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Vergütung ist das Top-Thema der Hauptversammlungssaison 2017




21.03.17 10:15
BMO Global Asset Management

London (www.aktiencheck.de) - Das Thema Vergütung dürfte in den diesjährigen Hauptversammlungen ganz oben auf der Aktionärsagenda stehen. Diese Ansicht vertritt BMO Global Asset Management (EMEA) in seinem Jahresbericht für verantwortungsvolles Investieren 2016.

Bereits im Vorfeld zur Hauptversammlungssaison 2017 würden viele Aktionäre Einfluss auf die Vergütungspolitik nehmen und sich bei Unternehmen engagieren, so der Vermögensverwalter.

Damit setze sich der Trend aus den Vorjahren fort. BMO Global Asset Management (EMEA) selbst habe 2016 an Abstimmungen über mehr als 93.000 Anträge auf fast 9.000 Hauptversammlungen in 73 Ländern weltweit teilgenommen. Dabei seien bei der Führungskräftevergütung die Meinungen von Aktionären und Geschäftsführungen erneut am stärksten auseinandergegangen. Bei 52 Prozent aller Anträge habe BMO Global Asset Management (EMEA) 2016 gegen die Vorschläge der jeweiligen Geschäftsführung gestimmt - eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um acht Prozentpunkte.

Besonders bei großen britischen Unternehmen sei das Thema Vergütung ein Streitpunkt gewesen. So habe BMO Global Asset Management (EMEA) 2016 in Großbritannien 17 Prozent aller Anträge zu Gehaltsthemen abgelehnt - ein leichter Anstieg gegenüber 16 Prozent in 2015. Hauptkritikpunkte seien dabei gewesen: extrem hohe Zahlungen, die einen geringen Zusammenhang zwischen der Unternehmensstrategie und den verwendeten Leistungsindikatoren offenbart hätten, zu niedrige Leistungsziele bzw. zu hohe Zahlungen für zu wenig Leistung und eine zu starke Konzentration auf kurzfristige Ergebnisse.

In den einzelnen Ländern sei 2016 sehr unterschiedlich abgestimmt worden. In Großbritannien habe BMO Global Asset Management (EMEA) gegen 4 Prozent aller Vorschläge der Geschäftsführungen votiert. In Deutschland habe diese Quote bei 15 Prozent, in Frankreich bei 31,4 Prozent, in der Schweiz bei 15 Prozent, in Spanien bei 19,8 Prozent und in Italien bei 24 Prozent gelegen. Die geringe Zustimmungsquote in Frankreich gehe auf eine Vielzahl von Bedenken im Bereich der Unternehmensführung zurück, unter anderem in Bezug auf Vergütung, Unabhängigkeit des Vorstands und Kapitalstruktur.

Der Bericht dokumentiere das Engagement von BMO Global Asset Management (EMEA) bei über 700 Unternehmen in 52 Ländern. So habe sich der Vermögensverwalter sektorenübergreifend für die Beachtung wesentlicher ökologischer, sozialer und governancebezogener Faktoren (ESG-Faktoren) eingesetzt. Dahinter habe die Überzeugung gestanden, dass das Einbeziehen dieser Faktoren Risiken mindern und zu langfrister Wertentwicklung beitragen könne. Zu den wichtigsten Themen hätten 2016 der Klimawandel (hier engagierte sich der Vermögensverwalter stark im Rohstoff-, Versorgungs- und Industriesektor), Arbeitsstandards (hier trat BMO Global Asset Management (EMEA) in Dialog mit großen, multinational aufgestellten Unternehmen, die in der Öffentlichkeit kontrovers betrachtet werden) und Unternehmensethik (unter anderem im Automobilsektor) gezählt. Der Bericht enthalte Fallstudien, die die Fortschritte des Engagements bei einzelnen Unternehmen veranschaulichen würden.

Der Jahresbericht beleuchte zudem die Wirkung dieses Engagements. Erstmalig beschreibe BMO Global Asset Management (EMEA), wie sein Einsatz zur Umsetzung der 17 Ziele der UN für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) beitrage. Besonders wirkungsvoll habe sich das Engagement in den Bereichen "Gute Arbeitsbedingungen", "Klimaschutz" sowie "Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen" gezeigt.

Vicki Bakhshi, Head of Governance and Sustainable Investment, BMO Global Asset Management (EMEA), sage dazu: "Die Vergütung steht nach wie vor im Fokus vieler Investoren und der Öffentlichkeit. 2016 nutzten wir unser Stimmrecht für eine klare Ansage an die Vorstände und Geschäftsleitungen von Unternehmen, bei denen wir ein Missverhältnis sehen zwischen der Vergütungen einerseits und dem Ziel einer langfristigen Wertentwicklung andererseits. Zum Thema Vergütung engagieren wir uns bei Unternehmen weltweit. 2017 wird jedoch insbesondere in Großbritannien ein spannendes Jahr, wenn es bei den Unternehmen um die Festlegung einer verbindlichen Vergütungspolitik gehen wird.

Insgesamt steigt das Interesse an verantwortlichem Investieren weiterhin. Dazu trägt die zunehmende Erkenntnis bei, dass die Berücksichtigung von ESG-Faktoren dem langfristigen finanziellen Erfolg eines Unternehmens nicht schadet. Unternehmensführungs- sowie Arbeits- und Umweltstandards sind nicht nur in ethischer, sondern auch in finanzieller Hinsicht relevant. Wir gehen davon aus, dass verantwortungsbewusste Investoren künftig bei der Berücksichtigung von ESG-Faktoren nicht mehr in erster Linie an Risiken denken, sondern die damit verbunden Chancen und die gesellschaftlichen Auswirkungen ihrer Anlagen sehen. Die Ziele der UN für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) sind im letzten Jahr deutlich bekannter geworden. Wir halten das Engagement bei Unternehmen für ein gutes Mittel, mit dem Investoren zum Erreichen dieser Ziele beitragen können." (21.03.2017/ac/a/m)






 
 
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