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Runter wie Öl




07.12.18 13:45
BNP Paribas

Paris (www.aktiencheck.de) - Es geht nicht mehr um die Frage, ob die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) den Ölhahn zudreht - darüber herrschte unter den 15 OPEC-Mitgliedern bereits im Vorfeld des 175. OPEC-Treffens in Wien am 6. Dezember weitgehend Einigkeit, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Beschlossen habe werden müssen lediglich, wie kräftig die Drosselung der Fördermenge ab dem kommenden Jahr ausfallen solle - und in diesem Punkt bestehe offenbar alles andere als Einigkeit. Zu Redaktionsschluss am Freitagmorgen habe es dazu von der OPEC noch keine konkreten Angaben gegeben.

Unter Druck

Fakt sei aber: Der Markt sei überversorgt und der Ölpreis der Sorte Brent befinde sich seit Wochen im freien Fall. Seit Oktober habe der Kurs rund 30 Prozent eingebüßt. Neben dem Überangebot belaste auch der nicht enden wollende Handelskonflikt zwischen China und den USA, der trotz des jüngst vereinbarten 90-tägigen Burgfriedens nicht an Brisanz verloren habe. Die größte Sorge der Anleger sei dabei, dass die Wirtschaft der beiden Staaten aufgrund der erhobenen Zölle an Fahrt verliere, und damit einhergehend auch die Ölnachfrage. Auch der Dollar, der im Vergleich zu zahlreichen anderen Währungen seit Monaten aufwerte, belaste den Kurs. Schließlich werde Öl weltweit fast ausschließlich in Dollar gehandelt. Dass die USA ihre Ölproduktion sukzessive nach oben schrauben und Expertenschätzungen zufolge 2019 erstmals 12 Millionen Barrel pro Tag fördern könnten, beflügele den Preis ebenfalls nicht. Ob die wie auch immer ausfallende OPEC-Kürzung daher ausreichen werde, um den Preis nachhaltig zu stabilisieren, bleibe abzuwarten. (07.12.2018/ac/a/m)





 
 
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