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Fresenius: Trotz COVID-19 optimistisch für 2021 - Rating erhöht! Aktienanalyse




07.04.21 12:42
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Fresenius-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Leopold Salcher, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, stuft in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Medizinkonzerns Fresenius SE & Co. KGaA (ISIN: DE0005785604, WKN: 578560, Ticker-Symbol: FRE, NASDAQ OTC-Symbol: FSNUF) von "Halten" auf "Kauf".

Fresenius habe solide Q4-Zahlen geliefert und einen überzeugenden Ausblick für 2021 geboten.

Bei Fresenius Helios (Umsatz: +12,5%), Europas führendem privaten Krankenhausbetreiber, habe sich in Q4 2020 eine Erholung bei elektiven Behandlungen in Spanien gezeigt. In Deutschland habe das Unternehmen von so genannten Freihaltepauschalen (Abgeltung für die Zurverfügungstellung von meist intensivmedizinischer Behandlungskapazitäten) profitiert, welche einen Großteil der negativen COVID-19-Effekte abgemildert habe.

Die Q4-Zahlen von Fresenius hätten über den Erwartungen der Analysten gelegen. Der Umsatz habe um 5% auf EUR 9,30 Mrd. (Konsens: EUR 9,19 Mrd.; währungsbereinigt unverändert) gesteigert werden können. Ohne negative COVID-19-Effekte hätte das Unternehmen ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 7% bis 8% erzielt. Das Betriebsergebnis sei um 2% auf EUR 1,25 Mrd. gestiegen, auch das Konzernergebnis habe um 2% auf EUR 494 Mio. (Konsens: EUR 464 Mio.) zugelegt.

Der operative Konzern-Cashflow sei in Q4 auf EUR 1,39 Mrd. gestiegen (Q4 2019: EUR 1,29 Mrd.). Der freie Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden sei auf EUR 329 Mio. gestiegen (Q4 2019: EUR 89 Mio.). Im Geschäftsjahr 2020 sei der operative Konzern-Cashflow auf EUR 6,55 Mrd. gestiegen (Geschäftsjahr 2019: EUR 4,26 Mrd.). Die hervorragende Cashflow-Entwicklung sei im Wesentlichen zurückzuführen auf Unterstützungsleistungen der US-Regierung und Vorauszahlungen im Rahmen des Coronavirus Aid, Relief and Economic Security Act (CARES) bei Fresenius Medical Care in den USA sowie aufgrund der verkürzten Zahlungsziele im Rahmen des Gesetzes zur wirtschaftlichen Entlastung der Krankenhäuser in Deutschland bei Fresenius Helios.

Angesichts der soliden operativen Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr schlage der Fresenius-Vorstand dem Aufsichtsrat vor, die Dividende für das Geschäftsjahr 2020 um 5% auf EUR 0,88 je Aktie zu erhöhen (Geschäftsjahr 2019: EUR 0,84). Sollte der Vorschlag von Aufsichtsrat und Hauptversammlung angenommen werden, handle es sich um die 28. Dividendenerhöhung in Folge.

Fresenius erwarte für den Zeitraum 2020 bis 2023 unverändert ein organisches durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum (CAGR) in einer Bandbreite von 4% bis 7%. Das Konzernergebnis solle im Zeitraum von 2020 bis 2023 organisch mit einem CAGR in einer Bandbreite von 5% bis 9% wachsen. Basierend auf den positiven Beiträgen aus den Maßnahmen zur Umsatzsteigerung und Kostensenkung sowie dem Biosimilars-Geschäft von Fresenius Kabi erwarte Fresenius eine Beschleunigung des Konzern-Ergebniswachstums innerhalb des Planungszeitraums bis zum Jahr 2023. Kleine und mittlere Akquisitionen sollten den CAGR für den Konzernumsatz und das Konzernergebnis zusätzlich um jeweils etwa einen Prozentpunkt erhöhen.

Die Konzernspitze habe seine vorläufige Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2021 bestätigt und rechne weiterhin mit einer währungsbereinigten Umsatzsteigerung im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich sowie einem zumindest stabilen Nettogewinn im Vergleich zu 2020. Implizit gehe Fresenius davon aus, dass das währungsbereinigte Konzernergebnis ohne Berücksichtigung der Ergebnisbeiträge von Fresenius Medical Care im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen werde.

Das Unternehmen rechne auch im laufenden Geschäftsjahr mit belastenden Effekten durch die COVID-19 Pandemie. Voraussichtlich werde es erst in der zweiten Jahreshälfte zu einer spürbaren Verbesserung der Rahmenbedingungen in den wesentlichen Märkten von Fresenius kommen. Dies sei jedoch stark von der zügig voranschreitenden Durchimpfung der Bevölkerung in diesen Märkten abhängig. Das Unternehmen habe konzernweite Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und Profitabilität auf den Weg geschickt.

Fresenius leide in seiner Sparte Fresenius Medical Care (FMC; Produkte und Dienstleistungen mit chronischem Nierenversagen wie Dialysebehandlungen) von einer markanten Übersterblichkeit seiner Dialysepatienten in Folge von COVID-19, was sich negativ auf die Geschäftsentwicklung in diesem Segment ausgewirkt habe. Der Umsatz bei FMC habe sich in Q4 2020 um 3,9% auf EUR 4,40 Mrd. reduziert, das berichtete Betriebsergebnis um 25% (währungsbereinigt: -18%) auf EUR 462 Mio. Der Rückgang sei im Wesentlichen zurückzuführen auf eine Wertminderung des Firmenwerts und der Markennamen bei Fresenius Medical Care Lateinamerika bedingt durch den gesamtwirtschaftlichen Abschwung in mehreren Staaten der Region sowie negative Covid-19-Effekte.

Das Projektgeschäft von Fresenius Vamed sei in Q4 weiterhin stark belastet gewesen durch COVID-19-bedingte Verschiebungen und Stornierungen bei Aufträgen, verzögerte Abwicklungen sowie eingeschränkte globale Lieferketten. Ein guter Auftragseingang (EUR 648 Mio. vs. EUR 576 Mio. in Q4 2019) im 4. Quartal habe jedoch eine Erholung im Projektgeschäft signalisiert. Das Reha-Geschäft sei weiterhin durch geringere Nachfrage in der Rehabilitation sowie Verschiebungen elektiver Eingriffe aufgrund der Corona-Pandemie beeinträchtigt gewesen.

Die Zahlen von Fresenius zum vierten Quartal hätten über den Markterwartungen gelegen. Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2021 habe das Management indes bestätigt und für die zweite Jahreshälfte eine spürbare Verbesserung der Rahmenbedingungen in deren wesentlichen Märkten prognostiziert.

Leopold Salcher, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, erhöht sein Kursziel von EUR 40 auf EUR 45 und ändert demgemäß seine Empfehlung von "Halten" auf "Kauf". Seine "Kauf"-Empfehlung basiere auf der Überzeugung, dass die Bewertung der Aktie das Ertragswachstumsprofil sowie den stark defensiven Charakter dieser Erträge nicht adäquat widerspiegele. Auf Basis KGV 2021e und EV/EBIT 2021e reflektiere die Aktie weiterhin hohe Bewertungsabschläge (46% bzw. 51%) gegenüber seiner Peer Group, welche sich jedoch im Laufe der nächsten Quartale reduzieren sollten. (Analyse vom 07.04.2021)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

4. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person war in den vergangenen 12 Monaten bei der öffentlichen Emission von Finanzinstrumenten des Emittenten federführend oder mitführend (z.B. als Lead Manager oder Co-Lead Manager) tätig.

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

12. RBI erbrachte für den Emittenten in den vorangegangenen 12 Monaten Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze Fresenius-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Fresenius-Aktie:
38,62 EUR -0,03% (07.04.2021, 12:42)

XETRA-Aktienkurs Fresenius-Aktie:
38,61 EUR +0,35% (07.04.2021, 12:28)

ISIN Fresenius-Aktie:
DE0005785604

WKN Fresenius-Aktie:
578560

Ticker-Symbol Fresenius-Aktie:
FRE

NASDAQ OTC-Ticker-Symbol Fresenius-Aktie:
FSNUF

Kurzprofil Fresenius SE & Co. KGaA:

Die Fresenius SE & Co. KGaA (ISIN: DE0005785604, WKN: 578560, Ticker-Symbol: FRE, NASDAQ OTC-Symbol: FSNUF) ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Produkten und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante Versorgung. Zur Fresenius-Gruppe gehören vier eigenständig agierende Unternehmensbereiche, die Marktführer in Wachstumsbereichen des Gesundheitssektors sind: Fresenius Medical Care (weltweit führend bei der Behandlung von chronischem Nierenversagen), Fresenius Helios (Europas größte private Kliniken-Gruppe), Fresenius Kabi (bietet lebensnotwendige Medikamente, Medizinprodukte und Dienstleistungen für kritisch und chronisch Kranke) und Fresenius Vamed (spezialisiert auf das Projekt- und Managementgeschäft von Gesundheitseinrichtungen). (07.04.2021/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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DE0005785604 578560 46,51 € 31,03 €
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Ratingstufe:kaufen
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Analysten: Leopold Salcher
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