q.beyond: Beschleunigte SaaS-Offensive - Jüngster Newsflow mit Licht und Schatten - Aktienanalyse




06.04.22 12:18
Montega AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - q.beyond-Aktienanalyse von der Montega AG:

Sebastian Weidhüner, Analyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der q.beyond AG (ISIN: DE0005137004, WKN: 513700, Ticker-Symbol: QBY, NASDAQ OTC-Symbol: QSCGF) unverändert zu kaufen.

q.beyond habe jüngst den Geschäftsbericht 2021 vorgelegt, der die vorläufigen Zahlen vollständig bestätige. Zudem habe der Vorstand neben der Guidance für das Jahr 2022 auf einem Capital Markets Day auch eine neue Mittelfristprognose veröffentlicht.

Im Mai 2019 habe q.beyond nach dem Verkauf des TK-Geschäfts die "Wachstumsstrategie 2020plus" lanciert. Im Zuge dessen habe der IT-Dienstleister im Jahr 2022 einen organischen Umsatz von 200 Mio. Euro, eine EBITDA-Marge über 10%, einen positiven Free Cashflow sowie einen Anteil wiederkehrender Umsätze von 80% avisiert.

Für das laufende Jahr stelle q.beyond nun einen Umsatz von 180 bis 200 Mio. Euro in Aussicht. Hinsichtlich der breiten Spanne verweise das Management auf derzeitige konjunkturelle Unsicherheiten. Insbesondere das SAP-Geschäft sei durch hohe Inzidenzen belastet und dürfte dieses Jahr einen Erlös von nur 45 Mio. Euro statt der ursprünglich erwarteten 55 Mio. Euro beisteuern.

Angesichts der Tatsache, dass QBY mit Incloud und datac seit 2019 einen initialen Jahresumsatz von etwa 11 Mio. Euro p.a. zugekauft habe und in dem neuen Ausblick noch eine weitere potenzielle SaaS-Akquisition (MONe: 5 bis 8 Mio. Euro Erlös) inkludiert sei, werde die organische Zielsetzung selbst bei Erreichen der 200 Mio. Euro verfehlt. Mit erwarteten 11% p.a. von 2019 bis 2022 liege sie zumindest dennoch deutlich über dem deutschen IT-Branchenwachstum in Höhe von 4,5% (Quelle: Bitkom). Insbesondere die SaaS- und IoT-Umsätze hätten sich in den letzten Jahren bei QBY noch nicht wie gewünscht entwickelt.

In 2022 werde nun ein EBITDA von 8 bis 16 Mio. Euro erwartet (Marge: 4,4% bis 8,0%). Einerseits leiste q.beyond zusätzliche Investitionen in den Ausbau des SaaS-Geschäfts von rund 5 Mio. Euro, die sich überwiegend in sprungfixe Personalkosten für Softwareentwickler sowie Vertrieb- und Marketingressourcen manifestieren würden. Andererseits steuere scanplus infolge einmaliger Aufwendungen für den Sanierungsabschluss sowie die Integration in 2022 noch einen geringen Ergebnisbeitrag von etwa 1 Mio. Euro bei. Das Colocation-Segment hätte hingegen ein EBITDA von rund 5 Mio. Euro erzielt. Der EBITDA-Unterschied von 8 Mio. Euro bei einer Umsatzdifferenz von 20 Mio. Euro fuße auf der Skalierbarkeit des operativen Geschäfts (ΔEBITDA/ΔUmsatz 2021: 46,0%). Die Guidance des Free Cashflows von bis zu -10 Mio. Euro rühre daher, dass QBY bereits Investitionen in das potenzielle SaaS-Target inkludiere. Das Unternehmen zeige sich überzeugt, exklusive dessen eine schwarze Null erzielen zu können.

Die neue Mittelfristplanung stelle bis in das Jahr 2025 einen Umsatz von 270 bis 300 Mio. Euro (CAGR 2022e-25e: 14,5%) bei einer EBITDA-Marge zwischen 14% und 16% in Aussicht. Hinsichtlich der Zielerreichung hätten vor allem die SaaS-Erlöse (Umsatz QBYe: > 50% p.a.) eine tragende Rolle. q.beyond werde diese Einheit ab dem Geschäftsjahr 2023 als eigenständiges Segment implementieren.

q.beyond offeriere SaaS-Lösungen zukünftig in sämtlichen Fokusbranchen: snabble & Store Butler (Handel), cargonerds (Logistik), Edgizer & IoT SIM (Industrie) sowie die avisierte Übernahme (Energie). Unsere überarbeiteten Umsatz- und Ergebnisprognosen liegen im SaaS-Bereich spürbar unter der Guidance, da Letztere sowohl den potenziellen Zukauf im Energiesektor (Closing im laufenden Quartal avisiert) als auch die Mehrheitsübernahme an snabble in 2023 inkludiert, so die Aktienanalysten von der Montega AG.

Da das Management für beide Gesellschaften in 2025 jeweils einen niedrigen zweistelligen Umsatz für realistisch erachte, liege die SaaS-Prognose der Aktienanalysten von der Montega AG inklusive von q.beyond einberechneter Akquisitionen bei etwa 55 Mio. Euro. Angesichts der mittelfristigen Unternehmensplanung von 50 bis 80 Mio. Euro würden sich die Aktienanalysten von der Montega AG aufgrund bestehender Umsetzungsrisiken hinsichtlich der Marktakzeptanz des SaaS-Portfolios zunächst defensiv positionieren.

Da q.beyond das SaaS-Team jedoch schon von 37 Mitarbeiter in 2018 auf 173 Beschäftigte Ende 2021 aufgestockt habe und in 2022 personalbedingt bewusst weitere sprungfixe Kosten tragen werde, besitze das SaaS-Segment nach Erachten der Aktienanalysten von der Montega AG eine inkrementelle EBITDA-Grenzmarge, die das bereits starke Konzernniveau von über 40% mittelfristig spürbar übersteige. Aus der Kombination von unternehmensseitig erbrachten Vorableistungen und einer gleichzeitig ausbleibenden Berücksichtigung eingeplanter Zukäufe resultiere folglich ein überproportionaler Rückgang der Bottom-Line-Prognosen der Aktienanalysten von der Montega AG. Im Falle der tatsächlichen Realisierung anorganischen SaaS-Wachstums würde ihre Erwartung für die Segmentmarge 2025e von derzeit 17,0% (QBYe: Mehr als 30%) entsprechend höher ausfallen. Sonstige Erwartungen q.beyonds im Rahmen der neuen Mittelfristziele seien rein organisch.

Somit ergebe sich für das Geschäftsjahr 2025 folgendes Bild: Das Basisgeschäft bestehend aus etablierten Cloud- und SAP-Leistungen erwirtschafte nach Erachten der Aktienanalysten von der Montega AG einen Umsatz von 225,3 Mio. Euro bei einem EBITDA von 29,1 Mio. Euro (Marge: 12,9%) unter Berücksichtigung der Verwaltungskosten (Overhead). Sämtliche Erlöse aus dem SaaS-Geschäft hätten in Höhe der dann erzielten Marge unmittelbar eine ergebniserhöhende Wirkung.

Aus unseren rein organischen Prognosen ergeben sich für 2025 ein Konzernumsatz von 258,0 Mio. Euro sowie ein EBITDA von 34,6 Mio. Euro (Marge: 13,4%), so die Aktienanalysten von der Montega AG. Angesichts eines branchentypischen LTM EV-EBITDA-Multiples von 12,5x ließe sich der faire EV q.beyonds Ende 2025 in diesem Szenario auf etwa 432,5 Mio. Euro beziffern. Bei einer derzeitigen Nettoliquidität von 37,9 Mio. Euro (inklusive Leasing) entspreche das einer Marktkapitalisierung von 470,4 Mio. Euro bzw. einem Aktienkurs in Höhe von 3,78 Euro - ohne Berücksichtigung der bis dahin zusätzlich kumulierten Free Cashflows von 0,16 Euro je Aktie. In Anbetracht des derzeitigen Kursniveaus von 1,61 Euro scheine eine mittelfristige Verdoppelung der Aktie also keineswegs ausgeschlossen. Auch bei Fortschreibung des DCF-Modells um 3,5 Jahre ergebe sich ein fairer Wert von 3,31 Euro je Aktie.

Die neuen Mittelfristziele seien nach Erachten der Aktienanalysten von der Montega AG ein positives Signal an den Kapitalmarkt, dass sich der zweistellige organische Wachstumskurs fortsetzen sollte. Im Zuge des beschleunigten Ausbaus des SaaS-Geschäfts sei kurzfristig jedoch mit länger als zuvor avisierten Margenbelastungen zu rechnen.

Infolge von Prognoseanpassungen bestätigt Sebastian Weidhüner, Analyst der Montega AG, die Kaufempfehlung mit einem reduzierten Kursziel von 2,60 Euro (zuvor: 2,80 Euro) für die Aktie von q.beyond. (Analyse vom 06.04.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze q.beyond-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs q.beyond-Aktie:
1,598 EUR -0,75% (06.04.2022, 11:29)

XETRA-Aktienkurs q.beyond-Aktie:
1,60 EUR -0,62% (06.04.2022, 11:14)

ISIN q.beyond-Aktie:
DE0005137004

WKN q.beyond-Aktie:
513700

Ticker-Symbol q.beyond-Aktie:
QBY

NASDAQ OTC-Symbol q.beyond-Aktie:
QSCGF

Kurzprofil q.beyond AG:

Die q.beyond AG (ISIN: DE0005137004, WKN: 513700, Ticker-Symbol: QBY, NASDAQ OTC-Symbol: QSCGF) steht für erfolgreiche Digitalisierung. Das Unternehmen unterstützt seine Kunden dabei, die besten digitalen Lösungen für ihr Business zu finden, setzt diese um und betreibt sie. Das starke Team aus 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bringt seine mittelständischen Kunden sicher durch die digitale Transformation, mit umfassender Expertise in den Bereichen Cloud, SAP und IoT.

Die q.beyond AG ist im September 2020 aus der QSC AG hervorgegangen. Das Unternehmen verfügt über Standorte in ganz Deutschland, eigene zertifizierte Rechenzentren und gehört zu den führenden IT-Dienstleistern. (06.04.2022/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Die diesem Artikel zugrundeliegende Finanzanalyse / Studie zu dieser Gesellschaft ist im Auftrag dieser Gesellschaft oder einer dieser Gesellschaft nahe stehenden Person oder Unternehmens erstellt worden.




 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
1,02 € 1,046 € -0,026 € -2,49% 06.07./12:01
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005137004 513700 2,06 € 0,97 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
1,018 € -3,96%  11:51
Hamburg 1,046 € +3,98%  08:15
Hannover 1,046 € +3,98%  08:15
Berlin 1,046 € +3,98%  08:01
München 1,046 € +1,16%  08:01
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Stuttgart 1,02 € -2,49%  12:15
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