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USA: Solides Beschäftigungsplus im November, Arbeitslosenquote bei 3,7%




07.12.18 16:58
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Das US-amerikanische Bureau of Labor Statistics gab heute bekannt, dass die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft im November um 155.000 angestiegen ist, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Die Analysten hätten mit einem Anstieg von 188.000 gerechnet, der Konsens habe 198.000 erwartet. Für September und Oktober sei das zunächst gemeldete Plus in Summe um 12.000 nach unten revidiert worden. Die Arbeitslosenquote sei stabil bei 3,7% geblieben.

Marktreaktion: US-Staatsanleihen hätten nur kurz und leicht auf die Zahlen reagiert. Der Dollar habe anfängliche Verluste zum Euro rasch wieder aufholen können und notiere eine knappe Stunde nach Datenveröffentlichung unverändert bei EUR/USD 1,138.

Einschätzung: Wie von den Analysten erwartet sei der Beschäftigungszuwachs im November deutlich schwächer ausgefallen als im Oktober. Mit 155.000 liege der Zuwachs zwar am unteren Ende des in diesem Jahr in erster Veröffentlichung gemeldeten Beschäftigungsanstiegs, es handele sich aber nicht um einen auffällig niedrigen Wert. Das durchschnittliche monatliche Beschäftigungsplus für das laufende Jahr liege trotz des schwächeren Novemberwerts bei 206.000. Das sei spürbar mehr als im Jahresdurchschnitt 2017 (182.000) und 2016 (195.000).

Die Beschäftigungsdynamik bleibe also hoch. Das sei insofern überraschend, als dass sich die anekdotische Evidenz (Beige Book, ISM Index) mehre, derer zufolge Unternehmen in bestimmten Branchen oder Regionen nicht mehr ausreichend gut qualifizierte bzw. überhaupt noch Mitarbeiter finden würden. Da sich die Konjunktur in den nächsten drei bis sechs Monaten weiter sehr solide entwickeln dürfte, werde sich dieses Problem wohl noch verschärfen. Der US-Arbeitsmarkt laufe damit weiter heiß.

Wie von den Analysten erwartet sei die Zahl der Arbeitslosen im November zurückgegangen. Laut Haushaltsumfrage habe das Minus 100.000 betragen. Die Arbeitslosenquote sei ebenfalls wie von den Analysten prognostiziert auf zwei Nachkommastellen berechnet von 3,74% auf 3,67% gesunken. Damit sei das 49-Jahrestief vom September nochmals minimalst unterschritten worden. Das zu Jahresbeginn ausgerufene Jahresendziel der Analysten von 3,6% sei damit quasi erreicht.

Wie erwartet habe das Lohnwachstum im November unverändert bei 3,1% p.a. gelegen. Die Vorjahresrate sei im Jahresverlauf damit von 2,7% im Dezember 2017 um 0,4 Prozentpunkte gestiegen. In den nächsten beiden Monaten dürfte die Vorjahresrate der durchschnittlichen Stundenlöhne wegen ungünstiger Basiseffekte leicht zurückgehen. Im Februar und März dürfte sie dann aber Richtung 3,5% klettern.

Der Arbeitsmarktbericht für November sei ein durchschnittlich solider Arbeitsmarktbericht. Er biete keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass sich der Arbeitsmarkt bzw. die Konjunktur abschwächen würden.

Implikationen Geldpolitik: Die US-Notenbank dürfte den Arbeitsmarktbericht als weitere Bestätigung dafür ansehen, dass sich die Konjunktur gemäß ihrer Erwartungen entwickele, sprich die Wirtschaft dynamisch wachse und sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter verbessere. Der Druck auf die FED bleibe damit hoch, den Leitzins weiter anzuheben, insbesondere da sich das Lohnwachstum aller Voraussicht nach noch verstärken werde. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten einen weiteren Zinsschritt auf der Sitzung am 19. Dezember als sehr wahrscheinlich ansehen. (07.12.2018/ac/a/m)






 
 
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