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Aktienmärkte erholen sich von Tiefständen - Erneut schlechte Neuigkeiten für die Deutsche Bank




14.01.19 08:50
Union Investment

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der zweiten Handelswoche des Jahres 2019 konnten sich die globalen Aktienmärkte trotz anhaltender politischer Unsicherheiten und weiterer schwacher Konjunkturdaten von ihren Tiefständen der vergangenen Wochen erholen, so die Experten von Union Investment.

Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) habe im Verlauf der Woche zwischenzeitlich bei 10.962 Punkten notiert und sich somit wieder der 11.000 Punkte-Marke angenähert. Der europäische EURO STOXX 50-Index (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) und der US-Leitindex S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) hätten in der vergangenen Woche Gewinne von jeweils 0,7 Prozent und 2,6 Prozent verbuchen können. Insgesamt hätten die globalen Aktienmärkte per Freitagmittag auf Basis des MSCI World-Index einen Zuwachs von 2,8 Prozent verzeichnet.

Für Unsicherheit habe weiterhin die bevorstehende Abstimmung über das Brexit-Abkommen im britischen Unterhaus gesorgt, welche am 15. Januar 2019 stattfinden solle. Auch der Handelsstreit zwischen den USA und China habe nach wie vor die Stimmung an den Kapitalmärkten getrübt. Gespräche in der letzten Woche hätten zu keinem Ergebnis geführt; Fortschritte könnte es erst Ende Januar im Rahmen von weiteren Handelsgesprächen geben.

Die in der vergangenen Woche veröffentlichten Konjunkturdaten aus Deutschland, China und den USA seien erneut größtenteils schwach ausgefallen. Die chinesischen Erzeugerpreise hätten im Dezember aufgrund von schwacher Nachfrage und sinkenden Rohstoffpreisen mit einem Plus von 0,9 Prozent den geringsten Anstieg seit zwei Jahren verzeichnet. Die Verbraucherpreise seien um 1,9 Prozent gestiegen. Ebenso wie der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe in den USA sei auch der ISM-Index für die Dienstleistungsbranche in den USA mit 57,6 Punkten schwächer als erwartet ausgefallen. Damit liege er jedoch noch deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Der Auftragseingang in der deutschen Industrie sei im November statt der erwarteten 0,1 Prozent um ein ganzes Prozent gefallen. Auch die Industrieproduktion hierzulande ist um 1,9 Prozent gesunken - zum dritten Mal in Folge, so die Experten von Union Investment. Schon im dritten Quartal 2018 habe die deutsche Wirtschaft um 0,2 Prozent nachgegeben. Die Vorzeichen für das vierte Quartal stünden ebenfalls nicht gut. Eine erfreuliche Entwicklung hätten im November jedoch die deutschen Export-Daten gezeigt: Zwar seien die Ausfuhren verglichen mit denen des Vormonats um 0,4 Prozent gesunken, jedoch seien auch die Importe verringert worden, und zwar um 1,6 Prozent. Der Handelsbilanzüberschuss habe damit 21,4 Milliarden Euro betragen. Im Vorjahr 2017 seien insgesamt Waren im Wert von 1.279 Milliarden Euro exportiert worden. Mit einem Stand von 1.221,7 Milliarden Euro für die ersten elf Monate in 2018 sei damit für das gesamte Jahr 2018 ein neuer Bestwert in Sicht.

Die seit einiger Zeit bestehende Sorge um eine Abschwächung der Weltwirtschaft sei ebenfalls von den jüngsten Daten des Wirtschaftsvertrauens in der Europäischen Währungsunion bestätigt worden: Dieses sei im vergangenen Jahr um insgesamt 7,9 Punkte gesunken und habe im Dezember schließlich einen Stand von 107,3 Punkten erreicht.

Die Negativschlagzeilen bei der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) scheinen auch im neuen Jahr nicht abzureißen: Bis Ende Juni sollen auf Anweisung der BaFin etwa 20.000 Kunden aus der Firmenkunden- und Investmentsparte der Deutschen Bank überprüft werden, so die Experten von Union Investment. Die als hochriskant eingestuften Kunden müssten dabei auf Basis der neuesten Geldwäsche-Richtlinie erneut bewertet werden. Darüber hinaus habe die Hamburger Privatbank Warburg in der vergangenen Woche eine Klage in Bezug auf Cum-Ex-Transaktionen gegen das Geldinstitut eingereicht und fordere Schadenersatz. Der Aktienkurs der Deutschen Bank sei daraufhin um über fünf Prozent gefallen und habe die Gewinne der vorherigen Woche wieder abgegeben. (Ausgabe vom 11.01.2019) (14.01.2019/ac/a/m)







 
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