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ver.di erinnert Eigentümern von Kaufhof und Karstadt an ihre soziale Verantwortung für Beschäftigte und ihre Familien




11.09.18 15:43
aktiencheck.de

Berlin (www.aktiencheck.de) - ver.di hat die Eigentümer von Kaufhof und Karstadt an ihre soziale Verantwortung für die rund 30.000 Beschäftigten und ihre Familien erinnert, so die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

"Es ist jetzt allerhöchste Zeit, gemeinsam mit den Betriebsräten und ver.di ein tragfähiges Zukunftskonzept zu entwickeln", erklärte ver.di Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Die Gewerkschaft spricht sich gegen eine Verschmelzung der Unternehmen aus. "Beide Warenhäuser haben ihren Platz in Deutschland. Wenn das Konzept stimmt, können Doppelstandorte sogar eine Stärke sein", sagte Nutzenberger. Dazu brauche man "phantasievolle und kreative Chefetagen, die mit innovativen Ideen die Kundschaft begeistern". Immer weniger Menschen auf der Verkaufsfläche seien kein Mittel, den Fortbestand der Warenhäuser zu sichern. Sinn der Transaktion dürfe es nicht sein, "mit Innenstadt-Immobilien in bester Lage einmal mehr Kasse zu machen".

Zukunftsträchtige Konzepte für beide Warenhäuser brauchten mehr Arbeitsplätze und nicht weniger, so Nutzenberger weiter. Karstadt und Galeria Kaufhof verfügten über hochqualifiziertes Fachpersonal, Männer und Frauen, die ihre Arbeit gerne und motiviert tun. "Wer Geld für solch eine große Transaktion hat, muss auch Geld für die Beschäftigten haben", sagte Nutzenberger. Beschäftigungs- und Standortsicherung sowie die Tarifbindung von Karstadt und Kaufhof seien möglich und keine unerfüllbaren Wünsche. "Eine wichtige Zukunftsinvestition wäre die schnelle Rückkehr von Karstadt in den Flächentarifvertrag", so die Gewerkschafterin.

Der Erhalt der Mitbestimmungsstrukturen in ihrer jetzigen Form sei wichtig, weil die Betriebsräte an jedem Standort Vorschläge zur Beschäftigungssicherung machen und die Personalplanung beraten können, erklärte die Gewerkschafterin. "Die Fachkenntnisse und Kompetenzen der ehrenamtlichen Arbeitnehmervertreter/innen sind gerade in der sensiblen Phase eines Neustartes der Unternehmen hilfreich für die Beschäftigten und die Eigentümer", sagte Nutzenberger. (11.09.2018/ac/a/m)






 
 
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