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EUR/JPY: Ausblick für Yen bleibt trübe




16.05.18 14:39
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Seit Anfang April ist der EUR/JPY-Wechselkurs von 132 bis auf 129 zurückgegangen, so die Analysten der DekaBank.

Die Abschwächung des Euro sei begleitet worden von Verschlechterungen bei Konjunkturdaten aus Euroland. Dies betreffe das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal und wichtige Stimmungsindikatoren. Hingegen sei der Yen durch die japanischen Wirtschaftsdaten gestützt worden. Die Inflationsrate habe im März wie erwartet bei 1,1% gelegen und die Arbeitslosenquote habe auf einem Stand von 2,5% verharrt. Damit bleibe die Lage am japanischen Arbeitsmarkt hervorragend. Die Bank of Japan habe bei ihrem Zinsentscheid Ende April die geldpolitische Ausrichtung unverändert gelassen. Allerdings habe sie die Prognose, dass das Inflationsziel von 2% im Fiskaljahr 2019 erreicht werde, aus ihrer Erklärung zum Zinsentscheid gestrichen. Weder die EZB noch die BoJ schienen dem EUR/JPY-Wechselkurs derzeit einen nachhaltigen Trend geben zu können. Die Analysten der DekaBank würden mit einer Seitwärtsbewegung beim EUR/JPY-Wechselkurs über die nächsten Monate rechnen.

Charttechnik: EUR/JPY bewege sich volatil im Seitwärtshandel. 128,90 habe als Unterstützung erstmal halten können. Im Falle eines nachhaltigen Unterschreitens dieses
Niveaus und insbesondere der 127,60er Marke, wäre ein Test in Richtung 124,10 wahrscheinlich. In nördliche Richtung bilde 134,50 weiterhin den wichtigen Widerstand um in höhere Euro-Regionen vorstoßen zu können.

Perspektiven: Der Yen habe gegenüber dem Euro im Jahresverlauf 2017 an Wert verloren. Der Ausblick für die japanische Währung bleibe trübe. Eine nachhaltige Aufhellung der Wachstumsperspektiven sei nach wie vor nicht in Sicht. Denn Premierminister Abe zögere weiter, mit echten Strukturreformen den zentralen Bereich seiner "Abenomics" in Angriff zu nehmen. Die Notenbank sei mit ihrer expansiven Geldpolitik mittlerweile ein wesentlicher Anker der Volkswirtschaft. Je länger die Strukturreformen und die Schuldenkonsolidierung hinausgeschoben würden, desto größer werde die Abhängigkeit von der lockeren Geldpolitik und desto schwerer werde der Ausstieg aus diesem monetären Umfeld. Für eine nachhaltige Gesundung der Volkswirtschaft sei - neben Strukturreformen - eine Normalisierung der Geldpolitik unerlässlich. (16.05.2018/ac/a/m)





 
 
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