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Neuer Superzyklus bei Rohstoffen?




08.04.21 16:00
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Gibt es einen neuen Superzyklus bei den Rohstoffen? Ja, meint zumindest Rick Rule. Der zurückgetretene CEO von Sprott U.S. gilt in Nordamerika als ausgewiesener Kenner der Materie, so Markus Bußler von "Der Aktionär".

Die Konzerne hätten in der Vergangenheit zu wenig investiert und das führe bei einigen Rohstoffen zu einem Angebotsdefizit. Zudem dürfte sich die Wirtschaft seiner Ansicht nach erholen, was zu einer höheren Nachfrage nach Rohstoffen führen werde. Auf seiner Liste ganz oben stehe ein Rohstoff, der nach seinen Angaben "sehr unbeliebt" sei. Uran.

"Es gibt einen tollen grünen Blickwinkel, wenn Sie sich für kohlenstofffreie, emissionsfreie Energie interessieren, ist Uran das A und O, trotz der Tatsache, dass die Leute es nicht mögen", so Rick Rule. Daher gebe es sich sehr bullish für den Uransektor. Aber auch Kupfer stehe auf seiner Liste ganz oben. "Die Elektrifizierung der Welt - nicht nur die Elektrofahrzeuge - wird die Nachfrage nach Kupfer weiter erhöhen. Gleichzeitig lebt die Menschheit von Kupferminen, die vor 30 oder 40 Jahren entdeckt wurden." Die Möglichkeiten, das Angebot zu erhöhen, seien gering. Eine große Kupfermine in den USA zu genehmigen könne 15 bis 20 Jahre dauern. Die Nachfrage hingegen steige ständig und warte nicht auf solche Entscheidungen. Zudem sei es sehr kapitalintensiv, riesige Bergbauprojekte in Produktion zu bringen.

Kupfer sei einer der großen Gewinner nach der Corona-Pandemie. Die Wirtschaft erhole sich und mit ihr die Nachfrage nach Kupfer - vor allem, aber nicht nur, seitens Chinas. Dazu seien tatsächlich in den vergangenen Jahren kaum nennenswerte Kapazitäten in Form neuer Kupferminen auf den Markt gekommen. Im Gegenteil, viele alte Minen würden in den kommenden Jahren ihrem Lebensende entgegengehen. Der Uranmarkt befinde sich nach Ansicht von Morgan Stanley ebenfalls in einem Defizit. Auch wenn sich das beim Uranpreis noch nicht bemerkbar mache. Doch die Stimmen (außerhalb Deutschlands), die für mehr Kernkraft plädieren würden, würden lauter. Die Urannachfrage dürfte also weiter wachsen. (08.04.2021/ac/a/m)





 
 
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