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Aktien in Zentral- und Osteuropa legen überdurchschnittlich zu




11.09.17 14:05
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.aktiencheck.de) - Während die entwickelten Aktienmärkte im August zumeist auf der Stelle traten, setzten die Aktienkurse in den Schwellenländern ihre Anstiege fort, so die Analysten von Raiffeisen Capital Management im aktuellen "em-report".

Selbst die zunehmenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel würden außerhalb der Region bislang kaum nennenswerte Auswirkungen auf die Investoren zeigen. Der MSCI EM Index habe im August weitere 2% hinzugewonnen, wobei dieser Anstieg von nahezu allen Schwellenländern und Branchen getragen worden sei. Unter den großen Emerging Markets habe lediglich Indien gegen den Trend etwas nachgegeben. Im Gegenzug hätten sich die zentral- und osteuropäischen Staaten im August überdurchschnittlich stark gezeigt.

Unterstützung für Aktien, Anleihen und Währungen der Schwellenländer komme weiterhin von der robusten Weltkonjunktur sowie den anziehenden Rohstoffpreisen. Mit einem aufs Jahr gerechneten Zuwachs von 3,8% sei das globale Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal sogar noch stärker ausgefallen als vom Marktkonsens erwartet. Bei den Rohstoffen habe sich der Ölpreis stabilisiert und Industriemetalle hätten kräftig zugelegt. Eine weitere Triebfeder seien die anhaltenden Kapitalzuflüsse in die Schwellenländer. Letztere hätten allerdings auch eine potenzielle Schattenseite. Denn der Zuwachs bei den Kapitalzuflüssen bestehe bislang vor allem aus Portfolioinvestitionen, während die Direktinvestitionen (FDI) insgesamt eher stagnieren. Erstere würden zwar die Kurse von Aktien, Anleihen und Währungen beflügeln, aber nur eingeschränkt zu einem nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung in den Zielländern beitragen. Anders als Direktinvestitionen würden sich Portfolioinvestitionen auch relativ schnell wieder abziehen lassen. Zwar gebe es derzeit keine Anzeichen für einen Sinneswandel internationaler Investoren. Dennoch sei diese Art der Mittelzuflüsse - verglichen mit FDIs - tendenziell instabiler und weniger verlässlich.

Neben den Kapitalflüssen bleibe China ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Einflussfaktor für die künftige Entwicklung von Aktien, Anleihen und Währungen der allermeisten Schwellenländer. Der Marktkonsens gehe derzeit davon aus, dass das chinesische Wirtschaftswachstum zumindest bis weit ins kommende Jahr robust bleiben werde. Es gebe allerdings auch Stimmen, die diesbezüglich Warnsignale bei Geldmenge und Kreditvergabe sehen und die davon ausgehend eine Konjunkturabschwächung in den kommenden Quartalen erwarten würden. China sei deshalb so signifikant, weil in sehr vielen Schwellenländern der wirtschaftliche Aufschwung bislang in erster Linie von den Exporten getragen werde. Diese wiederum würden - Zentral- und Osteuropa ausgenommen - in hohem Maße nach China exportieren, oftmals mehr als nach Europa und in die USA zusammengenommen.

Einen Wermutstropfen - zumindest für Euro-basierte Investoren - stelle mittlerweile die starke Wechselkursentwicklung der europäischen Gemeinschaftswährung dar. Denn sie schmälere natürlich die Wertentwicklung von Schwellenländer-Vermögenswerten. Bei den Aktien falle dieser Effekt aufgrund der zumeist hohen Kurszuwächse naturgemäß deutlich weniger ins Gewicht als bei Anleihen. Fundamental spreche aktuell allerdings einiges dafür, dass sich der Euro in den kommenden Quartalen eher wieder etwas abschwächen werde.

Unabhängig davon spreche die Wachstumsdynamik der Schwellenländer nach wie vor für diese Volkswirtschaften. Der IWF prognostiziere für sie ein Wirtschaftswachstum für 2018 von 4,8% (1,9% für die Industrienationen). Auch die Aktienbewertungen lägen - trotz der stärkeren Kursanstiege - noch immer recht deutlich unter denen der entwickelten Länder, weil auch die Gewinnerwartungen (+20% für 2017) stark gestiegen seien. (em-report September 2017) (11.09.2017/ac/a/m)






 
 
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