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Aktienmärkte: Aufwärtsbewegung erwartet - Breite Unterstützung von der Zinsfront und den Unternehmensdaten




14.09.21 14:15
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Die mit Spannung erwartete EZB-Sitzung in der letzten Woche brachte nur rein kosmetische Effekte, so Dr. Frank Wohlgemuth, CIIA bei der National-Bank AG.

Zwar werde das für den Notfall konzipierte PEPP-Progamm von bisher 80 Mrd. Euro Kaufvolumen im Monat moderat reduziert. Diese Senkung sei aber eher kosmetischer Natur und sei keinesfalls mit dem Beginn eines Tapering-Prozesses gleichzusetzen, so Aussagen der EZB-Chefin. Alles andere hätte aber auch stark überrascht, würde ein merklich höheres Zinsniveau dem Erholungsprozess der Corona-Pandemie doch vollkommen zuwiderlaufen. Die Zinsen würden niedrig bleiben. Diese Aussage gelte herausgehoben für die Eurozone, da sich die Südländer ein höheres Zinsniveau nicht leisten könnten und dies werde sich in den nächsten Jahren auch nicht ändern.

Es spreche also vieles dafür, dass die laufende Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten ihre Fortsetzung finden werde. Breite Unterstützung dafür komme neben der Zinsfront auch von den Unternehmensdaten. Die Gewinndynamik der Unternehmen sei gerade im Zuge der Überwindung der Corona-Pandemie sehr hoch und sollte sich auch im nächsten Jahr, wenn auch im gedämpften Ausmaß, fortsetzen. Nach den ofmals besser als erwartet ausgefallenen Zahlen zum dritten Quartal hätten viele Analysten ihre Gewinnprognosen für das laufende Jahr angehoben. Momentan würden die aktuellen Schätzungen der Analysten für die Gewinne der im S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) gelisteten Unternehmen von einer Gewinnausweitung von 64% in diesem Jahr und weiteren 9% im kommenden Jahr ausgehen. In Europa werde für den breiten Aktienindex STOXX Europe 600 (ISIN EU0009658202/ WKN 965820) sogar mit einem Gewinnsprung von 221% in diesem Jahr gerechnet. In 2022 solle das Wachstum dann 8% betragen. Ähnliche Erwartungen würden auch für den DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) und den EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gelten. Diese Dynamik bewirke, dass sich die zeitweise hohen Bewertungen deutlich verbessert hätten.

Der Ausgang der Bundestagswahl sei weiter als offen einzuschätzen. Gleichwohl scheine sich der Trend, dass die SPD als stärkste Partei aus der Wahl hervorgehen könnte, zu verfestigen. Eine Fülle von Regierungskoalitionen erscheine möglich, wovon die meisten an den Aktienmärkten keine besonderen Sorgenfalten auslösen würden, wie sich bislang an der verhaltenen Reaktion des deutschen Aktienmarkts ablesen lasse. Einzig ein klares Linksbündnis würde sicherlich zu deutlichen Kursreaktionen führen. Politische Börsen hätten im Regelfall recht kurze Beine, in einem solchen Fall könnten die Beine aber deutlich länger werden, im Besonderen wenn zusätzliche Belastungen für die Unternehmen beschlossen würden. Trotz möglicher politischer Unsicherheit seien die Analysten der National-Bank AG jedoch weiterhin von einer Fortsetzung der positiven Aktienmarktentwicklung überzeugt. (14.09.2021/ac/a/m)





 
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