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Allgeier: Bringt ein Verkauf 100 Mio. Euro? - Aktienanalyse




07.12.18 08:52
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - Allgeier-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Laut den Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" ist die Aktie der Allgeier SE (ISIN: DE000A2GS633, WKN: A2GS63, Ticker-Symbol: AEIN) bei Kursen um 28 Euro wieder kaufenswert.

Zu den Favoriten zahlreicher Investoren auf dem diesjährigen Eigenkapitalforum in Frankfurt habe die Aktie von Allgeier gezählt, die sich dort übrigens erstmals präsentiert habe. Der Münchner IT-Dienstleister zähle seit Juni 2017, damals habe die Aktie bei 17 Euro gehandelt, zu den Favoriten der Experten an der Börse. Im Jahreshoch habe das Papier bereits bei gut 35 Euro notiert. Die scharfe Korrektur an der Börse habe auch bei Allgeier für tiefere Kurse gesorgt. Derzeit würden die Anteilsscheine bei Kursen von unter 28 Euro handeln. Der Börsenwert betrage 281 Mio. Euro. Das Unternehmen wäre an der Börse deutlich mehr wert, wenn CEO Carl Georg Dürschmidt eine kapitalmarktfreundlichere IR-Politik betreiben würde. Jahrelang sei Investor Relations für das Unternehmen ein Fremdwort gewesen. Die Lage bessere sich nun. Aber von einer soliden Arbeit mit Investoren mögen die Experten noch nicht zu sprechen.

Allgeier agiere als Holding mit drei Hauptsegmenten, erwecke in der IT-Welt aber eher den Eindruck eines Gemischtwarenladens. Die Experten hätten im Juni 2018 mitgeteilt, dass Dürschmidt Szenarien durchspiele, das Unternehmen besser aufzustellen. Dazu habe beispielsweise ein Börsengang oder der Verkauf des Segments Experts gezählt. Kurze Zeit nach der Veröffentlichung habe der CEO eine neue Unternehmensstrategie mit Details präsentiert, über die die Experten zuvor berichtet hätten. Die Bereiche Technology, bestehend aus den Unternehmen Nagarro, mgm technology partners und Objectiva sowie Enterprise Services, die zusammen für einen für 2018 geplanten Umsatz von rund 400 Mio. Euro stünden, sollten sich als ein global relevanter Player im Bereich Softwareentwicklung und Zukunftstechnologien positionieren. Der Bereich Experts werde davon abgetrennt.

Der CEO habe verkündet, dass die beiden Unternehmensteile zu trennen seien und der Bereich Allgeier Experts eigenständig agieren solle. Das Unternehmen arbeite alle Optionen durch. Dies reiche vom IPO einer der beiden Einheiten über eine Aufspaltung in zwei selbstständig gelistete Unternehmen bis zu weiteren strategischen Optionen mit Blick auf private Finanzierungsquellen zur Vorbereitung einer eigenen Kapitalmarktfähigkeit sowie Akquisitionen oder Zusammenschlüsse zur Erreichung einer attraktiven Größe.

Experts habe im letzten Jahr einen Umsatz von 258 Mio. Euro bei einem bereinigten EBITDA von 5.4 Mio. Euro erzielt. Angesichts der dünnen Marge wolle allerdings an der Börse keiner wirklich eine solche "Bude" haben. Das habe der CEO inzwischen auch verstanden. Ein IPO des margenschwachen Ladens, der sich 2018 schwächer entwickle als einst erwartet, würden die Experten ausschließen. Da Allgeier auch nicht gerade der Investoren-Liebling sei, dürfte ein solches IPO fast nicht möglich sein. Somit konzentriere sich Dürschmidt auf einen Verkauf des Segments Experts. Angeblich solle der Verkauf einen Erlös zwischen 80 und 100 Mio. Euro einbringen.

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres habe der Umsatz in diesem Segment mehr als 216 Mio. Euro betragen. Das EBITDA habe bei 4,9 Mio. Euro gelegen und die Marge sei bei lausigen 2,3% gelandet. Wie Dürschmidt für dieses Geschäft einen Verkaufspreis von 80 Mio. Euro erreichen wolle, sei mehr als fraglich. Die Experten würden indes viel Erfolg wünschen und die Daumen drücken. Jeden Tag stehe schließlich wenigstens ein Dummer auf. In den Büchern dürfte die Einheit mit ca. 50 Mio. Euro stehen.

Das Segment Enterprise Services habe nach neun Monaten einen Umsatz von 82,4 Mio. Euro und eine EBITDA-Marge von 4,3% erzielt. Stark entwickle sich die Einheit Technology. Bei Einnahmen von mehr als 206 Mio. Euro habe die EBITDA-Marge satte 12,4% betragen. Anfang des Jahres habe Dürschmidt für den Konzern ein Wachstum des Umsatzes von 18 bis 23% bei einer EBITDA-Marge von 6 bis 6,5% prognostiziert. Zum Halbjahr sei das Wachstum wegen Zukäufen auf 25 bis 30% nach oben gesetzt worden. Zum EBITDA habe der CEO schon keine konkreten Angaben mehr gemacht. Nach neun Monaten sei eine Rücknahme der Prognose gefolgt, die der Firmenchef nur ganz nebenbei erwähnt habe. Seriös sei das alles nicht. Nunmehr erwarte Dürschmidt lediglich noch ein Umsatzplus im Gesamtjahr von etwa 25%, obwohl jüngst mit iQuest noch ein weiterer Zukauf getätigt worden sei, der aber zugegebenermaßen in der Konsolidierung nicht wirklich ins Gewicht falle.

Trotzdem: Das Umsatzziel sei wenigstens an die untere Bandbreite angepasst worden. Das einstige Margenziel werde der CEO indes verfehlen. Das EBITDA-Margenziel auf bereinigter Basis werde er jedoch erreichen. Nach neun Monaten habe das bereinigte EBITDA bei 32,4 Mio. Euro gelegen. Das entspreche einer Marge von 6,4%. Berichtet habe der Wert indes nur bei 5,2% gelegen. Das sei insgesamt kein Drama, es wäre aber wünschenswert, wenn Dürschmidt die Zahlen transparenter und offener kommunizieren würde. 2019 stünden die Zeichen auf Umsatz- und Ergebniswachstum. Dürschmidt habe aber auch Lob verdient. Mit der Otto Bock Holding sei eine Absichtserklärung zum Zusammenschluss der Allgeier Enterprise Services AG mit der Sycor GmbH unterzeichnet worden. Das Gemeinschaftsunternehmen würde 2018 einen Umsatz von 220 Mio. Euro einfahren. Der Deal solle in Q1 des folgenden Jahres unter Dach und Fach gebracht werden. Sollte der CEO hier den Sack zumachen, wäre das ein toller Erfolg und guter Deal für Allgeier.

Die Allgeier-Aktie ist bei Kursen um 28 Euro erneut kaufenswert, so die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de". (Analyse vom 07.12.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Allgeier-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Allgeier-Aktie:
27,40 EUR -0,36% (07.12.2018, 08:18)

XETRA-Aktienkurs Allgeier-Aktie:
27,00 EUR (06.12.2018)

ISIN Allgeier-Aktie:
DE000A2GS633

WKN Allgeier-Aktie:
A2GS63

Ticker-Symbol Allgeier-Aktie:
AEIN

Kurzprofil Allgeier SE:

Allgeier SE (ISIN: DE000A2GS633, WKN: A2GS63, Ticker-Symbol: AEIN) ist eines der führenden IT-Unternehmen für digitale Transformation: Mit einer auf Innovationen und Zukunftstrends ausgerichteten Wachstumsstrategie sowie einem integrativen unternehmerischen Modell ergreift Allgeier die Chancen der Digitalisierung. Drei Segmente mit individuellen fachlichen und branchenbezogenen Schwerpunkten arbeiten gemeinsam für rund 3.000 Kunden aus nahezu allen Branchen.

Mit rund 8.000 angestellten Mitarbeitern und mehr als 1.400 freiberuflichen Experten bietet Allgeier den Kunden als One-Stop-Shop ein umfassendes Lösungs- und Leistungsportfolio. Allgeier bildet mit einem hochflexiblen Delivery-Modell das komplette IT-Leistungsspektrum von Onsite über Nearshore bis hin zu Offshore ab: Mit starken Standbeinen in Indien und China werden Flexibilität und höchste Skalierbarkeit der Leistungen sowie hochqualifiziertes Expertenwissen in der High-End-Softwareentwicklung sichergestellt.

Zu den Kunden von Allgeier zählen global arbeitende Konzerne genauso wie innovative mittelständische Betriebe, die sich durch leistungsstarke IT-Lösungen, intelligente Software und flexible Personaldienstleistungen strategische Vorteile sichern wollen. Die stark wachsende Gruppe mit Hauptsitz in München verfügt über mehr als 120 Niederlassungen in der DACH-Region, zehn weiteren europäischen Ländern sowie in Indien, China, Singapur, Vietnam, Malaysia, Japan, Südafrika, Australien, Mexiko und den USA.

Im Geschäftsjahr 2017 erzielte Allgeier im fortgeführten Geschäft einen Konzernumsatz von 574 Mio. Euro. Die Gesellschaft ist am Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse im General Standard gelistet. Allgeier SE belegt in der Lünendonk(R)-Sonderanalyse 2017 "Führende deutsche mittelständische IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen" den ersten Platz. Allgeier Experts ist nach Lünendonk(R)-Marktsegmentstudie 2017 "Der Markt für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland" unter den TOP 3 IT-Personaldienstleistern in Deutschland. Allgeier SE ist am Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse im General Standard gelistet. Weitere Informationen unter: www.allgeier.com. (07.12.2018/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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DE000A2GS633 A2GS63 36,00 € 21,84 €
Metadaten
Ratingstufe:kaufen
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
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Stuttgart 27,00 € 0,00%  07.12.18
Xetra 27,10 € 0,00%  07.12.18
Berlin 27,10 € 0,00%  07.12.18
Hamburg 26,50 € -1,85%  08:09
Düsseldorf 26,40 € -1,86%  08:05
Frankfurt 26,50 € -2,21%  08:08
München 26,60 € -3,27%  08:00
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