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ver.di zu Vonovia: Gewerkschaftliche Betätigung augenscheinlich unerwünscht




09.11.15 15:23
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert den beschäftigten- und gewerkschaftsfeindlichen Kurs, den Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen Vonovia bzw. dessen Tochtergesellschaft, die Immobilienservice Nordost, einschlägt. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Trauriger Höhepunkt ist nun ein tätlicher Angriff durch den Personalreferenten der Vonovia auf eine hauptamtliche Gewerkschaftssekretärin im Rahmen einer Betriebsversammlung des Immobilienservice Nordost am 4. November 2015 in Kleinmachnow. Nachdem der Personalreferent die Rede der Gewerkschaftssekretärin bereits mit herabwürdigenden Äußerungen kommentiert hatte, griff er die Sekretärin nach ihrer Rede grob am Arm und ließ sie auch nach klarer Aufforderung, dies sei eine Grenzüberschreitung, nicht sofort los.

"Das Unternehmen Vonovia zeigt damit sein wahres Gesicht. Das ist der traurige Höhepunkt einer Reihe von Angriffen auf aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die wir nicht hinnehmen werden", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ute Kittel.

Bei der Vonovia SE, hervorgegangen aus der Deutsche Annington Immobilien SE, und ihren Tochtergesellschaften arbeiten rund 6.000 Beschäftigte. Für nur noch rund 20 Prozent der Beschäftigten gilt dabei der Flächentarifvertrag der Wohnungswirtschaft. ver.di hat bei der Vonovia eine Kampagne gestartet, in deren Verlauf sich bereits 30 Prozent der Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert haben. Das Ziel ist es, eine Tarifbindung für alle Beschäftigten zu erreichen. Vonovia reagiert darauf mit Druck: Beschäftigten werden in Einzelgesprächen Nachteilen in der beruflichen Entwicklung angekündigt bzw. Vonovia droht bei der Forderung nach einem Tarifvertrag mit Outsourcing.

"Vonovia scheint sich mehr für seine Aktionäre zu interessieren, als für seine Beschäftigten. Aber die Beschäftigten werden sich durch diesen rabiaten Umgang nicht einschüchtern lassen. Ihr Ziel bleibt ein Tarifvertrag", sagte Kittel.

Die angegriffene Gewerkschaftssekretärin hat Anzeige wegen einfacher Körperverletzung gestellt. (09.11.2015/ac/a/m)







 
 
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