Ringmetall-Aktie: Ringmetall ist nicht zu stoppen - Aktienanalysen




14.09.17 11:42
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - Ringmetall-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Ringmetall AG (ISIN: DE0006001902, WKN: 600190, Ticker-Symbol: HP3) unter die Lupe.

Beim Spezialanbieter für die Verpackungsindustrie laufe es. Die Experten hätten die Aktie von Ringmetall Ende Februar bei Kursen um 3.10 Euro zum Kauf empfohlen. Aktuell würden die Anteilsscheine mit Kursen von über 4,10 Euro knapp auf einem neuen Rekordhoch handeln. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 habe das Unternehmen ein Umsatzplus von fast 10% auf rund 53 Mio. Euro erzielt. Das Wachstum sei vor allem auf erhöhte Stahlpreise zurückzuführen, welche sich margenseitig negativ auswirken würden.

Im ersten Halbjahr 2017 habe das EBITDA 7,1 Mio. Euro nach 7 Mio. Euro im Vorjahr betragen. Ergebnisbelastend habe sich nicht nur der steigende Stahlpreis ausgewirkt, sondern auch diverse Währungseffekte aus US-Dollar und Türkischer Lira. "Wir sind mit der Entwicklung im ersten Halbjahr 2017 zufrieden. Operativ ist die Entwicklung in USA auf Basis lokaler Währung und in Deutschland sehr stark. Vor allem Deutschland macht uns sehr viel Freude. In vereinzelten Ländern, vor allem Türkei, könnte es natürlich besser laufen. Obwohl unser Geschäft in der Türkei auf den Umsatz bezogen gering ist, hat es einen negativen Ergebniseffekt. In der Summe sind wir aber auf einem guten Wege, unsere Ziele für das Jahr 2017 zu erreichen." Das habe Ringmetall-Vorstandssprecher Christoph Petri den Experten im Hintergrundgespräch gesagt.

Für das Jahr 2017 erwarte Petri einen Umsatz zwischen 98 und 103 Mio. Euro. Die Umsatzvorgabe werde Ringmetall locker erfüllen. Einerseits wegen des positiven Effekts aus dem Stahlpreis, der den Umsatz etwas aufblähe. Andererseits aber auch wegen einer Übernahme. Ringmetall habe sich jüngst die Latza GmbH einverleibt. Die Erstkonsolidierung sei zum 1. August 2017 erfolgt. Petri rechne mit einem jährlichen Umsatzbeitrag aus Latza von 4 bis 5 Mio. Euro bei zweistelligen EBITDA-Margen. In der Summe aus erhöhtem Stahlpreis, moderatem organischem Wachstum und zusätzlichen Umsätzen aus der Konsolidierung von Latze, dürfte Ringmetall im Jahr 2017 einen Umsatz von ca. 100 Mio. Euro ausweisen. Beim EBITDA halte Petri zudem an der bisherigen Prognose fest. Er erwarte ein EBITDA zwischen 11,5 und 13 Mio. Euro. "Auch wenn sich unser Geschäft wegen Währungsthemen und vereinzelten Marktschwächen in kleineren Ländern ambitionierter entwickelt, sollten wir unser Ertragsziel im Jahr 2017 gut erreichen können", so Petri.

2016 habe die Gesellschaft ein EBITDA von 11,4 Mio. Euro, ein EBIT von 6,4 Mio. Euro sowie einen Nettogewinn abzüglich Minderheiten von 2,3 Mio. Euro erzielt. Das Delta zwischen EBITDA und Überschuss sei üppig. Unverändert würden die Abschreibungen mit 5 bis 6 Mio. Euro bleiben. Darin enthalten seien ca. 2,8 Mio. Euro für Kaufpreisallokationen. Unterstelle man für 2017 ein EBITDA von 12 Mio. Euro, könnte sich das EBIT auf ca. 7 Mio. Euro belaufen. Finanzergebnis und Steuerbelastung seien 2016 relativ hoch gewesen und sollten in diesem Jahr etwas weniger belasten. In der Summe könnte Ringmetall 2017 zwischen 4 und 5 Mio. Euro verdienen.

Wichtiger als das Nettoergebnis sei dem CEO aber der Free Cashflow. "Wir sind sehr stark beim Free Cashflow und wollen diesen weiter ausbauen." Nach über 6 Mio. Euro sollte sich der Free Cashflow, bereinigt um Ausgaben für Übernahmen, auf über 7 Mio. Euro steigern. Über eine kleinere Übernahme habe sich Ringmetall jüngst auch in China verstärkt. Das Unternehmen habe einen kleineren Spannringproduzenten im Rahmen eines Asset Deals gekauft. "Unser Geschäft in China ist insgesamt noch sehr klein. Wir wollen uns in China strategisch frühzeitig positionieren, um schon einen Fuß in der Tür zu haben, wenn es losgeht." Ringmetall wolle mittelfristig den Umsatz auf 200 Mio. Euro verdoppeln und die EBITDA-Marge auf 15% steigern. Um das Umsatzziel zu erreichen, müsse Petri weiter Firmen zukaufen. Organisch wachse die Gesellschaft analog zur Chemiebranche, die derzeit Wachstumsraten zwischen 2 und 5% ausweise.

"Wir verfolgen weiter unser großes Ziel, welches wir in den nächsten Jahren erreichen wollen." Grundsätzlich schaue sich das Management aktiv nach weiteren Übernahmen um. Die Finanzierung erfolge in erster Linie über den Free Cashflow und Fremdkapital. Ab einer gewissen Größe könnte auch eine Kapitalerhöhung eine Option sein. "Wir planen aktiv keine Kapitalerhöhung. Auch nicht für den Zweck, dass wir das Geld im Haus haben und uns dann nach einer Übernahme umschauen. Wir würden das im Zusammenhang mit einem größeren Zukauf sehen." Besonders erfreulich sei, dass Petri, der mit seinem Vorstandkollegen Konstantin Winterstein, mehr als 50% von Ringmetall kontrolliere, bei einer Kapitalerhöhung, die nur mit Bezugsrecht platziert werde, selbst mitziehen wolle. "Wir wollen uns nicht verwässern lassen. Bei einer Kapitalerhöhung ziehen wir mit", so Petri. Von daher seien auch Verkäufe der beiden Vorstände aus eigenem Aktienbestand derzeit ausgeschlossen. "Wir sind langfristig orientiert und wollen das Unternehmen weiter nach vorne entwickeln."

Ringmetall gefalle den Experten weiterhin gut. Auch die Ansichten des Managements zur eigenen Aktie und dem langfristigen Engagement sowie die Bereitschaft bei einer Kapitalerhöhung mitzumachen, würden sehr überzeugen. Ringmetall habe nunmehr die Börsenschwelle einer Kapitalisierung von 100 Mio. Euro erreicht. Das locke größere Investoren an. Mit der Fantasie 200 Mio. Euro Umsatz und 30 Mio. Euro EBITDA sei die Aktie längerfristig nicht zu teuer.

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" raten bei der Ringmetall-Aktie investiert zu bleiben. (Analyse vom 14.09.2017)

Börsenplätze Ringmetall-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Ringmetall-Aktie:
3,914 EUR -0,63% (14.09.2017, 08:21)

ISIN Ringmetall-Aktie:
DE0006001902

WKN Ringmetall-Aktie:
600190

Ticker-Symbol Ringmetall-Aktie:
HP3

Kurzprofil Ringmetall AG:

Ringmetall (ISIN: DE0006001902, WKN: 600190, Ticker-Symbol: HP3) ist ein weltweit führender Spezialanbieter in der Verpackungsindustrie. In den Geschäftsbereichen Industrial Packaging ("Industrieverpackungen") und Industrial Handling ("Industriehandling") entwickelt, produziert und vermarktet das Unternehmen Produktlösungen für Anwendungen in der chemischen, petrochemischen und pharmazeutischen Industrie, der Lebensmittelindustrie sowie der Logistikbranche. (14.09.2017/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
3,84 € 3,825 € 0,015 € +0,39% 21.11./13:17
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0006001902 600190 4,55 € 2,73 €
Metadaten
Ratingstufe:halten
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
3,85 € +1,93%  12:54
Düsseldorf 3,716 € +1,56%  08:06
Hamburg 3,716 € +1,56%  08:09
Xetra 3,84 € +0,39%  12:54
Stuttgart 3,847 € -0,03%  13:30
Berlin 3,855 € -0,39%  13:27
Frankfurt 3,813 € -1,47%  10:57
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