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Der September als Test für die Märkte




16.09.20 11:18
Fürst Fugger Privatbank

Augsburg (www.aktiencheck.de) - Selbst im verrückten Corona-Börsenjahr 2020, das nach dem Einbruch im Frühjahr ohne Sommerloch an den Börsen ausgekommen ist, wird für Christoph Mertens, Mitglied des Managementgremiums des FFPB Dividenden Select der Fürst Fugger Privatbank, der September seinem Ruf gerecht: "Statistisch gilt der September als schlechtester Börsenmonat und pünktlich zum September haben an den Aktienmärkten Korrekturen eingesetzt."

Auch die Rotation von Wachstums- in Qualitätstitel sei für ihn nicht untypisch für den frühen Herbst.

Aber nicht nur der Rest des Monats werde für Mertens spannend: "Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, wie gut die Wirtschaft wirklich durch die "Corona-Zeit" gekommen ist und wie stabil der Aufschwung ist." Dabei seien die Frühindikatoren nicht eindeutig - nicht zuletzt aufgrund der unterschiedlichen Stadien der Pandemie in den einzelnen Regionen.

Doch auch 2020 gebe es mehr als Covid-19, was sich auf die Märkte auswirken könne. Christoph Mertens nenne hier etwa die Geld- und Fiskalpolitik: "Die Geldflut an allen Fronten und der zumindest mittelfristige Niedrigzins werden die Börsen begleiten und auch beeinflussen."

Noch mehr als sonst werfe allerdings die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten ihren Schatten voraus. "Der Wahlausgang in den USA ist alles andere als sicher", so Mertens "und die Szenarien für die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen der nächsten Legislaturperiode könnten kaum unterschiedlicher sein." An Schauplätzen mit teils enormem Zündstoff mangle es in den USA nicht und die Kapitalmärkte bleiben davon nicht unberührt, meine Christoph Mertens: "Für die Börsen wird es eine hohe Relevanz haben, wer in den kommenden Jahren im Weißen Haus regiert. Bereits Prognosen für den Wahlausgang können die Kurse beeinflussen."

Die aktuellen Unsicherheiten im Hinblick auf die verschiedenen Themen würden für Volatilität sorgen, die saisonale Komponente verstärke diesen Trend zusätzlich.

"Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, den langfristigen Horizont der Kapitalanlage immer im Blick zu behalten", rate Christoph Mertens. Über die vergangenen Jahrzehnte sei eine langfristige und breit diversifizierte Strategie stets eine der erfolgreichsten Optionen gewesen. "Kurzfristige, auch deutlichere Schwankungen können bei aussichtsreichen Titeln als Einstiegsgelegenheit genutzt werden", so Mertens. Gestützt durch dauerhaft niedrige Zinsen dürfte dies auch künftig ein Erfolgsmodell bleiben. (16.09.2020/ac/a/m)






 
 
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