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Positive Konjunkturaussichten eröffnen Chancen für Anleger




13.01.21 15:08
Bankhaus Carl Spängler & Co

Salzburg (www.aktiencheck.de) - Nach einem turbulenten Jahr 2020, in dem auch die globalen Kapitalmärkte maßgeblich von der Corona-Pandemie geprägt waren, können Anleger heuer durchaus mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft schauen, so die Experten des Bankhaus Spängler.

Sie würden in ihrem aktuellen Ausblick jedenfalls mit einer weiteren Normalisierung der Wirtschaft rechnen. Am Aktienmarkt - der sich nach dem Absturz im letzten Frühjahr überraschend schnell erholt habe - würden sich die Gewinnentwicklungen der Unternehmen als bestimmender Faktor für den weiteren Verlauf zeigen. "Der Trend ist grundsätzlich intakt", meine dazu Vorstandsmitglied Nils Kottke. Allerdings mahne der aktuell überwiegende Optimismus der Marktteilnehmer auch zur Vorsicht.

"Nach den starken Einbrüchen im Frühjahr des letzten Jahres befinden sich insbesondere europäischen Aktien wieder im oberen Bewertungsbereich", erkläre Markus Dürnberger, Leiter Asset Management im Bankhaus Spängler. "Auch die Kurse am US-Aktienmarkt sind mittelfristig aus der oberen Bandbreite ausgebrochen, Grund dafür ist die hohe Gewichtung der stark wachsenden Technologie-Unternehmen. Auch Asien wird von den Marktteilnehmern gut bewertet, unter anderem lässt der Handelspakt zwischen China und 14 Asien-Pazifik-Staaten auf ein konjunkturelles Hoch hoffen. Generell muss auf den Aktienmärkten bei einer Bewertungssituation, wie wir sie derzeit erleben, aber auch mit einer möglichen Konsolidierung gerechnet werden."

Stehe nun also eine breite konjunkturelle Erholung vor der Tür?

"Generell hängt die Erholung weltweit stark von der Bewältigung der Herausforderungen bei der Impfstoffverteilung und der Impfbereitschaft der Menschen ab", betone Kottke. Für das kommende Jahr sei jedoch mit einer weiteren Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivität zu rechnen. Das Konsumentenvertrauen in der Eurozone sei jedenfalls nach wie vor noch nicht hergestellt. Auch in den USA würden sich hier noch deutliche Spuren zeigen, in China liege dieser Index jedoch schon wieder auf Vorkrisenniveau.

"Beim Vergleich der ebenso wichtigen Einkaufsmanagerindizes zeigt sich, dass sich das verarbeitende Gewerbe bereits wieder auf einem Expansionspfad befindet. Hingegen hat vor allem der Dienstleistungssektor in Europa - nach den massiven Lockdowns der letzten Wochen wenig überraschend - noch großes Aufholpotenzial", so Asset Manager Dürnberger. In den USA lägen die Hoffnungen auf dem großzügigen Konjunkturpaket, welches der künftige Präsident Joe Biden noch vor seiner Amtseinführung präsentieren wolle.

Führe die expansive Geldpolitik zu mehr Inflation?

Eine Erhöhung der Zinsen durch die Notenbanken sei mittelfristig nicht in Sicht. Die Geldpolitik werde ihren expansiven Kurs fortsetzen. Die niedrigen Zinsen und Anleihekaufprogramme würden auch im kommenden Jahr weitergeführt, darüber seien sich alle Experten einig. Gleichzeitig komme der Fiskalpolitik eine noch größere Bedeutung zu.

Obwohl derzeit bereits sehr viel Geld im Umlauf sei, würden die Experten des Bankhaus Spängler keine allzu große Gefahr für mehr Inflation orten. "Wir sehen zwar einen Anstieg bei Vermögenswerten wie Immobilien, Rohstoffen oder jüngst bei der Alternativwährung Bitcoin. Auch die in den Märkten eingepreisten Erwartungen zeigen leicht nach oben, beispielsweise bei Gold. Die öffentlichen Inflationszahlen signalisieren jedoch noch keine akute Gefahr", sage Dürnberger. (13.01.2021/ac/a/m)






 
 
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