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Großbritannien: "Brexit"-Antrag wird nächste Woche gestellt




21.03.17 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Jetzt wird es konkret in Großbritannien: Nachdem beide Häuser des britischen Parlaments am 13. März das "Brexit"-Gesetz der Regierung gebilligt haben, wird Premierministerin Theresa May nach Regierungsangaben den EU-Austrittsantrag am 29. März in Brüssel stellen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Zu diesem Zeitpunkt beginne der zweijährige Zeitraum, nach dem die EU-Verträge nach Artikel 50 nicht mehr für den Staat gelten würden, der seine Absichtserklärung zum EU-Austritt offiziell in Brüssel eingereicht habe. In den sich anschließenden Verhandlungen werde es primär darum gehen, die künftigen wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien zu regeln.

Zwar sei theoretisch auch eine Verlängerung der o. g. Verhandlungsfrist denkbar, dafür bedürfe es jedoch im Einvernehmen mit Großbritannien der Zustimmung aller Staats- und Regierungschefs im Europäischen Rat. Aufgrund der vielen offenen Fragen und den damit verbundenen Unsicherheiten bezüglich des "Brexit"-Prozesses dürfte das Pfund in den kommenden Monaten unter einer hohen Schwankungsintensität immer wieder unter spürbaren Druck geraten. Zum Jahresende 2017 würden die Analysten mit EUR/GBP-Notierungen nahe der Parität rechnen.

Die Finanzminister der Eurogruppe hätten sich im Zuge der Überprüfung des laufenden Hilfsprogramms für Griechenland bisher noch nicht auf eine Kompromisslinie verständigen können, welche die Freigabe einer weiteren Tranche an das finanziell angeschlagene Land ermögliche. Die Beratungen sollten jedoch fortgesetzt werden.

Bundesbankchef Jens Weidmann habe gestern in einer Rede eingestanden, dass es im EZB-Rat unterschiedliche Auffassungen über den angemessenen Expansionsgrad der Geldpolitik in der Eurozone gebe. Weidmann habe dabei die Frage aufgeworfen, ob der EZB-Rat nicht langsam den Ausstieg aus der sehr lockeren Geldpolitik in den Blick nehmen sollte. So betrachte der Präsident der deutschen Notenbank den Ankauf von Staatsanleihen als reine Notfallmaßnahme, um damit zum Beispiel eine Deflation abzuwenden. Von einer solchen Situation sei man aktuell aber weit entfernt. Die Analysten würden davon ausgehen, dass sich die Diskussionen innerhalb der EZB in dieser Frage im weiteren Jahresverlauf 2017 verschärfen würden und eine weitere Rückführung des monatlichen QE-Ankaufvolumens ab Januar 2018 (ab April 2017: 60 Mrd. EUR) erfolge.

Der Präsident der Notenbank von Chicago, Charles L. Evans, habe gestern auf einer Rede in New York bekräftigt, dass sich aus seiner Sicht die konjunkturellen Risiken für die US-Wirtschaft deutlich ausgeglichener darstellen würden als noch vor zwei Jahren. Die jüngste Zinserhöhung sei den guten US-Wirtschaftsdaten geschuldet, die im Einklang mit den Ausblick der US-Notenbank gestanden hätten. Eine perspektivische Normalisierung bei der Notenbankbilanz könne von den Finanzmärkten gut verarbeitet werden. Eine entsprechende Weichenstellung in dieser Frage würden die Analysten in 2018 für realistisch halten. (21.03.2017/ac/a/m)







 
 
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