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Brent-Markt mit deutlichen Preisanstiegen




11.09.18 16:39
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die neuen Iran-Sanktionen der USA treffen die europäische Ölsorte Brent in viel stärkerem Ausmaß als die US-Sorte WTI, so die Analysten der DekaBank.

Daher hätten sich die Preise für diese zwei wichtigsten Referenzsorten im Vormonatsvergleich nicht gleich entwickelt: Während die Sorge vor einer Verknappung aufgrund sinkender iranischer Exporte am Brent-Markt zu deutlichen Preisanstiegen geführt habe, habe die weiter steigende US-Ölförderung den WTI-Preisanstieg viel geringer ausfallen lassen. In den Sommermonaten seien insbesondere die iranischen Ölexporte nach Indien, aber auch nach China, Japan und in die EU zurückgegangen, Tendenz weiter fallend. Da aber das Angebot und die Nachfrage am globalen Ölmarkt derzeit weitgehend ausgeglichen seien, und Länder wie Saudi-Arabien, Russland oder die USA bereit seien, ihre Ölförderung auszuweiten, würden die Analysten im Prognosezeitraum nicht mit einer anhaltend starken Verteuerung von Rohöl im Zuge der US-Sanktionen rechnen.

Überangebot sei kein Thema mehr am Ölmarkt, in letzter Zeit beschäftige sogar vermehrt die Sorge vor einer Verknappung des Ölangebots die Marktteilnehmer. Die OPEC-Mitglieder und einige Nicht-OPEC-Länder hätten von Anfang 2017 bis zum späten Frühjahr 2018 ihre Ölförderung erfolgreich gedrosselt und aufgrund der krisenbedingten Minderproduktion in Venezuela die vereinbarte OPEC-Förderobergrenze zum Teil sogar deutlich unterschritten. Dies habe dazu geführt, dass die globale Ölproduktion trotz der kräftigen Steigerung der US-Ölförderung bis zum Frühjahr 2018 weniger stark zugenommen habe als die weltweite Rohölnachfrage. Seit Mai 2018 hätten aber die OPEC und auch einige große Nicht-OPEC-Ölproduzenten ihre Förderung merklich angehoben, sodass zurzeit das Verhältnis von Angebot und Nachfrage am globalen Ölmarkt relativ gut ausgeglichen sei.

Zusätzliche Produktionsanstiege würden aber im weiteren Verlauf des Jahres 2018 notwendig sein, um Knappheit am Ölmarkt zu vermeiden, denn die iranischen Ölexporte würden aufgrund der US-Sanktionen zurückgehen. Vor allem Russland, Saudi-Arabien und die USA dürften dies aber ausgleichen können, sodass es zu keiner ausgeprägten Knappheit am Ölmarkt kommen sollte. Der Rohölpreis werde nach Einschätzung der Analysten bis Ende 2019 über 60 US-Dollar verharren, wobei auch mittelfristig ein nennenswerter Preisaufschlag von Brent gegenüber WTI bestehen bleiben werde. (September / Oktober 2018) (11.09.2018/ac/a/m)





 
 
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