Morningstar formuliert "Bitcoin-Bedienungsanleitung"




07.04.21 15:48
FONDS professionell

Wien (www.aktiencheck.de) - Der Bitcoin ist in aller Munde, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Ratingagentur Morningstar erkläre Neuanlegern jetzt, was sie über die Krypto-Währung wissen müssten.

Der Bitcoin habe sich in den vergangenen Monaten wachsender Beliebtheit erfreuen können. Allerdings seien es derzeit vor allem einige wenige wohlhabende Anleger, die einen beträchtlichen Anteil der Bitcoins halten würden. Die Ratingagentur Morningstar habe nun einen Leitfaden formuliert, der Neuanlegern den Einstieg in die Krypto-Währung erleichtern solle. Die wichtigste Botschaft: Im Portfolio weise Bitcoin eine ähnliche Funktion auf wie Gold. "Rein funktional und konzeptionell sind sich diese beiden Assets ähnlich, auch wenn viele Investoren Gold bevorzugen, das eine jahrtausendalte Historie als Wertspeicher hat - im Gegensatz zum Parvenu Bitcoin", erkläre Morningstar-Analyst John Rekenthaler.

Der Hauptgrund für Anleger, auf Bitcoin zu setzen, sei dem Experten zufolge die Portfolio-Diversifikation. Denn der Kurs der Krypto-Währung entwickele sich unabhängig zu anderen Vermögenswerten, wenn auch nicht zu jeder Zeit: Als die Aktienkurse im März vergangenen Jahres abgestürzt seien, sei es den Bitcoin-Kursen genauso ergangen. "Bitcoin ist hier nicht perfekt", räume Rekenthaler ein. Dennoch gelte die Digitaldevise ähnlich wie Gold als Absicherungsinstrument gegen eine steigende Inflation. Allerdings könne man davon bisher nur theoretisch ausgehen, denn seit der Bitcoin existiere, habe es noch keine "echte" Inflation gegeben.

Anteilig empfehle Rekenthaler Anlegern, ihr Portfolio mit einer Quote von 2,5 Prozent an Gold und 2,5 Prozent an Bitcoin zu diversifizieren. Um sich Bitcoins zuzulegen, hätten Investoren dabei zwei Möglichkeiten: Entweder, sie würden die Krypto-Währung, deren Wert derzeit bei rund 50.000 Euro liege, direkt an einer Bitcoin-Börse kaufen und sie in ihrer digitalen Geldbörse, dem sogenannten Wallet speichern. "Dies ist der günstigste Weg für langfristige Besitzer, denn obwohl sowohl Bitcoin-Börsen als auch Wallets Transaktionsgebühren erheben, gibt es keine Haltegebühren für Langfristanleger", erkläre der Experte. Alternativ könnten europäische Anleger Bitcoins über Zertifikate erwerben, sogenannte Exchange-traded Notes (ETN). Allerdings müssten sie hier mit Kosten von 1,5 bis 2,5 Prozent im Jahr rechnen. (07.04.2021/ac/a/m)






 
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