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Dollarschwäche unterstützt Rohstoffpreisentwicklung




08.08.17 10:00
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der abgelaufene Monat war ein vergleichsweise guter für Rohstoffe, so die Analysten der DekaBank.

Die Preise für Rohöl und Rohölprodukte hätten sich deutlich erholt, Ähnliches habe für Edelmetalle gegolten. Industriemetalle hätten indes den Aufwärtstrend des Vormonats fortsetzen können. Lediglich Agrarrohstoffe würden sich weiterhin in einer relativ engen Seitwärtsspanne bewegen. Wie nachhaltig die Erholung sei, bleibe abzuwarten, denn es dürfte wohl nicht nur eine gute Entwicklung der Fundamentaldaten gewesen sein, welche die Preise habe steigen lassen.

Unterstützend habe vermutlich auch die jüngste US-Dollar-Schwäche gewirkt. Der negative Zusammenhang zwischen Rohstoffpreisen und dem US-Dollar steige in der Regel gerade in Phasen schneller Währungsbewegungen deutlich an. Dies dürfte denn auch die Spekulanten auf den Plan gerufen haben, denn die Netto-Long-Positionen an den Terminmärkten seien im Juli wieder etwas ausgebaut worden.

Auf Sicht der nächsten Quartale rechnen die Analysten der DekaBank damit, dass sich die Rohstoffpreise tendenziell mit hohen Schwankungen seitwärts bewegen würden. Die Nachfrage entwickle sich in vielen Bereichen weiterhin gut, sie zeige aber am aktuellen Rand keine zusätzliche Dynamik. Auf der Angebotsseite werden zwar in einzelnen Bereichen langsam die Bremseffekte der geringeren Investitionstätigkeit der vergangenen Jahre sichtbar, sie scheinen aber noch nicht auszureichen, um einen nachhaltig stärkeren Preisdruck zu erzeugen, so die Analysten der DekaBank.

Die Entwicklung der Rohstoffpreise werde langfristig vom Zusammenspiel zwischen physischem Angebot und Nachfrage bestimmt. Bis vor ein paar Jahren seien die Rohstoffmärkte stark durch die steigende Rohstoffnachfrage in den Schwellenländern aufgrund des wirtschaftlichen Aufholprozesses dominiert worden. Die bis zur Finanzkrise deutlich gestiegenen Preise hätten damals eine Investitionswelle im Rohstoffsektor losgetreten. In dieser Zeit seien die Produktionskapazitäten bei vielen Rohstoffen sogar so spürbar ausgeweitet worden, dass nicht nur die steigende Nachfrage problemlos habe bedient werden können, sondern zunehmend Überkapazitäten bei der Rohstoffproduktion entstanden seien.

Die Folge sei ein über mehrere Jahre herrschender Abwärtstrend der Rohstoffpreise gewesen, der nunmehr beendet sei. Das niedrige Preisniveau habe bewirkt, dass die Investitionstätigkeit abgebremst worden sei. In Verbindung mit der anhaltenden Zunahme der globalen Rohstoffnachfrage dürften die Rohstoffpreise also längerfristig wieder steigen. Die Anlageklasse Rohstoffe eigne sich als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio. Allerdings müsse beachtet werden, dass bei Investitionen in Rohstoffe starke Preisschwankungen auftreten könnten. (Ausgabe August/September 2017) (08.08.2017/ac/a/m)







 
 
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