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USA: Vollbeschäftigung ohne Preisdruck




11.09.17 13:02
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Es läuft rund in der US-Wirtschaft, so die Analysten der Helaba.

Im Frühjahr habe das reale Bruttoinlandsprodukt mit einer Jahresrate von 3% zugelegt. Auch im dritten Quartal werde wohl eine ähnliche Dynamik erreicht. Stimmungsbarometer wie die ISM-Einkaufsmanagerindices würden sich auf sehr hohen Niveaus bewegen - in der Industrie sei der Index im August auf ein 6-Jahres-Hoch gestiegen. Damit zeige sich die gewerbliche Wirtschaft weitgehend unbeeindruckt von dem anhaltenden Chaos in Washington. Angesichts der gegen Ende September anstehenden Deadlines für die Verabschiedung eines Haushalts und die Anhebung der Schuldenobergrenze könnte sich dies allerdings ändern.

Am Arbeitsmarkt werde es zunehmend eng. Die Beschäftigung steige im Trend mit rund 160.000 pro Monat, deutlich mehr als für eine stabile Quote erforderlich sei. Es sei wohl nur eine Frage der Zeit, bevor sich der Stellenaufbau nicht nur vorübergehend, sondern nachhaltig abschwäche. Mit einer Arbeitslosenquote von zuletzt 4,4% sei die so genannte Vollbeschäftigung bereits erreicht. Von dieser guten Arbeitsmarktlage profitiere der private Konsum, auch wenn die Lohnentwicklung angesichts der hohen Auslastung etwas verhaltener sei als zu erwarten gewesen wäre. Die Ursachen würden kontrovers diskutiert. Vor dem Hintergrund des schwachen Produktivitätstrends und der gedämpften Teuerung seien wohl der Verteilungsspielraum kleiner und inflationsbedingte Forderungen nach Lohnsteigerungen weniger verbreitet als in früheren Zyklen.

In den kommenden Wochen würden die Konjunkturdaten teilweise von den Auswirkungen des Hurrikans Harvey verzerrt sein, was die unterliegende Entwicklung überlagern werde. So dürfte die Inflation zumindest kurzfristig wegen des kräftigen Benzinpreisanstiegs anziehen. Output und Beschäftigungszahlen würden temporär gedrückt. Auf mittlere Sicht sollte der landesweite Effekt gering sein - langfristig werde sich durch den Wiederaufbau wohl sogar eine per saldo positive Wirkung auf das Bruttoinlandsprodukt ergeben. Denn dieses Konzept spiegle die Zerstörung von Sachvermögen nicht wider und verbucht bei Naturkatastrophen auf der negativen Seite nur die ausgefallene Produktion.

Die Teuerung habe im Juli erneut unter den Erwartungen gelegen. Inzwischen habe sich der Ölpreis jedoch wieder etwas erholt. Die Analysten würden für den Gesamtindex der Verbraucherpreise unverändert mit einem Plus von je 2% im laufenden Jahr und 2018 rechnen. Dies dürfte ausreichen, um die Notenbank auf Kurs zu halten. Mit der Zinserhöhung im Juni - die dritte seit Dezember 2016 - liege das Zielband für den Leitzins bei 1% bis 1,25%. Die Analysten würden erwarten, dass die FED im September ihre Wiederanlagepolitik ändere - was ebenfalls den geldpolitischen Expansionsgrad reduzieren werde. Von einer wirklich restriktiven Politik sei die US-Notenbank noch meilenweit entfernt. Daher würden die Analysten weiterhin davon ausgehen, dass die FED den Zinserhöhungszyklus 2018 nach einer Pause wieder aufnehmen werde. (Ausgabe vom 07.09.2017) (11.09.2017/ac/a/m)






 
 
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