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Chinas Exporte überraschend stark im August




16.09.20 11:12
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.aktiencheck.de) - Chinas Exporte überraschten zuletzt positiv, so die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "emreport".

Im August seien sie um sehr robuste 9,5% gewachsen, so stark wie seit 18 Monaten nicht mehr. China habe vor allem von den zunehmenden Erholungen, Öffnungen und Lockerungen in den Volkswirtschaften seiner Handelspartner profitiert. Der deutlich höhere Zuwachs im Vergleich mit dem Gesamtwachstum des Welthandels impliziere, dass China weiterhin Marktanteile hinzugewinne. Hingegen seien die Importe schwächer ausgefallen als erwartet, was zu einer gewissen Vorsicht im Hinblick auf die chinesische Binnenkonjunktur mahne. Zugleich stünden weitere fiskalische Stimuli an, unter anderem bei Infrastrukturinvestitionen. China dürfte damit in diesem Jahr wohl ein deutlich positives Wirtschaftswachstum verbuchen, während die Wirtschaftsleistung in der übrigen Welt mehr oder minder stark schrumpfen werde.

Unterdessen würden die USA den Konflikt mit China weiter eskalieren und immer neue Beschränkungen oder Sanktionen gegen einzelne chinesische Unternehmen verhängen. Präsident Trump habe zuletzt davon gesprochen, die Volkswirtschaften beider Länder weitgehend voneinander zu entkoppeln. Das dürfte zwar leichter gesagt sein als getan.

In Peking arbeite man aber natürlich längst daran, sich auch vonseiten Chinas weniger verwundbar zu machen und Abhängigkeiten zu reduzieren. Dem diene auch das neue Wirtschaftsmodel der KP Chinas der "dualen Zirkulation": Man sehe dabei den Binnenmarkt als Hauptstütze und lasse gleichzeitig interne und externe Märkte sich gegenseitig beflügeln. Damit ließe sich Widerstandsfähigkeit gegen externe Schocks aufbauen und gleichzeitig könnte man sich weiter in die Weltwirtschaft integrieren. Erforderlich sei dafür aus Sicht Pekings angesichts einer "düsteren und komplizierten Situation im In- und Ausland" ein "modernes und effizientes Logistiksystem". Verstärkte Investitionen in diesen Bereich dürften damit vorgezeichnet sein. Die Türen für ausländisches Kapital, Güter und Investitionen würden dabei offen bleiben.

Für US-Unternehmen drohe dabei perspektivisch ein Verlust ihrer Marktpositionen in China, sollten die USA die Konfrontation mit Peking weiter anheizen. Trumps harter Kurs gegenüber China scheine den Versuch darzustellen, Chinas weiteren Aufstieg zu verhindern, solange die USA noch die Mittel dazu hätten. Es sehe aber danach aus, dass sie diese Mittel gar nicht mehr hätten, falls sie sie überhaupt jemals gehabt hätten.

Die chinesischen Festlandsaktien (A-Aktien) hätten im August rund 2,6% zugelegt, während die H-Aktien in Hongkong leicht nachgegeben hätten (-0,5%). (Ausgabe September 2020) (16.09.2020/ac/a/m)







 
 
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