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Unter den Schwellenländern liegt Asien vorn - und hat einen Primus




11.06.21 10:55
BNY Mellon IM

Frankfurt am Main (www.aktiencheck.de) - Wer sein Geld in den Schwellenländern investieren möchte, sieht sich mit einem immer stärkeren Auseinanderdriften der einzelnen Märkte konfrontiert - nicht nur wegen der Coronakrise; Lale Akoner, Marktstrategin bei BNY Mellon Investment Management, geht davon aus, dass sich die erheblichen Unterschiede bei der Marktentwicklung im Laufe der nächsten zwölf Monate auswirken werden.

Für Schwellenländerinvestoren seien zurzeit vor allem drei Fragen von Bedeutung: Wie schnell kämen die Staaten mit ihrer jeweiligen Impfkampagne voran? Wie seien die Aussichten für Fiskal- und Geldpolitik? Und gebe es zusätzliche länderspezifische Risikofaktoren?

Hinsichtlich des Impferfolgs hätten sich die Länder im Norden Asiens ganz klar von den übrigen Schwellenmärkten abgesetzt, allen voran China und Südkorea. Taiwan und Singapur, die frühen Corona-Erfolgsgeschichten, hätten zwar vor Kurzem wieder Restriktionen einführen müssen. Die Experten von BNY Mellon Investment Management würden allerdings nicht glauben, dass dies langfristig negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben werde, sondern nur vorübergehend sein werde. Generell sei die exportgetriebene Konjunkturerholung in Asien stark, wobei auch der Konsum wieder anziehe. Dabei helfe den handelsabhängigen asiatischen Volkswirtschaften das verbesserte politische Klima zwischen den USA und Asien.

Auch hinsichtlich der Geld- und Fiskalpolitik sei Asien grundsätzlich gut aufgestellt. Die meisten Staaten könnten es sich leisten, ihre Geldpolitik zu straffen, sobald sich ein Inflationsdruck aufbaue. Vor allem China sei gut positioniert, da es die Pandemie unter Kontrolle habe halten können und nun über entsprechend viel Spielraum verfüge.

Für Investoren seien daher aus Sicht der Experten von BNY Mellon Investment Management chinesische Anleihen interessant. Sie würden nach wie vor attraktive reale und nominale Renditen bieten und die nach wie vor niedrige Korrelation Chinas mit der globalen Zinsentwicklung sei attraktiv, selbst wenn die US-Renditen leicht ansteigen würden. Die Experten von BNY Mellon Investment Management würden davon ausgehen, dass die Zuflüsse von internationalen Investoren in diese Anlageklasse weiter zunehmen würden.

Darüber hinaus halte die Erholung des chinesischen Konsumklimas die heimische Wirtschaft insgesamt in einer guten Position. In China sehe man daher große Chancen sowohl im Wachstums- als auch im Value-Sektor. Aus Anlegersicht seien langfristig zwei Trends wichtig: Erstens ein hochwertiges, konsumgetriebenes Wachstum, welches nicht-zyklische Branchen begünstige. Zweitens die Digitalisierung und das dadurch veränderte Verbraucherverhalten. Die Schnittmenge dieser beiden Trends zeige, in welche Branchen man am besten investieren sollte, nämlich in Online-Bildung, Versicherungen und Technologie, E-Commerce, E-Gaming und Online-Dienste, die sich an Verbraucher richten würden.

Auch Taiwan und Korea sollten Anleger in Betracht ziehen. Beide Märkte seien eng an den Aufschwung gekoppelt, würden aber auch von der Erholung der globalen Nachfrage allgemein profitieren. Ihnen komme außerdem die weltweit hohe Nachfrage bei gleichzeitigem Mangel an Halbleitern zugute.

Meiden sollten Schwellenländerinvestoren dagegen Länder, die mit einer hohen Dollarverschuldung und niedrigen Devisenreserven zu kämpfen hätten und noch dazu sowohl ein Haushalts- als auch ein Leistungsbilanzdefizit aufweisen würden. Falls sich die Rahmenbedingungen für die Finanzmärkte weltweit verschärfen sollten, würden diese Länder auf der Verliererseite stehen. (11.06.2021/ac/a/m)







 
 
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