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Deutsche Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im November 2020: -7,4% gegenüber November 2019




13.01.21 08:35
aktiencheck.de

Wiesbaden (www.aktiencheck.de) - Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im November 2020 um 7,4% niedriger als im November 2019, so das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Wie Destatis weiter mitteilt, waren sie gegenüber dem Vormonat Oktober 2020 unverändert.

Preise für tierische Erzeugnisse um 13,5% gesunken

Die Preise für tierische Erzeugnisse gingen im November 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,5% zurück. Damit verstärkte sich der Rückgang im Vorjahresvergleich nochmals, im Oktober hatte er -11,3% betragen. Er kommt vor allem durch die bereits seit einigen Monaten sinkenden Preise für Schlachtschweine und erstmals auch durch stärkere Preisrückgänge für Kühe zustande: Die Preise gingen bei den Schlachtschweinen gegenüber November 2019 um 34,5% zurück (Oktober 2020 gegenüber Oktober 2019: -30,9%). Bei den Kühen betrug der Preisrückgang 11,8% gegenüber November 2019 (Oktober 2020 gegenüber Oktober 2019: -4,2%).

Der Preisrückgang begründet sich dadurch, dass die Schlachthöfe durch Corona-Auflagen ihre Kapazitäten reduzieren mussten und dadurch das erhöhte Angebot an Schlachttieren nicht vollständig abgenommen werden konnte. Außerdem fehlen Absatzmöglichkeiten durch die Schließung von Gaststätten und Großküchen.

Bei den Schlachtschweinen steigt das Schlachtgewicht der einzelnen Tiere durch die fehlenden Absatzmöglichkeiten und längeren Mastzeiten auf den Höfen seit geraumer Zeit an, wodurch niedrigere Preise (pro Kilogramm Schlachtgewicht) erzielt werden. Außerdem stockt weiterhin der deutsche Export in Drittstaaten aufgrund der Afrikanischen Schweinepest.

Bei den Preisen für Schafe und Ziegen wurde wie in den vergangenen Monaten eine entgegengesetzte Entwicklung beobachtet: Hier stiegen die Preise von November 2019 bis November 2020 um 22,1%, von Oktober 2019 auf Oktober 2020 lag die Veränderung bei +20,8%.

Preise für pflanzliche Erzeugnisse um 3,4% gestiegen

Im Gegensatz zu den tierischen Erzeugnissen stiegen die Preise für pflanzliche Erzeugnisse im November 2020, wie bereits im Oktober, gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,4%. Der Anstieg ist vor allem auf den um 11,7% höheren Preis für Getreide (insbesondere Brot- und Futterweizen) zurückzuführen. Es ist davon auszugehen, dass sich das Angebot im November 2020 aufgrund von Ernteausfällen infolge der Frühjahrstrockenheit weiter verknappt hat. Die Entwicklung kann bereits seit September 2020 beobachtet werden. Die Reduzierung der Anbaufläche und dadurch bedingt eine geringere Weizenernte spielt vermutlich auch eine Rolle. Des Weiteren ist eine erhöhte Nachfrage nach Weizen aus den Importländern zu beobachten, die vermutlich ebenfalls zum Preisanstieg beigetragen hat.

Auch beim Obst kam es zu Preissteigerungen: Die Preise lagen im November 2020 um 35,3% höher als im November 2019. Besonders auffällig waren hierbei die gestiegenen Erzeugerpreise für Tafeläpfel (+27,6%). Diese Preissteigerung ist hauptsächlich durch frostbedingte Ernteausfälle in Teilen von Deutschland begründet.

Für Speisekartoffeln hingegen sinken die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat bereits seit einigen Monaten. Im November 2020 waren sie 49,2% billiger als im Vorjahresmonat, von Oktober 2019 auf Oktober 2020 lag die Veränderung bei -46,1%. Hierfür dürfte vor allem die fehlende Nachfrage der Gastronomie ausschlaggebend sein. Die Preise gegenüber dem Vormonat stiegen hingegen erstmals seit Juni 2020 um 7,9%. Grund für die Preissteigerung gegenüber dem Vormonat ist die abgeschlossene Ernte und der Preisaufschlag durch den Verkauf von Lagerware.

Methodische Hinweise:

Der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte misst die Entwicklung der Verkaufspreise der Landwirtschaft in Deutschland und zeigt damit die Preisentwicklungen auf der ersten Wirtschaftsstufe.

Mehr Details unter:

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_017_612.html (13.01.2021/ac/a/m)







 
 
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