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Daimler: Starke Halbjahreszahlen, Ausblick etwas enttäuschend - Aktienanalyse




21.07.21 16:00
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Daimler-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Jochen Kauper vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Autobauers Daimler AG (ISIN: DE0007100000, WKN: 710000, Ticker-Symbol: DAI, NASDAQ OTC-Symbol: DDAIF) unter die Lupe.

Gute Eckdaten zum operativen Geschäft im zweiten Quartal habe Daimler bereits im Vorfeld mitgeteilt. Jedoch habe der Auto- und Brummi-Hersteller am Mittwoch etwas zurückgerudert. Wegen der Lieferschwierigkeiten mit Elektronikchips gehe Daimler beim Autoabsatz von Mercedes-Benz nicht mehr von einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr aus, sondern von Verkäufen auf Vorjahresniveau. Am Sparprogramm wolle Daimler festhalten.

Trotz überraschend üppiger Gewinne wolle der Auto- und Lastwagenbauer Daimler die auf den Weg gebrachten Einsparungen beim Personal nicht infrage stellen. "Weder können wir noch wollen wir das schwäbische Gen des Sparens aufgeben", habe Konzernchef Ola Källenius dazu am Mittwoch in Stuttgart vor Journalisten gesagt. Trotz guter Geschäftszahlen müsse das Unternehmen weiter an seiner Effizienz arbeiten, zumal man derzeit "erhebliche Milliardenbeträge" für den angepeilten Umbau von Verbrennungs- hin zu Elektromotoren aufwenden müsse. Ein Ende des Sparens wäre "nicht die beste Strategie für die Bewältigung der Transformation", so Källenius.

Daimler habe vor rund einem Jahr zu Beginn der Corona-Pandemie wegen damals tiefroter Zahlen und einem Nachfrageeinbruch einen schon eingeleiteten Sparkurs nochmals deutlich verschärft, Berichten zufolge sollten auf diesem Weg zwischen 20.000 und 30.000 Stellen wegfallen.

Angesichts einer überraschend schnellen Markterholung und hoher Gewinne im ersten Halbjahr fordere Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht den Vorstand nun zum Einlenken auf. "Wenn wir volle Auftragsbücher haben und die Gewinne sprudeln, wie soll die Belegschaft da Verständnis haben für Sparmaßnahmen, die über Jahre laufen sollen?", habe Brecht der "Automobilwoche" gesagt.

Trotz der andauernden Corona-Krise und Lieferengpässen von wichtigen elektronischen Bauteilen habe Daimler am Mittwoch für das zweite Quartal gute Geschäftszahlen gemeldet. Der Umsatz sei verglichen mit dem corona-bedingt eingebrochenen Geschäft vor einem Jahr um 44 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro geklettert. Der Nettogewinn habe allein zwischen April und Ende Juni bei 3,6 Milliarden Euro gelegen. Im gesamten ersten Halbjahr habe der Konzern netto 7,9 Milliarden Euro verdient.

Auf die Stimmung habe allerdings der Ausblick der Auto-Sparte gedrückt. Wegen der Lieferschwierigkeiten mit Elektronikchips gehe Daimler beim Autoabsatz von Mercedes-Benz nicht mehr von einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr aus, sondern von Verkäufen auf Vorjahresniveau. Hier hätten Analysten und Anleger einen etwas optimistischeren Blick in die Zukunft erwartet.

Goldman Sachs-Analyst George Galliers habe am Morgen geschrieben, die besseren Aussichten für die Lkw-Sparte seien von Investoren wohl erwartet worden. Mit dem verbesserten Ausblick auf den Finanzmittelzufluss im industriellen Geschäft - also ohne die Finanzsparte - liege der Konzern nun über seinen eigenen Schätzungen. Daimler sehe für die bei Anlegern wegen der Bedeutung für die Dividendenzahlung wichtige Kenngröße nun einen Wert "leicht" unter dem Vorjahreswert und nicht mehr "deutlich" weniger. Auch bei der angepeilten Eigenkapitalrendite bei der Sparte mit Finanz- und Mobilitätsdiensten (Yournow) sei Daimler zuversichtlicher geworden.

Die kanadische Bank RBC habe die Einstufung für Daimler nach endgültigen Zahlen auf "outperform" mit einem Kursziel von 106 Euro belassen. Der Quartalsbericht sei entsprechend der vorläufigen Kennziffern wie erwartet ausgefallen, habe Analyst Tom Narayan in einer Studie geschrieben. Eine nette Überraschung aber sei die angehobene Prognose für das Lkw-Geschäft, insbesondere nach den vorsichtigen Aussagen des Konkurrenten Volvo.

Nicht ganz so entspannt auf die Zahlen habe Analyst Frank Schwope von der NordLB reagiert. Er habe das Kursziel für die Daimler-Aktie von 75 Euro auf 71 Euro gesenkt. Der Autokonzern habe starke Halbjahreszahlen vorgelegt, so Schwope in einer Studie. Diese dürfte sich allerdings im zweiten Halbjahr nicht so einfach fortschreiben lassen. Dies verdeutliche auch die verschlechterte Absatzprognose des Vorstands.

Die Zahlen von Daimler seien gut gewesen, keine Frage. Jedoch hätten Analysten und Anleger aufgrund der letzten News von Daimler sowie der ansprechenden VW-Zahlen durchaus mit einem etwas besseren Ausblick gerechnet. Wichtig: Zuletzt habe aus technischer Sicht die Marke von 69,36 Euro immer wieder als Unterstützung gedient. Werde dieser Support allerdings unterschritten, sei es durchaus möglich, dass das Papier in den Bereich zwischen 67,50 Euro und 65,73 Euro korrigiere. Bei 65,73 Euro verlaufe aktuell die wichtige 200-Tage-Linie. (Analyse vom 21.07.2021)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Daimler-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Daimler-Aktie:
71,55 EUR +1,42% (21.07.2021, 15:48)

XETRA-Aktienkurs Daimler-Aktie:
71,02 EUR +1,36% (21.07.2021, 15:33)

ISIN Daimler-Aktie:
DE0007100000

WKN Daimler-Aktie:
710000

Ticker-Symbol Daimler-Aktie:
DAI

NASDAQ OTC-Symbol Daimler-Aktie:
DDAIF

Kurzprofil Daimler AG:

Die Daimler AG (ISIN: DE0007100000, WKN: 710000, Ticker-Symbol: DAI, NASDAQ OTC-Symbol: DDAIF) mit Sitz in Stuttgart ist ein deutscher Hersteller von Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen Ihre bekannteste Marke ist Mercedes Benz. Die Daimler AG ist außerdem Anbieter von Finanzdienstleistungen und die erste global notierte Aktiengesellschaft.

Die Daimler AG ist eines der größten Automobilunternehmen der Welt. Mit den Geschäftsfeldern Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Mercedes-Benz Vans, Daimler Buses und Daimler Financial Services gehört die Daimler AG zu den größten Anbietern von Premium-Pkw und ist der größte weltweit aufgestellte Nutzfahrzeug-Hersteller. Daimler Financial Services bietet Finanzierung, Leasing, Flottenmanagement, Versicherungen und innovative Mobilitätsdienstleistungen an. (21.07.2021/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
75,28 € 76,15 € -0,87 € -1,14% 30.07./17:45
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0007100000 710000 80,41 € 37,40 €
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Jochen Kauper
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
75,39 € -0,61%  30.07.21
Stuttgart 75,23 € -0,65%  30.07.21
Hannover 74,84 € -0,72%  30.07.21
Düsseldorf 75,21 € -0,91%  30.07.21
Berlin 75,31 € -0,91%  30.07.21
Nasdaq OTC Other 89,39 $ -0,95%  30.07.21
Hamburg 75,23 € -0,96%  30.07.21
Frankfurt 75,35 € -1,05%  30.07.21
München 75,35 € -1,05%  30.07.21
Xetra 75,28 € -1,14%  30.07.21
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