dürschmidt seine Zahlen für 2017 korrekt und bejubele sich nicht selbst. "Das Jahr 2017 war für die Allgeier Gruppe (noch) kein Jahr des Erntens. Vielmehr haben wir in diesem Sinne hart gearbeitet und den Acker bestellt und ausgesät." Bei einem Umsatz von rund 582 Mio. Euro sei lediglich ein mickriges Nettoergebnis von 4.5 Mio. Euro gezogen worden. Die bereinigte EBITDA-Marge habe bei 5% gelegen. Das EBIT habe ein Niveau von 13,5 Mio. Euro erreicht. Ohne Kaufpreisallokationen und Einmaleffekte hätte sich das EBIT allerdings auf fast 21 Mio. Euro belaufen. Das Nettoergebnis wäre entsprechend besser ausgefallen.

Im Jahr 2018 wolle der CEO aufs Gaspedal drücken und bei Umsatz und Gewinn deutlich wachsen. In diesem Jahr sollten die Einnahmen um 18 bis 23% expandieren. Das würde einem Umsatz zwischen 685 und 715 Mio. Euro entsprechen. Die EBITDA-Marge solle sich zwischen 6 und 6,5% bewegen. Das entspreche einem EBITDA von 41 bis 46 Mio. Euro. In der Prognose sei die Übernahme von Anecon Software, die der CEO Anfang Januar 2018 gekauft habe, bereits inkludiert.

In der vergangenen Woche habe Dürschmidt erneut zugeschlagen. Gekauft worden sei die amerikanische Objectiva Software Solutions. 2017 hätten die Amerikaner einen Umsatz von 24 Mio. Dollar sowie eine operative EBITDA-Marge von rund 10% erzielt. Mit dieser Übernahme müsste Allgeier die jeweils obere Bandbreite der Prognose erreichen, da dieser Zukauf in der damaligen Planung nicht berücksichtigt worden sei. Dürschmidt habe den Zukauf über eine Ad-hoc Mitteilung kommuniziert, was die Bedeutung der Transaktion unterstreiche. Was den Aufsichtsratschef von Allgeier, Detlef Dinsel, dazu geritten habe, über die ihm nahestehende Nectorplan, ganz wenige Tage vor der Transaktion Aktien im Volumen von 270.000 Euro zu kaufen, werde wohl noch zu diskutieren sein. Ende Mai habe er übrigens Nectorplan-Aktien im Volumen rund 300.000 Euro gekauft.

Dürschmidt wolle durch Zukäufe weiter kräftig wachsen. Der Zukauf in den USA habe den Konzern nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet. Per Ende 2017 habe die Nettoverschuldung bei über 55 Mio. Euro gelegen. Kaufe der CEO nunmehr weiter zu, würden die Experten eine weitere Kapitalerhöhung nicht vollständig ausschließen. Aber Dürschmidt könnte das Kapital im Konzern noch viel besser allokieren. Allgeier notiere als Holding mit drei Hauptsegmenten und erwecke in der IT-Welt eher den Eindruck eines Gemischtwarenladens. Eine Fokussierung dürfte nicht schaden. Wie aus Branchenkreisen zu hören sei, spiele Dürschmidt einen Börsengang des Segments Experts durch. Hierbei handle es sich um flexible Personaldienstleistungen in Deutschland mit dem Fokus auf IT. Experts habe im letzten Jahr einen Umsatz von 258 Mio. Euro bei einem bereinigten EBITDA von 5,4 Mio. Euro erzielt. Alternativ zum IPO könnte ein Verkauf dieser Einheit von Interesse sein, höre man.

Das Segment Enterprise Services fokussiere sich auf die klassische IT bei Geschäftsprozessen. Hier seien 2017 Einnahmen von über 100 Mio. Euro generiert worden bei einem bereinigten EBITDA von 7,8 Mio. Euro. Am meisten Freude habe Dürschmidt mit dem Bereich Technology. Hier sei das margenstarke Individual- Softwareentwicklungs-Geschäft angesiedelt mit den Perlen der mgm technology partners-Gruppe und der Nagarro-Gruppe. Vor allem Nagarro sei eine Cash-Maschine. Das Segment habe 2017 Umsätze von 224 Mio. Euro und ein bereinigtes EBITDA von 24,3 Mio. Euro erwirtschaftet. Das Segment zeige starke Margen. In diesem Bereich wolle Allgeier in 2018 um 15 bis 20% wachsen bei einer EBITDA-Marge in der Größenordnung von 10 bis 15%. Die Margen im Bereich Enterprise Services sollten sich 2018 auf 7 bis 8% belaufen und im Segment Experts auf 3,5 bis 4,5%. Angesichts der lausigen Margen sollte sich Dürschmidt überlegen, ob er die Einheit nicht besser verkaufe, statt sie an die Börse zu bringen. Auf eine margenschwache IT-Bude habe an der Börse keiner gewartet.

Gelinge es dem CEO, seinen Laden auf mehr Profit zu trimmen und professioneller an der Börse zu positionieren, seien nochmals 30 bis 50% Kursgewinn auf Sicht von 18 Monaten drin.

An schwachen Tagen raten die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" erneut zum Kauf der Allgeier-Aktie. (Analyse vom 13.06.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Allgeier-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Allgeier-Aktie:
28,60 EUR 0,00% (13.06.2018, 08:00)

XETRA-Aktienkurs Allgeier-Aktie:
28,50 EUR (12.06.2018)

ISIN Allgeier-Aktie:
DE000A2GS633

WKN Allgeier-Aktie:
A2GS63

Ticker-Symbol Allgeier-Aktie:
AEIN

Kurzprofil Allgeier SE:

Allgeier SE (ISIN: DE000A2GS633, WKN: A2GS63, Ticker-Symbol: AEIN) ist eines der führenden IT-Unternehmen für digitale Transformation: Mit einer auf Innovationen und Zukunftstrends ausgerichteten Wachstumsstrategie sowie einem integrativen unternehmerischen Modell ergreift Allgeier die Chancen der Digitalisierung. Drei Segmente mit individuellen fachlichen und branchenbezogenen Schwerpunkten arbeiten gemeinsam für rund 3.000 Kunden aus nahezu allen Branchen.

Mit rund 8.000 angestellten Mitarbeitern und mehr als 1.400 freiberuflichen Experten bietet Allgeier den Kunden als One-Stop-Shop ein umfassendes Lösungs- und Leistungsportfolio. Allgeier bildet mit einem hochflexiblen Delivery-Modell das komplette IT-Leistungsspektrum von Onsite über Nearshore bis hin zu Offshore ab: Mit starken Standbeinen in Indien und China werden Flexibilität und höchste Skalierbarkeit der Leistungen sowie hochqualifiziertes Expertenwissen in der High-End-Softwareentwicklung sichergestellt.

Zu den Kunden von Allgeier zählen global arbeitende Konzerne genauso wie innovative mittelständische Betriebe, die sich durch leistungsstarke IT-Lösungen, intelligente Software und flexible Personaldienstleistungen strategische Vorteile sichern wollen. Die stark wachsende Gruppe mit Hauptsitz in München verfügt über mehr als 120 Niederlassungen in der DACH-Region, zehn weiteren europäischen Ländern sowie in Indien, China, Singapur, Vietnam, Malaysia, Japan, Südafrika, Australien, Mexiko und den USA.

Im Geschäftsjahr 2017 erzielte Allgeier im fortgeführten Geschäft einen Konzernumsatz von 574 Mio. Euro. Die Gesellschaft ist am Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse im General Standard gelistet. Allgeier SE belegt in der Lünendonk(R)-Sonderanalyse 2017 "Führende deutsche mittelständische IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen" den ersten Platz. Allgeier Experts ist nach Lünendonk(R)-Marktsegmentstudie 2017 "Der Markt für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland" unter den TOP 3 IT-Personaldienstleistern in Deutschland. Allgeier SE ist am Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse im General Standard gelistet. Weitere Informationen unter: www.allgeier.com. (13.06.2018/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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DE000A2GS633 A2GS63 35,70 € 21,12 €
Metadaten
Ratingstufe:kaufen
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
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Frankfurt 31,40 € +0,64%  08:07
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Xetra 31,20 € -1,27%  13:17
München 31,40 € -1,57%  08:00
Düsseldorf 30,90 € -1,59%  13:30
Stuttgart 31,00 € -1,59%  13:30
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