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Aktien: Rekordergebnis bei Siemens - Wachstumstempo von adidas verlangsamt sich




13.11.17 09:26
Union Investment

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der abgelaufenen Handelswoche erreichte die Berichterstattung der europäischen Unternehmen für das dritte Quartal ihren Höhepunkt, so die Experten von Union Investment.

Alleine am Donnerstag hätten neun der 30 DAX-Unternehmen ihre Zahlen berichtet. Die Flut von Quartalszahlen habe den Blick der Anleger fast ausschließlich auf Einzelunternehmen gerichtet, bei deren Aktienkursen es teilweise zu deutlichen Kursbewegungen gekommen sei. Unter Aktienhändlern sei eine hohe Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen beobachtet worden. Nach einem stabilen Wochenstart seien diese beim deutschen DAX ab Mitte der Woche erfolgt, die Kurse seien dabei leicht zurückgegangen. Bei den US-Aktienindices sei es nach den Kursgewinnen der letzten Wochen zu einer Konsolidierung auf hohem Niveau gekommen.

Gute Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr habe das Technologieschwergewicht Siemens (ISIN: DE0007236101, WKN: 723610) geliefert. Zwar sei der Umsatz im vierten Quartal des Geschäftsjahres um 20 Prozent gesunken und der Gewinn sei sogar um 40 Prozent eingebrochen. Für das Gesamtjahr hätten die Ergebnisse aber über dem historischen Rekordergebnis des Vorjahres gelegen. Der Gewinn sei im Vergleich zum Vorjahr von knapp 5,6 auf 6,2 Milliarden Euro angestiegen.

Unklarheiten gebe es weiterhin über den befürchteten Stellenabbau und Werksschließungen in der schwächelnden Kraftwerkssparte. Aufgrund der Tatsache, dass die Nachfrage nach Turbinen dramatisch eingebrochen sei, stünden hier tausende Arbeitsplätze auf der Kippe. Hinsichtlich des Ausblicks habe sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch gegeben. Im Geschäftsjahr 2017/2018 sollten sowohl Umsatz als auch Gewinn leicht steigen, allerdings seien in dieser Prognose noch keine Aufwendungen für einen möglichen Stellenabbau enthalten. Nach Bekanntgabe der Zahlen habe die Siemens-Aktie einen Kursverlust von knapp 3 Prozent verzeichnet.

Am Donnerstag habe auch der deutsche Sportartikelhersteller adidas (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW) seine Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal des Jahres veröffentlicht. Dabei habe das Unternehmen den Umsatz um 12 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro steigern können. Die Analysten hätten aber etwas mehr erwartet und mit einem Anstieg von 12 bis 14 Prozent gerechnet. Der Gewinn sei um mehr als ein Drittel auf 549 Millionen Euro geklettert. Auch wenn das Wachstumstempo etwas nachlasse, so sei die Entwicklung bei der Marge auf jeden Fall positiv. Diese habe um 2,7 Prozentpunkte auf 14 Prozent gesteigert werden können.

Regional laufe es für adidas insbesondere auf dem US-Markt weiterhin sehr gut. Dort nehme man den Rivalen Nike (ISIN: US6541061031, WKN: 866993) und Under Armour (ISIN: US9043111072, WKN: A0HL4V) vermehrt Marktanteile ab und habe im dritten Quartal ein zweistelliges Umsatzwachstum verzeichnet, während die Konkurrenz auf der Stelle trete. In China sei der Umsatz um gut 30 Prozent auf eine Milliarde Euro gesprungen. Der Vorstandschef des Unternehmens, Kasper Rorsted, habe für das Weihnachtsgeschäft ein noch höheres Wachstum angekündigt und die im Sommer angehobenen Jahresziele bekräftigt. Rückenwind verspreche zudem die Fußballweltmeisterschaft in Russland im kommenden Jahr, die die Trikotverkäufe ankurbeln sollte. Das Zahlenwerk habe den nach den starken Kursgewinnen verwöhnten Anlegern nicht ausgereicht, die Aktie habe mehr als 3 Prozent an Wert verloren und damit im DAX am Donnerstag zu den Verlierern des Tages gehört. (Ausgabe vom 10.11.2017) (13.11.2017/ac/a/m)







 
 
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