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Brexit-Banken: Frankfurt bleibt Favorit




07.12.18 13:22
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Mit der Verständigung über den Austrittsvertrag Ende November haben sich die Brexit-Modalitäten konkretisiert und damit auch die bis mindestens Ende 2020 avisierte Übergangsphase, so die Analysten der Helaba.

Doch die Unsicherheit sei weiterhin hoch. Rechtlich bindend sei schließlich alles erst mit Unterzeichnung des gesamten Brexit-Deals im Frühjahr 2019. So seien in London ansässige Institute nach wie vor dabei, sich an anderen Finanzplätzen geschäftsfähig aufzustellen. Für die Brexit-Banken sei Frankfurt weiterhin der Favorit, wie die aktuelle Brexit-Map der Analysten zeige. Bis dato hätten 25 Brexit-Banken Frankfurt auserkoren - weit mehr als jeden anderen Finanzplatz: 24 Institute aus zehn Ländern sowie eine deutsche Großbank. In der Gunst folge hinter dem deutschen Finanzzentrum mit Abstand das französische. An dritter Stelle würden gleichauf Dublin und Luxemburg rangieren, dann Amsterdam. Von den zehn Auslandsbanken, die Paris favorisieren würden, hätten sich sechs gleichzeitig auch für Frankfurt entschieden. Dies spiegle die nun öfters verfolgte multizentrische Geschäftsstrategie wider. Doch so gebe es nur wenige Brexit-Banken mit reinem Fokus auf Paris, für Frankfurt seien dies wesentlich mehr. Darüber hinaus dürften deutsche und französische Banken ihr London-bezogenes Geschäft primär repatriieren.

Die Brexit-Map habe sich seit Veröffentlichung der Finanzplatz-Studie Ende September recht stabil gezeigt. Schließlich müssten Institute, die im Frühjahr 2019 ihre europäischen Geschäftsaktivitäten andernorts als London würden starten wollen, bereits den regulatorischen Prozess dafür durchlaufen. In der Presse sei zuletzt vermehrt von Personalgesprächen einiger Brexit-Banken berichtet worden. Im Übrigen wäre die Liste mit Entscheidungen pro Frankfurt noch länger, wenn auch grenzüberschreitende Übernahmen und innerdeutsche Standortverlagerungen einbezogen würden. Dies gehöre allerdings nicht zu der Definition der Analysten von Brexit-Banken. Gleichwohl unterstreiche es die Popularität Frankfurts im Brexit-induzierten Umstrukturierungsprozess des europäischen Bankenwesens. (07.12.2018/ac/a/m)





 
 
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