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Wer gewinnt die US-Wahl? Entscheidend wird die Wahlbeteiligung




16.09.20 11:23
Aegon Asset Management

Baltimore (www.aktiencheck.de) - Der entscheidende Schlüssel, um die US-Präsidentschaftswahlen am Dienstag, dem 3. November, zu gewinnen, ist die Wahlbeteiligung, insbesondere die Wahlbeteiligung der jeweiligen Bevölkerungsgruppen, so Frank Rybinski, CFA, Chief Macro Strategist und D. Harris Kere, CFA, Investment Strategist.

Ein häufiges Thema bei vergangenen Wahlen sei der Umstand gewesen, dass Kandidaten, die die Wähler hätten motivieren und mobilisieren können, tendenziell eher die Wahl gewonnen hätten. Im Folgenden ein paar Beobachtungen aus den letzten Jahrzehnten:

-In den Jahren 2008 und 2012 habe Obama eine hohe Wahlbeteiligung aus dem schwarzen Teil der Bevölkerung zum Sieg geführt.
- Im Jahr 2016 habe Hillary Clinton die schwarzen Wähler nicht mobilisieren können und ihre niedrige Wahlbeteiligung habe sie wohl die Wahl gekostet.
- Umgekehrt habe Trump 2016 die hispanische Wählergruppe animiert. Deren hohe Wahlbeteiligung habe dazu beigetragen, ihn über die Siegeslinie zu führen.
- Demokraten würden tendenziell besser abschneiden, wenn jüngere Wähler zu einer hohen Wahlbeteiligung mobilisiert werden könnten. Dies sei 1992 bei Bill Clinton und 2008 bei Obama der Fall gewesen.
- Republikaner würden tendenziell besser abschneiden, wenn die nicht-hispanische, weiße Wählergruppe eine hohe Wahlbeteiligung aufweise (sie würden die größte Wählergruppe mit 73% der Wahlberechtigten gegenüber den Schwarzen mit 12% der Wähler und den Hispano-Amerikanern mit 9% der Wähler darstellen).

Leider lasse sich die Wahlbeteiligung der untergeordneten Wählergruppen in der Regel nur sehr schwer genau vorhersagen. Interessant sei, dass die Gesamtwahlbeteiligung in Jahren der Wiederwahl im Vergleich zu dem Zeitpunkt, an dem die Wählerschaft einen neuen Präsidenten wähle, tendenziell niedriger gewesen sei. Der Grund dafür sei, dass eine Wiederwahlkampagne oft ein Referendum über den Amtsinhaber sei. Wolle die Nation seinen Vertrag um weitere vier Jahre verlängern? In wahlpolitischer Hinsicht bedeute die niedrigere Wahlbeteiligung in Jahren der Wiederwahl, dass der Einfluss einer höheren Wahlbeteiligung einer bestimmten Wählergruppe auf untergeordneten Ebenen in den Gesamtergebnissen verstärkt werden könne.

Es hänge davon ab, wie transformativ die Politik sei. Normalerweise sei ein Wandel schwer zu herbeizuführen, wenn die US-Regierung gespalten sei (keine der beiden Parteien habe die Kontrolle über Exekutive und Legislative). Umgekehrt sei es viel einfacher, Ideologien in Politik umzusetzen, wenn eine Partei dominiere.

Der nächste Präsident der Vereinigten Staaten und seine Politik werde einige wichtige Marktsektoren beeinflussen. In diesem Jahr habe jeder Kandidat einen sehr unterschiedlichen Ansatz, wie er die Politik in den Bereichen Pharmazeutika, Infrastruktur, Verteidigung, Handel und Technologie umsetzen werde. Vor diesem Hintergrund würden die Ergebnisse der diesjährigen US-Wahlen stark von der Wahlbeteiligung und der demographischen Zusammensetzung der Wahlberechtigten abhängen. Wie man in der Vergangenheit gesehen habe, sei die allgemeine Wahlbeteiligung in Jahren der Wiederwahl tendenziell niedriger im Vergleich zu dem Zeitpunkt, an dem die Wähler einen neuen Präsidenten wählen würden. Letztendlich sei dies nur ein, wenn auch wichtiger, Faktor, der die Gesamtmärkte beeinflussen könne, die ihre Meinung am 4. November offenbaren würden. (16.09.2020/ac/a/m)






 
 
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