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GFT Technologies-Aktie: GFT will 2018 Umsatz und Gewinn steigern - Aktienanalyse




10.08.17 09:41
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - GFT Technologies-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" nehmen die Aktie des des IT-Dienstleisters für die Finanzbranche GFT Technologies AG (ISIN: DE0005800601, WKN: 580060, Ticker-Symbol: GFT) unter die Lupe.

Gewinnwarnungen seien grundsätzlich zunächst enttäuschend. Jüngst habe GFT Technologies eine Umsatz- und Gewinnwarnung präsentiert. Es lohne sich aber bei der Firma genauer hinzusehen. Die Schwaben hätten ihre Prognose für 2017 aufgrund rückläufiger Umsätze mit zwei Großkunden im Investmentbanking gesenkt. Die eigenen Sparprogramme dieser beiden Kunden in UK und USA würden bei GFT zu dieser Anpassung der Prognose führen. Anstatt eines Umsatzes von 450 Mio. Euro erwarte die Firma nunmehr einen Umsatz von 425 Mio. Euro. Das EBITDA solle sich auf 42 Mio. Euro belaufen statt auf 48.5 Mio. Euro. Bei den beiden Kunden handle es sich um Barclays und Deutsche Bank.

Speziell bei der Deutschen Bank habe GFT schon seit einiger Zeit immer ein gewisses Risiko gehabt. Mit den "Blauen" würden die Stuttgarter mehr als 30% der gesamten Umsätze machen. Als im Jahr 2016 darüber spekuliert worden sei, dass es bei der Deutschen Bank zu verschärften Sparmaßnahmen kommen könnte, sei das für GFT entscheidende IT-Segment noch nicht betroffen gewesen. Das habe sich nun kurzfristig geändert, indem diese Bank im Investmentbanking Sparmaßnahmen eingeführt habe. Für das Jahr 2017 erwarte GFT für diese beiden Kunden insgesamt 37 Mio. Euro weniger Umsatz als geplant. Wie CFO Jochen Ruetz den Experten im Hintergrundgespräch mitgeteilt habe, entwickle sich das Geschäft mit allen anderen Kunden positiv. "Unser Geschäft entwickelt sich grundsätzlich positiv. Wir wachsen mit allen anderen Kunden. Den Umsatzrückgang mit den beiden Großkunden können wir allerdings nicht komplett kompensieren."

Das Geschäftsmodell von GFT sei weiterhin voll intakt und frei von strukturellen Problemen. Ruetz rechne vor: Im Bereich Investmentbanking werde sich der Umsatz in diesem Jahr gegenüber 2016 um ca. 12% reduzieren. Mit den beiden TOP-Kunden sei der Umsatz versus 2016 um 20% rückläufig. "Mit allen anderen Kunden aus dem Investmentbanking wachsen wir in diesem Jahr um 17%", so der CFO. Der Bereich Retail Banking sei von der Prognoseanpassung überhaupt nicht betroffen, sondern entwickle sich sogar etwas besser als erwartet. "Wir sehen aufgrund der Digitalisierung eine sehr starke Nachfrage für dieses Segment. Das wird sich weiter fortsetzen." Im Bereich Retail Banking wolle GFT 2017 um 13% wachsen. Mit Barclays und Deutsche Bank um 17% und den restlichen Kunden um 11%. Das beweise: Bei GFT entwickle sich das Geschäft prinzipiell ordentlich. Lediglich das Klumpenrisiko Deutsche Bank im Investment Banking habe sich nunmehr negativ bemerkbar in der Bilanz von GFT gemacht.

Parallel zur Umsatzanpassung hätten die reduzierten Umsätze auch negative Effekte auf den operativen Gewinn gehabt. Zudem würden höhere Sozialausgaben in Brasilien, die dort kurzfristig per Dekret eingeführt worden seien, das Ergebnis und einmalige Sondereffekte aus Restrukturierungsmaßnahmen und aus Währungsschwankungen belasten. In der Summe würden sich diese Effekte auf 6,5 Mio. Euro belaufen, die zur Anpassung beim EBITDA geführt hätten. Das Ergebnis vor Steuern werde sich 2017 auf 26 Mio. Euro belaufen. Den Free Cashflow würden die Experten 2017 bei mindestens 20 Mio. Euro erwarten. Für das Jahr 2016 habe GFT eine Dividende von 30 Cent je Aktie ausgeschüttet. Die Experten würden der Gesellschaft empfehlen, obwohl der Gewinn 2017 etwas unterhalb des Profits aus 2016 liegen werde, wenigstens stabil zu halten.

Für das Jahr 2018 erwarte der CFO grundsätzlich einen Zuwachs bei Umsatz und EBITDA. Zur Höhe habe sich Ruetz noch nicht äußern wollen. Das Umsatzvolumen der beiden Großkunden werde voraussichtlich erst ab dem Jahr 2019 wieder anziehen. "Wir sehen bei Barclays bereits den Boden erreicht." Ob das EBITDA schon das eigentliche Zielvolumen von 48.5 Mio. Euro aus diesem Jahr im nächsten Turnus erreichen werde, sei derzeit noch offen. Das liege in erster Linie daran, dass sich vermutlich die höheren Sozialabgaben in Brasilien in 2018 auf ca. 3 Mio. Euro belaufen würden. An der Stelle sei grundsätzlich das letzte Wort noch nicht gesprochen, ob diese höheren Sozialabgaben tatsächlich ausbezahlt werden müssten. Die negative Reaktion des Kapitalmarktes auf die Prognoseanpassung sei verständlich. Vom kurzen Rutsch unter die Marke von 15 Euro habe sich die Aktie schon wieder gut erholt. Wer auf dem Tief noch verkauft habe, der habe sich mit der Prognoseanpassung nicht richtig auseinandergesetzt. Jetzt scheine sich die Aktie bereits wieder bei Kursen von 16 Euro zu stabilisieren.

Die Experten würden davon ausgehen, dass Firmengründer und Großaktionär Ulrich Dietz zeitnah erneut Aktien des eigenen Unternehmens kaufen werde. Derzeit dürfe er das nicht. Organe dürften vier Wochen vor der Veröffentlichung, in diesem Fall der Halbjahresbericht, keine eigenen Aktien kaufen oder verkaufen. Zudem könnten auch Käufe von Ruetz selbst oder CEO Marika Lulay erfolgen. Ob Ruetz selbst kaufen werde, habe er offen gelassen, da er dies aus aktienrechtlichen Gründen ebenfalls nicht vorab ankündigen dürfe.

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" sehen die GFT Technologies-Aktie unverändert positiv. Kurse im Bereich von 16 Euro können mittelfristig für Käufe genutzt werden. (Analyse vom 10.08.2017)

Börsenplätze GFT Technologies-Aktie:

XETRA-Aktienkurs GFT Technologies-Aktie:
16,325 EUR -0,27% (10.08.2017, 09:26)

Tradegate-Aktienkurs GFT Technologies-Aktie:
16,201 EUR -1,63% (10.08.2017, 09:28)

ISIN GFT Technologies-Aktie:
DE0005800601

WKN GFT Technologies-Aktie:
580060

Ticker-Symbol GFT Technologies-Aktie:
GFT

Kurzprofil GFT Technologies AG:

Die GFT Group (ISIN: DE0005800601, WKN: 580060, Ticker-Symbol: GFT) ist ein globaler Technologiepartner für die digitale Transformation im Finanzsektor. Zu den Kunden zählen international führende Finanzinstitute, die GFT bei der Lösung von komplexen Herausforderungen ihrer Branche mit IT- und Beratungskompetenz unterstützt. Dazu zählen insbesondere Lösungen für die Umsetzung regulatorischer Vorgaben und die Digitalisierung von Geschäftsprozessen. (10.08.2017/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
11,945 € 12,23 € -0,285 € -2,33% 17.11./20:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005800601 580060 22,00 € 10,83 €
Metadaten
Ratingstufe:kaufen
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
12,087 € -1,16%  17.11.17
Hamburg 12,185 € +6,42%  17.11.17
München 12,145 € +5,75%  17.11.17
Düsseldorf 12,015 € +1,35%  17.11.17
Hannover 12,185 € -0,93%  17.11.17
Stuttgart 12,01 € -1,56%  17.11.17
Frankfurt 11,99 € -2,12%  17.11.17
Xetra 11,945 € -2,33%  17.11.17
Berlin 11,95 € -2,61%  17.11.17
  = Realtime
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