Goldpreisschwäche hält weiter an




11.09.18 16:50
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Goldpreisschwäche hält trotz der langen Liste der Risikothemen weiter an, so die Analysten der DekaBank.

Auch von den zwischenzeitlichen Rückgängen am Aktienmarkt hätten sich die Goldmarktteilnehmer kaum beirren lassen. Einen viel stärkeren Einfluss hätten in jüngster Zeit die wiedergewonnene Stärke des US-Dollars und das steigende Zinsniveau in den USA gehabt. Dabei seien insbesondere auch die Realzinsen angestiegen, was die zinslose Goldhaltung unattraktiver erscheinen lasse. Hinzu komme die schwache physische Nachfrage nach Gold. Das weltweite Goldangebot aus Minenproduktion und Altgold übersteige die Nachfrage bereits seit fünf Quartalen in Folge. Sehr deutlich schlage sich all dies darin nieder, dass die spekulativ orientierten Goldmarktteilnehmer so pessimistisch seien wie nie zuvor. Dies erhöhe zwar die Wahrscheinlichkeit von kurzzeitigen Goldpreisanstiegen, sollten die Spekulanten ihre Meinung ändern. In der längeren Frist dürfte aber das steigende Zinsniveau den Ton für die Goldpreisentwicklung angeben.

Gold gelte weltweit als Krisenwährung. Entsprechend steige der Goldpreis in Krisenzeiten oft stark an. Üblicherweise sinke er wieder, wenn eine Krise abflaue. Nach der Finanzmarktkrise und der Staatsschuldenkrise in Europa stünden jetzt andere Themen an. Zum einen sei dies die von den USA ausgehende Zinswende. Auch im Rest der Welt würden die Zinsen beginnen allmählich wieder zu steigen. Die Renditen würden zwar nur langsam nach oben gehen, denn das Tempo der Leitzinsanhebungen in den USA sei sehr zögerlich. Außerdem seien andere große Notenbanken wie die EZB mit dem Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik extrem vorsichtig. Doch auch mit leicht steigenden Zinsen würden die Opportunitätskosten der Goldhaltung höher, Gold werde also in Relation zu anderen Anlageklassen unattraktiver. Zudem hätten die Industrieländer die Deflationssorgen längst hinter sich gelassen, und die Märkte und Analysten würden sich eher wieder mit dem Thema Inflation beschäftigen. Zugleich sei die politische Unsicherheit weiterhin recht hoch. Am Ende werde man am Goldmarkt all diese Faktoren gegeneinander abwägen.

Aus Sicht der Analysten der DekaBank erscheint es am wahrscheinlichsten, dass der Goldpreis (in US-Dollar notiert) moderat fallen wird. Auf lange Sicht würden die Analysten dem Goldpreis nicht viel mehr als einen Inflationsausgleich zutrauen. (September / Oktober 2018) (11.09.2018/ac/a/m)





 
 
Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.


hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
1.201,01 $ 1.198,86 $ 2,15 $ +0,18% 25.09./19:05
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
XC0009655157 965515 1.366 $ 1.161 $
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
FXCM
1.200,92 $ +0,17%  19:03
  = Realtime
Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

Meistgelesene Artikel
Aktuelle Diskussionen
RSS Feeds




Bitte warten...