EUR/USD durch viele kleine Mosaikstücke an ökonomischen Daten geprägt




05.04.18 10:14
Deutsche Bank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Es sind viele kleine Mosaikstücke an ökonomischen Daten, die den gestrigen Handelstag beim Euro geprägt haben, berichten die Analysten der Deutschen Bank.

Die wichtigste Nachricht, die Ankündigung Chinas, fortan auf 106 US-Produkte Strafzölle als Vergeltungsmaßnahme für die neuen US-Zölle auf chinesische Produkte zu erheben, schien jedoch vor allem die Aktienmärkte, nicht jedoch die Devisenkurse durcheinander zu wirbeln, so die Analysten der Deutschen Bank weiter. Erstaunlich dabei: Trotz dieser neuen Maßnahmen Chinas, die sich in der Summe genauso wie diejenigen der USA auf 50 Mrd. US-Dollar summieren würden, habe sich bei den Hauptwährungen keine deutliche Risikoaversion der Marktteilnehmer bemerkbar gemacht.

Vor allem der Schweizer Franken (normalerweise in Krisenzeiten gut nachgefragt) sei gegenüber dem Euro sogar derart unter Druck geraten, dass bis zum Jahreshoch und zum höchsten Kurs seit Januar 2015, als die Schweizerische Nationalbank ihre Interventionen gegen die Aufwertung des Franken aufgegeben habe (1,1830), nur noch 30 Stellen gefehlt hätten. Was die Entwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar angehe, habe dieser - durchaus in Abhängigkeit von der Veröffentlichung ökonomischer Daten - auf vergleichsweise engem Raum eine Schütteltour über sich ergehen lassen müssen. Das erste Aufbäumen der Gemeinschaftswährung gegen einen leichten Verkaufsdruck sei zeitgleich mit der Publizierung der Konsumentenpreise für die Eurozone erfolgt, die gegenüber dem Vorjahr mit einem Plus von 1,4 Prozent wie erwartet, in der Kernrate aber mit 1,0 Prozent leicht hinter der Medianprognose zurückgeblieben seien - die EZB werde deswegen ihr geldpolitisches Programm kaum ändern.

Allerdings habe sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Inflationsdaten möglicherweise gerade auch das Ausmaß der oben genannten Vergeltungsmaßnahmen Chinas für viele Akteure erkennbar abgezeichnet, so dass dem kleinen Euro-Sprung, der ohnehin nur vorübergehender Natur gewesen sei, nicht der wahre Auslöser zuzuordnen gewesen sei.

Weiteres Rauschen ("Noise") sei schließlich durch die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen (Stellenzuwachs im Nicht-Agrarbereich) der US-Arbeitsmarktagentur ADP verursacht worden - der Euro sei, ebenfalls nur ganz kurz, wieder zurückgefallen. Dafür habe es am Ende des Tages noch einmal eine Serie leicht enttäuschender Wirtschaftsdaten aus den USA gegeben, so etwa die Einkaufsmanagerindices aus dem Dienstleistungssektor oder der Auftragseingang der Industrie, der im Februar hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Am Ende des Tages habe sich der Euro zwar ganz leicht befestigt, bewege sich aber immer noch fast wie festgezurrt innerhalb seiner Konsolidierung zwischen 1,2155 und 1,2555. (05.04.2018/ac/a/m)






 
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