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Schweizer Kredite: nicht nur in der Schweiz zu bekommen




15.09.17 16:00
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Kredite aus der Schweiz und Schweizer Kredite sind nicht unbedingt das Gleiche. Es gibt auch Schweizer Kredite, die von Finanzdienstleistern außerhalb der Schweiz vergeben werden. Für deutsche Darlehensnehmer ist eher der Umstand interessant, dass es sich bei diesen Darlehen um Kredite ohne Schufa-Eintrag handelt. Wir nehmen uns in diesem Artikel der Vor- und Nachteile der Schweizer Kredite an.

Sparschwein auf Schweizer FlaggeEin Schweizer Kredit muss nicht unbedingt aus der Schweiz stammen, hat dort aber seinen Ursprung. Quelle: Pincasso - 352822415 / Shutterstock.com

Was ist ein Schweizer Kredit?


Die Bezeichnung Schweizer Kredit rührt daher, weil Schweizer Banken in der Vergangenheit auch zahlreichen nicht in der Schweiz lebenden Personen ein Darlehen verschafft haben. Heutzutage wird der Ausdruck vermehrt als marketingstrategischer Begriff benutzt, wodurch ein gewisses Vertrauen geweckt werden soll. Die Schweiz wird nicht nur mit Neutralität, sondern auch mit Seriosität in Verbindung gebracht, so dass Verbraucher mit dem Begriff Schweizer Kredit erstmal Positives verbinden.

Grundsätzlich sind mit Schweizer Krediten jedoch Kredite gemeint, bei denen kein SCHUFA-Eintrag vorgenommen wird. Meistens kommen die Finanzdienstleister, die derlei Darlehen anbieten, von außerhalb der EU, demnach also auch aus der Schweiz.

Wer in Deutschland Probleme hat, einen Kredit bewilligt zu bekommen, kann eventuell mit einem Schweizer Kredit finanzielle Probleme lösen. Aber nur, weil die SCHUFA beim Schweizer Kredit keine Rolle spielt, heißt das nicht, dass man nicht bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss, damit man an derlei Darlehen gelangt. Folgende Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein:

  • Mindestalter: 18 Jahre
  • Bei vielen Anbietern gibt es ein Höchstalter (60+)
  • Festes, regelmäßiges Einkommen
  • Das Arbeitsverhältnis muss, je nach Anbieter, mindestens 6-12 Monate bestehen
  • Freiberufler und Selbstständige müssen meist einen Bürgen angeben
  • Fester Wohnsitz in Deutschland


Nachweise müssen erbracht werden


Für den Antrag des Schweizer Kredites müssen jene Angaben gemacht und - das ist ebenso wichtig - wie bei jedem anderen Kreditantrag auch bestätigt werden. Die Sicherheit für den Gläubiger wird über das feste Einkommen des Schuldners gewährleistet, so dass hier häufig ein Mindesteinkommen verlangt wird. Das Einkommen kann je nach Anbieter und Familienstand des Kreditinteressenten variieren, liegt aber meist bei etwas mehr als 1.000 Euro.

Verheiratete, Eltern oder auch Geschiedene, die Unterhaltszahlungen leisten, müssen damit rechnen, dass ihr Mindesteinkommen darüberliegen muss. Die Bedingungen für die Darlehensvergabe ohne SCHUFA sind also nicht unbedingt locker, weil sich die Finanzdienstleister natürlich gegen Kreditausfälle absichern und die Rückzahlung der Raten sicherstellen müssen.

Die Kontaktaufnahme mit den entsprechenden Auslandsbanken findet über einen Kreditvermittler statt. Diese Kreditvermittler sind in der heutigen Zeit einfach und schnell über das Internet zu finden. Durch das einfache Ausfüllen eines Online-Formulars kann man die Vermittlung in die Wege leiten. Hier muss man bereits Angaben zu den persönlichen Daten und dem Arbeitsverhältnis machen.

Der Vermittler nimmt in der Regel nach Rücksprache mit dem Interessenten Kontakt mit einer Partnerbank im Ausland auf. Gute Vermittler erreichen innerhalb weniger Tage ein Ergebnis und schicken einen Kreditvertrag an den Interessenten heraus. Dafür muss die zuständige Bank natürlich im Vorfeld die persönlichen Angaben und Einkommensverhältnisse prüfen.

Dies ist für die Bank der notwendige Bonitätscheck, auch wenn keine SCHUFA-Anfrage darin enthalten ist. Finanzdienstleister, zumindest keine seriösen, vergeben keine Darlehen, ohne vorher die Angaben und die Zahlungsfähigkeit des Kunden geprüft zu haben. Dafür muss man mindestens folgende Nachweise erbringen:

  • Personalausweis oder Reisepass zur Feststellung der Identität
  • Kontoauszüge
  • Womöglich Gehaltsabrechnungen

Kopien dieser wichtigen Dokumente sollte man im Vorfeld bereithalten, um die Abwicklung zu beschleunigen. Ohnehin kann es bei einem Schweizer Kredit bis zur Auszahlung länger dauern als bei einem Darlehen bei einem hiesigen Anbieter. Das liegt nicht nur daran, dass der Darlehensgeber im Ausland liegt, sondern dass die Prüfung der Bonität ohne SCHUFA-Abfrage in der Regel länger dauert.

Für wen eignet sich ein Schweizer Kredit?


Wer Schwierigkeiten bei der Aufnahme eines Darlehens in Deutschland aufgrund von negativen SCHUFA-Einträgen hat, kann mit einem Schweizer Kredit die SCHUFA-Abfrage umgehen. Einer Bonitätsprüfung muss man sich wie oben beschrieben natürlich dennoch unterziehen.

Dennoch sollte man sich die Aufnahme eines Schweizer Kredits genau überlegen. Die Zinsen sind in der Regel höher als bei einem regulären Kredit, da die Finanzdienstleister ein höheres Risiko eingehen und sich das Ausfallrisiko entsprechend vergüten lassen. Auch wenn man die nötige Bonität aufweist, ist ein negativer SCHUFA-Score ein Indiz, dass die Rückzahlung unter Umständen ins Stocken gerät.

Die Kosten sind höher als bei einem regulären Kredit


Der effektive Jahreszins kann sich so schnell in den zweistelligen Bereich begeben. Eine vorzeitige Rückzahlung vor dem Laufzeitende oder Sondertilgungen schlagen mit weiteren Gebühren wie bei einem normalen Ratenkredit zu Buche. Um den Zinssatz zu verbessern, eignen sich auch bei einem Schweizer Kredit Sicherheiten. Kann man Lebensversicherungen, Immobilien, ein Kraftfahrzeug oder Ähnliches einbringen, ermöglicht dies geringere Zinsen.

Personen, die einen Schweizer Kredit in Anspruch nehmen, sind häufig bereits in finanziellen Schwierigkeiten und werden von einigen kriminellen Anbietern als Opfer gesehen. Diese Anbieter nutzen die Not der Interessenten aus und versuchen hieraus Kapital zu schlagen. Falls folgende Punkte zutreffen, sollte man hellhörig werden:

  • Der Kreditantrag ist nicht kostenlos (Bearbeitungsgebühren o. Ä. werden verlangt)
  • Neben dem Kreditvertrag müssen weitere verpflichtende Verträge eingegangen werden (häufig Versicherungen o. Ä.)
  • Die Vertragsunterlagen werden per Nachnahme versendet
  • Es werden keine Sicherheiten verlangt (Gehaltsabrechnungen etc.)

Wenn es um die Kreditaufnahme geht, sollte man also vorsichtig sein. Nicht nur im Fall von Schweizer Krediten ist es wichtig, die Vertragsunterlagen genau zu prüfen und sich im Zweifelsfall kompetente Hilfe zu suchen. Dennoch hat man mit einem solchen Kredit ohne SCHUFA den Vorteil, dass keine Anfrage und auch kein Eintrag in die SCHUFA vorgenommen werden.

Das kann sich vor allem in der Zukunft bei einer weiteren Kreditaufnahme positiv auswirken. Die Hausbank hat keine Kenntnis von dem Darlehen und auch bei der SCHUFA lassen sich keine Daten dazu finden, so dass der nächste Kredit in Deutschland eventuell mit besseren Konditionen abgeschlossen werden kann. Das kann sich besonders bei einem hohen Immobilienkredit bemerkbar machen. (15.09.2017/ac/a/m)








 
 
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