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BoE verschärft seine auf geldpolitische Straffung deutende Tonalität




14.09.17 15:07
State Street

Boston (www.aktiencheck.de) - State Street hat die Kommentare von Timothy Graf, Leiter der Abteilung Macro Strategy bei State Street Global Markets EMEA, und Alan Wilson, Active Fixed Income Portfoliomanager bei State Street Global Advisors, zur heutigen Entscheidung des geldpolitischen Komitees (MPC) der Bank of England (BoE) veröffentlicht.

Timothy Graf: "Nach den jüngsten Warnungen, dass die Märkte potenzielle Leitzinserhöhungen nicht ausreichend in den Preisen berücksichtigt hätten, scheint das MPC jetzt kurz davor zu stehen, seine Geldpolitik aufgrund einer über der Zielrate liegenden Inflation zu straffen. Vor der Sitzung war die britische Zinskurve am kurzen Ende sehr flach und der handelsgewichtete Wechselkurs des Pfunds lag nahe seines Tiefkurses in der Zeit nach dem Referendum. Das heutige Ergebnis, das auf eine baldige Straffung hinweist, wird vermutlich einen Zinsanstieg am kurzen Ende und eine Stärkung des handelsgewichteten Pfunds auslösen."

Alan Wilson: "Entgegen der Markterwartungen hat das MPC seine auf eine geldpolitische Straffung deutende Tonalität auf seiner Sitzung im September noch einmal verschärft. Die heutige Erklärung macht deutlich, dass das Komitee angesichts der Leitzinserwartungen der Marktteilnehmer jetzt die Geduld verloren hat - die Konjunktur hat sich entsprechend der Prognose der BoE entwickelt, während die Arbeitslosigkeit unter die geschätzte inflationsstabile Rate (NAIRU, Non-Accelerating Inflation Rate of Unemployment), also die Arbeitslosenquote, die sich bei konstanter Inflationsrate auf Dauer einstellen wird, gesunken ist. Gleichzeitig setzte die durch den Brexit verursachte Pfundschwäche wieder ein. Und dennoch sind die am Markt eingepreisten Leitzinserwartungen gesunken. Deshalb sah sich das MPC heute zum Handeln gezwungen - Andrew Haldane schloss sich Michael Saunders und Ian McCafferty an, die gemeinsam für eine Leitzinserhöhung stimmten, wodurch das Komitee in 6 zu 3 Stimmen gespalten wurde. Die Anzahl der für eine Zinserhöhung plädierenden Abweichler ist zwar gewachsen, doch dürfte das heutige Ergebnis letztlich kaum eine formale geldpolitische Straffung nach sich ziehen. Das MPC hat offenbar von den Fehlern der Europäischen Zentralbank (EZB) im Jahr 2011 gelernt und wird eine voreilige Straffung wegen eines vorübergehenden Inflationsdrucks vermeiden. Stattdessen wird das MPC seine gegenwärtige Strategie der Hinweise auf eine Straffung fortsetzen, um somit die Inflationserwartungen am Markt zu dämpfen, ohne dass das MPC wirklich handeln muss - bis der Anstieg der Verbraucherpreise zu Beginn des Jahres 2018 wegen der auf dem Brexit beruhenden Konjunkturschwäche zur Zielrate zurückkehrt." (14.09.2017/ac/a/m)





 
 
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