Gold: Kurze Konsolidierung verdient und gesund




07.04.21 16:20
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Der Goldpreis muss heute leicht Federn lassen, so Markus Bußler vom Anlegermagazin "Der Aktionär".

Aktuell notiere Gold rund 6 USD im Minus. Der Ausbruchsversuch über den Bereich rund um 1.750 USD scheine damit zunächst einmal vertagt zu sein. Nach den Gewinnen der Tage vorher sei aber eine kurze Konsolidierung verdient und gesund. Wenn es nach den Analysten der Citi gehe, dann könne diese Konsolidierung jedoch länger anhalten. Sie würden den Goldpreis gefangen zwischen 1.900 USD auf der Oberseite und 1.700 USD auf der Unterseite sehen. Und das solle auch für den Rest des Jahres so bleiben. Folgerichtig würden sie für 2021 einen durchschnittlichen Goldpreis von 1.800 USD erwarten.

"Wir sehen mehrere Risiken für den Bullionmarkt in der Spitze des Zyklus. Dazu gehören das Risiko, dass die US-Notenbank die Ankäufe von Vermögenswerten bis Ende 2021 zurückfährt, und ein aggressiverer Handel mit kurzfristigen Zinssätzen, der eine Anhebung der Leitzinsen in den Jahren 2022/2023 einpreist, was sich wiederum unterstützend auf den US-Dollar auswirken könnte", und wie bereits angemerkt: "Der Anstieg der 10-jährigen Treasury-Renditen in diesem Jahr ist auch ein Gegenwind für einen Nullkupon-Anlagewert wie Gold." Mit Blick auf einige der anderen Nutznießer im Rohstoffkomplex habe Citi gesagt: "Eine Reflationierung von Risikoanlagen und Rohstoffen inmitten eines COVID-19-Impfstoffhandels könnte auch Zuflüsse in Öl, Kupfer und andere Märkte gegenüber Gold begünstigen."

Zunächst einmal: Mit einem Goldpreis von 1.800 USD könnten praktisch alle Goldproduzenten hervorragend leben und würden prächtig verdienen, was für steigende Kurse bei den Minenaktien sprechen würde. Die Frage sei aber, ob Gold sich wirklich in diesen Rahmen pressen lasse. In den vergangenen Wochen habe ein Analyst nach dem anderen sein Kursziel für Gold kassiert und sei vorsichtiger geworden. Gleichzeitig nehme die Inflation Fahrt auf und sorge für einen negativen Realzins. Das negative Sentiment schreie geradezu nach einem Ausbruch aus dem Seitwärtstrend. Und der sollte auch in den kommenden Wochen gelingen. Das wiederum könnte schnell Anschlusskäufe nach sich ziehen und Gold auf neue Allzeithochs hieven. (07.04.2021/ac/a/m)





 
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