Erweiterte Funktionen


Schmale Führung am US-Aktienmarkt - Fehler aus der Vergangenheit nicht wiederholen




20.06.17 10:35
NN Investment Partners

Den Haag (www.aktiencheck.de) - Ja, US-Aktien haben in den vergangenen Monaten regelmäßig neue Allzeithochs erreicht. Aber das ist nicht das vollständige Bild, so Carl Ghielen, Senior Client Portfolio Manager für High-Dividend-Strategien bei NN Investment Partners.

Die zehn Titel, die sich im S&P 500 Index seit Jahresbeginn am besten entwickelt hätten, seien für rund 50 Prozent der Wertentwicklung des Indexes verantwortlich, also für fast 4,5 Prozent. Es handle sich also um eine sehr kleine Gruppe von sehr gut laufenden Titeln - zumeist aus dem IT-Sektor oder verwandten Branchen. Die aktuelle Situation, in der Anleger in diese Aktien stark von der einen Annahme geleitet würden, dass die Zinsen weiter niedrig bleiben würden, erinnere an vergangene Zeiten, in denen Aktienanlagen, die im Wesentlichen auf einer bestimmten Annahme beruht hätten, tränenreich geendet seien. Nämlich dann, als politische Fehler und externe Schocks die Märkte aufgewühlt hätten, inklusive Spitzentitel.

Diese schmale Führung resultiere aktuell in einem rekordverdächtigen Stilwechsel: Der MSCI US Growth-Index liege dieses Jahr um 12 Prozent vor dem Value-Index. Somit habe Value seine seit Januar 2016 erzielte relative Mehrrendite gegenüber Growth wieder fast komplett abgegeben. Schwächere Wirtschaftsdaten in den USA, anhaltende Sorgen über die Nachhaltigkeit des Wachstums und verblassende Versprechen von US-Präsident Trump hätten diese Situation der Kombination von niedriger Volatilität und Technologierally ausgelöst.

Müssten sich Aktienanleger nun Sorgen machen? Nein, aber es sei Zeit, dass Anleger längerfristig wieder mehr auf die Fundamentaldaten achten sollten. Je mehr kurzfristige Begründungen für die Entwicklung des Aktienmarkts verantwortlich seien, desto schmaler die Führung, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass ein unvorhergesehenes Marktereignis die Aufmerksamkeit der Anleger auf die Fundamentaldaten zurücklenken werde.

Das sollte den High Dividend Fonds von NN Investment Partners zugutekommen. Seit Ende vergangenen Jahres hätten die Experten Finanzwerte in den Fonds schrittweise reduziert, auch wenn wir immer noch übergewichtet seien. Auch den IT-Sektor hätten sie im Portfolio reduziert, da sich IT bereits sehr gut entwickelt habe. Aufgestockt hätten sie hingegen ausgewählte Titel aus den Bereichen Basiskonsumgüter und Versorger, aber auch ihre Cash-Position.

Aufgrund des Wiederauflebens der Reflation seien die europäischen Aktienmärkte vergangenes Jahr von global ausgerichteten zyklischen Sektoren angetrieben worden. Für die Experten seien diese Titel die Sieger der ersten Reflationswelle. Die Sieger der nächsten Welle dürften eher auf den Binnenmarkt ausgerichtete Sektoren sein, die von der heimischen Konjunkturerholung profitieren würden. Innerhalb dieses Segments würden die Experten die Balance zwischen zyklischen und defensiven Werten halten. Unter den zyklischen Branchen würden sie Banken, Versicherungen, Bau und Transport interessant finden. Bei den defensiveren Sektoren würden sie Telekommunikation, Versorger und Immobilien favorisieren.

Auch wenn die Sorgen über das Risiko einer harten Landung Chinas abgeebbt seien, würden Anleger weiter die Auswirkungen der strafferen Geldpolitik und des Schuldenabbaus im Reich der Mitte fürchten. Die Experten seien optimistischer und würden davon ausgehen, dass ein kontrollierter Schuldenabbau zusammen mit dem weiteren Reformprogramm Aktien aus China und den Schwellenländern zugutekommen könne: Die Risiken für den längerfristigen Ausblick würden abnehmen, wenn auch auf Kosten kurzfristiger Kurschancen.

Man dürfe nicht vergessen, dass die Chinesen ihre Geldpolitik aus einer starken Position heraus straffen würden. Die Industrie sei in einem guten Zustand, und die Umstellung auf eine konsum- und dienstleistungsorientierte Wirtschaft gehe rasch voran. Es deute bisher einiges darauf hin, dass die traditionellen geldpolitischen und fiskalischen Hebel gut funktionieren würden. Ein Beispiel sei der Immobilienmarkt, der sich nach Einführung diverser Abkühlungsmaßnahmen abschwäche, aber nicht zusammenbreche. (20.06.2017/ac/a/m)






 
 
Aktien des Tages
  


Mit der Anmeldung für den Newsletter "Aktien des Tages" stimme ich dem gleichzeitigen Erhalt des "GeVestor täglich" unseres Partners GeVestor zu.


Mit der Anmeldung für den Newsletter "Aktien des Tages" stimme ich dem gleichzeitigen Erhalt des "Investors Daily" unseres Partners FID Verlag zu.



Aktien des Tages
  


Mit der Anmeldung für den Newsletter "Aktien des Tages" stimme ich dem gleichzeitigen Erhalt des "GeVestor täglich" unseres Partners GeVestor zu.


Mit der Anmeldung für den Newsletter "Aktien des Tages" stimme ich dem gleichzeitigen Erhalt des "Investors Daily" unseres Partners FID Verlag zu.

RSS Feeds




Bitte warten...