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thyssenKrupp will Stahlverträge mit Automobilkunden neu verhandeln - BASF-Chef warnt vor Gas-Embargo gegen Russland




01.04.22 13:55
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die europäischen Aktienindices notieren am letzten Handelstag der Woche höher, nachdem sie gestern stark nachgegeben hatten, so die Experten von XTB.

Die Mehrzahl der westeuropäischen Blue-Chip-Indices würden heute 0,3 bis 0,9% höher notieren. Der polnische WIG20 (ISIN: PL9999999987, WKN: 969729) sei heute der Spitzenreiter unter den europäischen Indizes und notiere aktuell 1,3% höher. Während die Veröffentlichung der Inflationsdaten für den Euroraum keinen großen Einfluss auf die Märkte gehabt habe, werde am frühen Nachmittag mit erhöhter Volatilität gerechnet, wenn der NFP-Bericht für März veröffentlicht werde (14:30 Uhr).

Der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) sei in die vorherige kurzfristige Handelsspanne (14.200 bis 14.550 Punkte) zurückgekehrt. Der Index sei gestern wieder in die Handelsspanne eingetaucht, nachdem der russische Präsident Putin ein Dekret unterzeichnet habe, wonach sogenannte "unfreundliche Länder" für Gas in Rubel zahlen müssten. Diese Forderung sei von den G7-Ländern, darunter auch Deutschland, abgelehnt worden, die mit einem erheblichen wirtschaftlichen Schaden gedroht hätten, falls Russland beschließen sollte, die Gaslieferungen vollständig einzustellen. Heute Morgen werde versucht, die Widerstandszone zwischen 14.500 und 14.550 Punkten wieder zu überwinden. Gelinge dies jedoch nicht, könnte der Index in Richtung der unteren Begrenzung der Spanne im Bereich von 14.200-14.250 Punkten zurückfallen.

Unternehmensnachrichten:

Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender der BASF (ISIN: DE000BASF111, WKN: BASF11, Ticker-Symbol: BAS), habe gesagt, dass selbst eine Drosselung der russischen Erdgasexporte nach Deutschland erheblichen wirtschaftlichen Schaden verursachen könnte, ganz zu schweigen von einem vollständigen Lieferstopp. Brudermüller habe gesagt, dass Deutschland 4 bis 5 Jahre brauchen würde, um von russischem Gas unabhängig zu werden, aber die Energiewende werde schwieriger werden, nachdem der Krieg in der Ukraine begonnen habe.

Angesichts der zunehmenden Abriegelung in Shanghai sei Volkswagen (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) gezwungen gewesen, die Produktion in seinem Werk in der Stadt vorübergehend auszusetzen. Die Produktion werde bis zum 5. April ausgesetzt, dem Stichtag für die derzeitigen Beschränkungen. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass diese verlängert würden und die Aussetzung im VW-Werk ebenfalls ausgesetzt werde.

Nach Angaben von Argus Media habe thyssenkrupp (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, NASDAQ OTC-Symbol: TYEKF) damit begonnen, die Stahlverträge mit den Automobilherstellern neu zu verhandeln, die es im Januar 2022 abgeschlossen habe. Das Unternehmen wolle einen Anstieg der Rohstoffpreise an seine Kunden weitergeben, um die Margen zu erhalten. Es heiße, dass die neuen Stahlpreise um 300 bis 320 Euro pro Tonne höher liegen könnten als die im Januar vereinbarten 900 bis 1.000 Euro.

Einschätzungen von Analysten:

- M.M Warburg stufe VARTA (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) auf "kaufen" hoch. Kursziel: 113,00 Euro (01.04.2022/ac/a/m)






 
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