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USA: Hervorragende Verfassung der Wirtschaft - Alles hat seine zwei Seiten




11.09.18 15:35
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Keine Woche ohne neue Drohungen aus dem Weißen Haus, so die Analysten der National-Bank AG.

Am Freitag habe der US-Präsident seinen Willen verkündet, zusätzliche 267 Mrd. USD an chinesischen Importen mit Zöllen zu belegen, ergänzend zu den bereits angedachten 200 Mrd. USD. Wenn alle diese Drohungen umgesetzt würden, dann wären sämtliche chinesischen Produkte, die in die USA verkauft würden, mit Zöllen belegt. Bis jetzt seien es nur Drohungen, die Rhetorik gegenüber China spitze sich aber in den letzten Wochen merklich zu. Nichtsdestotrotz bleibe das Fenster für Verhandlungen auf höchster Ebene offen, wie das Weiße Haus bestätigt habe.

Unterdessen hätten die chinesischen Behörden Zahlen zu den Handelsaktivitäten mit den USA in den ersten acht Monaten des Jahres veröffentlicht, die in der US-Regierungszentrale sicherlich nicht mit Wohlbehagen aufgenommen würden. Bislang hätten die Implementierung von Zöllen sowie die Androhung weiterer umfangreicher Zollrestriktionen noch keinen Widerhall in den realen Zahlen gefunden. Der chinesische Handelsüberschuss mit den USA sei um 15% seit Jahresanfang gestiegen. Der Handelsstreit habe bislang demnach noch keine nennenswerten Bremsspuren im globalen Handel zwischen den Hauptprotagonisten hinterlassen. Die US-Wirtschaft brumme dank der Steuerreform und der guten Geschäfte der US-Unternehmen weiter. Die Arbeitsmarktzahlen von letzten Freitag seien wieder sehr gut gewesen.

Die hervorragende Verfassung der US-Wirtschaft, so erfreulich diese auch sei, habe aber leider auch eine andere Seite der Medaille: Zum einen würden die anhaltend guten Zahlen die Sorgen vor schnelleren und möglicherweise umfangreicheren Zinserhöhungen der FED als bislang erwartet befeuern, zum anderen führe dies zu einer Befestigung des USD, welche wiederrum die stark in USD-verschuldeten Schwellenländer vor erhebliche Probleme stelle. Und zum dritten sei man geneigt anzunehmen, dass nur die ausgezeichnete Verfassung der US-Wirtschaft den von der US-Regierung induzierten Handelskonflikt überhaupt erst möglich mache. Befände sich die US-Wirtschaft in einem schwächeren Zustand, würde sicherlich sogar Donald Trump vorsichtiger vorgehen. Es sei also wie fast immer im Leben: Alles habe seine zwei Seiten. (11.09.2018/ac/a/m)





 
 
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