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Deutschland: Rückgang des Wirtschaftswachstums von 2,2% auf 1,5% erwartet




14.01.19 13:14
Postbank Research

Bonn (www.aktiencheck.de) - Das Statistische Bundesamt gibt in der Berichtswoche seine Schnellschätzung für das deutsche BIP-Wachstum (Di., 15.01., 10:00 Uhr) im Jahr 2018 bekannt, so die Analysten von Postbank Research.

Sie würden mit einem Rückgang des Wirtschaftswachstums von 2,2% auf 1,5% zum Vorjahr rechnen. Hintergrund ihrer nun etwas vorsichtigeren Prognose sei insbesondere die Unsicherheit über die Entwicklung im 4. Quartal, deren Einschätzung durch die Statistikbehörde, ebenso wie etwaige Revisionen der Vorquartale, zwar bei der Schnellschätzung berücksichtige, aber nicht kommuniziert werde.

Nach einem soliden 1. Halbjahr mit Quartalswachstumsraten von 0,4% sowie 0,5% sei das deutsche BIP im Sommerquartal überraschend um 0,2% geschrumpft. Hierfür seien insbesondere Belastungen in der Autoindustrie - Produktionseinschränkungen aufgrund von Schwierigkeiten mit neuen Abgasmessverfahren sowie Nachfrageeinbußen wegen der Diesel-Problematik - verantwortlich gemacht worden. Diese Sondereffekte hätten wiederum auf eine Wiederbelebung der Dynamik im Schlussquartal 2018 hoffen lassen. Die jüngst veröffentlichten Konjunkturdaten würden aber darauf hindeuten, dass es hierzu - zumindest in erhofftem Maße - nicht gekommen sei. Die Schätzung der Analysten von Postbank Research eines Jahreswachstums von 1,5% basiere somit auf der Erwartung einer nur vorsichtigen Ausweitung der wirtschaftlichen Aktivitäten im 4. Quartal. Sollte hier Stagnation oder sogar eine weitere Schrumpfung zu Buche stehen, werde auch diese Prognose vermutlich nicht zu halten sein. Auf der Verwendungsseite dürften sich die Zuwächse im Vorjahresvergleich beim privaten und staatlichen Verbrauch deutlich verlangsamt haben.

Für die Investitionen würden die Analysten von Postbank Research mit einer gleichbleibenden Dynamik rechnen. Die zahlreichen globalen Unsicherheiten sollten wiederum insbesondere zu einem negativen Wachstumsbeitrag des Außenhandels geführt haben. Ein schwaches Schlussquartal 2018 wäre zudem ein klares Abwärtsrisiko für unsere BIP-Wachstumsprognose für 2019, die derzeit noch bei 1,3% liegt. (14.01.2019/ac/a/m)





 
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