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Deutschland: Wachstumsprognose erhöht




11.09.17 12:54
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutsche Wirtschaft hat im ersten Halbjahr ein hohes Tempo vorgelegt, so die Analysten der Helaba.

Nach einem Quartalswachstum von real 0,7% sei das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Vierteljahr um real 0,6% gegenüber den drei Monaten zuvor gestiegen. Auch wenn die konjunkturellen Rahmenbedingungen weiterhin sehr positiv seien, dürfte die Schrittfolge im zweiten Halbjahr etwas langsamer werden. So werde die Industrieproduktion im dritten Quartal ihre hohe Dynamik nicht halten können. Die Aufwertung des Euro sowie eine gewisse Zurückhaltung der Konsumenten beim Kauf von Automobilen aufgrund der erhöhten Unsicherheit bezüglich der Antriebstechnologie dürften bremsen. Zudem seien die Wohnungsbaugenehmigungen zuletzt gesunken, u.a. weil sich Sondereffekte wie der Einbruch bei Wohnheimen aufgrund einer verminderten Zuwanderung nach Deutschland negativ ausgewirkt hätten.

Ein wesentlicher Wachstumstreiber bleibe der Konsum. Bei moderater Inflation würden die Realeinkommen steigen und die Beschäftigung nehme weiter zu. 2017 dürfte mit kalenderbereinigt 2,1% ein etwas höheres Wirtschaftswachstum - als bislang mit 1,8% veranschlagt - erreicht werden. Für 2018 erwarte man jetzt 1,8% (vorher: 1,4%).

Die Ausfuhren seien im ersten Halbjahr 2017 um 3,9% und die Einfuhren um 4,6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Nur aufgrund der Tatsache, dass die deutschen Exporte deutlich größer als die Importe seien, sei damit kein negativer Wachstumsbeitrag wie 2016 einhergegangen. Mittlerweile hätten sich die Rahmenbedingungen für den Außenhandel allerdings verbessert. Die Eurozone, die nahezu 40% der deutschen Waren aufnehme, befinde sich in einem soliden Aufschwung, von dem die deutschen Exporteure profitieren würden. Die nominalen Warenausfuhren in den gemeinsamen Währungsraum hätten im ersten Halbjahr mit 6,1% stärker zugelegt als die Importe (5,7%).

Zu einer Belastung sei die Pfund-Abwertung geworden. Die deutschen Lieferungen nach Großbritannien seien zwischen Januar und Juni 2017 um 3% gegenüber dem Vorjahr gesunken, während die Importe zugenommen hätten. Die Ausfuhren in die USA hätten zwar um 4,4% erhöht werden können. Obwohl die Importe um 7,3% zugenommen hätten, sei der nominale Überschuss mit den Vereinigten Staaten geringfügig auf 24,6 Mrd. Euro gestiegen. Erfreulich aus deutscher Sicht sei der Handel mit China verlaufen, wo mit 13,4% ein hoher Exportzuwachs habeerreicht werden können. Die Importe aus dem Reich der Mitte hätten nur um 7,8% zugelegt.

Der Außenhandel nach Produktgruppen zeige, dass der starke deutsche Konsum kaum der Grund für die deutlichen Importzuwächse gewesen sei. Nur rund 20% der eingeführten Güter seien Konsumgüter. Zudem sei der nominale Überschuss in dieser Warenkategorie sogar gestiegen. 60% würden auf Vorleistungs- und Investitionsgüter entfallen. Hier seien die Importe von Kraftwagen und -teilen im ersten Halbjahr 2017 um 3,5 Mrd. Euro stärker gestiegen als die Exporte. Das Misstrauen gegenüber deutschen Herstellern dürfte dabei eine gewisse Rolle gespielt haben. Immerhin hätten ausländische Marken in den ersten sechs Monaten ihren Marktanteil bei den Neuzulassungen erhöhen können. Wichtige Einfuhrpositionen seien zudem Energie und Waren, die nicht zugeordnet werden könnten. Beide Gruppen seien um über 30% gestiegen. Bei den Energiebezügen dürfte sich dies durch den Preisanstieg erklären, der in der realen Betrachtung herausgerechnet sei. (Ausgabe vom 07.09.2017) (11.09.2017/ac/a/m)






 
 
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