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Wirecard: Eine der tapfersten Verfechterinnen wird offenbar kaltgestellt - Aktienanalyse




14.01.21 18:09
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Wirecard-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Nikolas Kessler vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol Deutschland: WDI, NASDAQ Other OTC-Ticker-Symbol: WRCDF) unter die Lupe.

Wirecard habe in den vergangenen Jahren nicht nur Anleger, Aufsichtsbehörden und Geldgeber genarrt, sondern auch die Analysten. Eine der tapfersten Verfechterinnen des Skandalkonzerns sei Heike Pauls von der Commerzbank gewesen. Das könnte ihr laut einem Medienbericht nun zum Verhängnis werden.

Commerzbank-Analystin Pauls habe immer treu an der Seite von Wirecard gestanden: Kritische Berichte über den Zahlungsabwickler habe sie als "fake news" abgetan und selbst kurz vor dem Kollaps noch eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 230 Euro für die Wirecard-Aktie ausgesprochen. Knapp daneben: Kurz darauf sei Wirecard pleite, Vorstandschef Markus Braun im Gefängnis und die Aktie keinen Euro mehr wert gewesen.

Nun könnte man der Analystin und vielen ihrer Kollegen zugutehalten, dass das Wirecard-Management einen immensen Aufwand betrieben habe, um das Märchen vom boomenden Zahlungsabwickler aufrechtzuerhalten. Dass auch die Experten keine Glaskugel besitzen würden. Dass auch Wirtschaftsprüfer, Finanzaufsicht und Regierung viel zu lange nichts vom Milliardenbetrug mitbekommen hätten.

Doch Pauls habe es offenbar nicht bei der Lobhudelei für das Unternehmen belassen. Wie "DER SPIEGEL" unter Verweis auf vertrauliche E-Mails berichte, habe die Commerzbank-Expertin die Führung des Zahlungsabwicklers auch mit brisanten Informationen versorgt, die sie eigens am Kapitalmarkt eingesammelt habe.

Als etwa der Hedgefonds Greenvale Capital im Jahr 2016 - rund dreieinhalb Jahre vor dem spektakulären Zusammenbruch - kritische Fragen zum operativen Geschäft des Zahlungsabwicklers gestellt habe, habe Pauls das Unternehmen laut dem Bericht nicht nur vehement verteidigt, sondern dem Wirecard-Management auch mit den Exklusivinformationen bei der Verteidigungsstrategie geholfen.

Die Anlage-Kunden der Commerzbank sowie die Kreditabteilung im eigenen Haus, die Wirecard Millionen geliehen habe, hätten von den brisanten Informationen derweil nichts erfahren.

Das habe offenbar Konsequenzen. Für die Aktien aus dem Sektor Telekommunikation und Medien, den Pauls zuletzt gecovert habe, habe die Commerzbank das Research nun zeitweise ausgesetzt. Offizielle begründe das Institut den Schritt mit einer "Reallokation der Analyseressourcen". Gegenüber dem "SPIEGEL" habe ein Sprecher jedoch auch erklärt, dass "mit Blick auf das Thema Wirecard unterschiedliche Aspekte sehr sorgfältig" geprüft würden und diese Prüfung "noch nicht abgeschlossen" sei.

Analystin Pauls drohe damit nun womöglich das gleiche Schicksal wie der Wirecard-Aktie - nämlich das Abstellgleis. Denn auch wenn der Kurs zuletzt wieder allerhand Kapriolen geschlagen hat: Als ernsthaftes Investment ist die Wirecard-Aktie längst tabu, so Nikolas Kessler von "Der Aktionär". (Analyse vom 14.01.2021)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Wirecard-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Wirecard-Aktie:
0,4799 EUR -7,62% (14.01.2021, 18:14)

ISIN Wirecard-Aktie:
DE0007472060

WKN Wirecard-Aktie:
747206

Ticker-Symbol Deutschland Wirecard-Aktie:
WDI

NASDAQ Other OTC-Ticker-Symbol Wirecard-Aktie:
WRCDF

Kurzprofil Wirecard AG:

Die Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol Deutschland: WDI, NASDAQ Other OTC-Ticker-Symbol: WRCDF) ist einer der weltweit führenden unabhängigen Anbieter von Outsourcing- und White-Label-Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr. Wirecard unterstützt Unternehmen dabei, elektronische Zahlungen aus allen Vertriebskanälen anzunehmen. Über eine globale Multi-Channel-Plattform stehen internationale Zahlungsakzeptanzen und -verfahren mit ergänzenden Lösungen zur Betrugsprävention zur Auswahl.

Für die Herausgabe eigener Zahlungsinstrumente in Form von Karten oder mobilen Zahlungslösungen stellt die Wirecard Gruppe Unternehmen die komplette Infrastruktur inklusive der notwendigen Lizenzen für Karten- und Kontoprodukte bereit.

Am 25.06.2020 stellte das Unternehmen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. (14.01.2021/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
0,4613 € 0,475 € -0,0137 € -2,88% 19.01./12:26
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0007472060 747206 145,45 € 0,30 €
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Nikolas Kessler
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
0,4613 € -2,88%  12:26
Hamburg 0,4738 € +2,75%  11:45
Hannover 0,4673 € +1,59%  08:10
Frankfurt 0,4679 € +1,04%  12:11
Xetra 0,60 € 0,00%  07.01.21
Düsseldorf 0,4639 € -0,22%  12:01
Berlin 0,4621 € -0,58%  11:03
München 0,4604 € -1,01%  08:08
Stuttgart 0,4637 € -1,36%  12:00
Nasdaq OTC Other 0,57 $ -6,79%  15.01.21
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