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Kolumnist: Miningscout.de

Die nächste Geldflut der EZB rollt an!




16.12.20 12:09
Miningscout.de

Die EZB verkündete am Donnerstag eine weitere Aufstockung ihres Anleihen-Kaufprogramms. Das PEPP (Pandemic Emergency Purchase Program) wird um 500 Mrd. Euro auf 1,85 Billionen Euro ausgeweitet und um weitere neun Monate bis März 2022 verlängert. Für alle Europäer, insbesondere den Rentnern und Ärmsten der Gesellschaft, ist dies eine Katastrophenmeldung. Diese und die folgenden planwirtschaftlichen Eingriffe werden einen großen Teil der Kaufkraft des Fiat-Euro in Luft auflösen und folglich auch Ersparnisse, sowie Renten- und Pensionsansprüche. Die Altersarmut wird in den kommenden Jahren drastisch ansteigen, während Geringverdiener bei gleichem Einkommen mit stark steigenden Konsumentenpreisen konfrontiert sein werden.


Die rekordhohe Schuldenaufnahme der Berliner Regierung und Brüsseler Kommissare wird über die Druckerpresse der Notenbanken mit frischem Zentralbankgeld finanziert werden. Eine Kreditaufnahme über den Kapitalmarkt, ohne Finanzierung über die EZB, wäre nicht möglich, denn dies hätte eine Explosion der Zinsen und somit einen Bankrott der überschuldeten Europäischen Union zur Folge. Der einzig gangbare Weg für die Politik, um Macht und die Utopie einer politischen Europäischen Union am Leben zu erhalten, ist eine Entwertung der hohen Schulden über eine Abwertung der Währung.


Auf der Pressekonferenz lieferte EZB-Chefin Christine Lagarde keine Verbalintervention gegen den bisherigen Anstieg des Euro, weshalb dieser, trotz der ansonsten dovishen Pressekonferenz, erst einmal zur Stärke neigte und auf 1,216 US-Dollar anstieg. Die Märkte hatten hier eine deutliche Stellungnahme zu einem schwächeren Euro erwartet und wurden enttäuscht. Obwohl seit vier Monaten die Geld- und Fiskalprogramme in den USA ruhen, fällt der US-Dollar immer weiter, was der politischen Krise, rund um die bis dato unentschiedene US-Wahl, geschuldet ist. Diametral gegensätzlich stieg der Euro, trotz lockerer Geldpolitik und neuen Fiskalprogrammen kürzlich auf den höchsten Stand zum US-Dollar seit zweieinhalb Jahren.


Der Euro konnte von der Schwäche des Dollars profitieren und stieg auf fast 1,22 US-Dollar an

Lagarde prognostizierte für das vierte Quartal eine schrumpfende europäische Wirtschaft, was angesichts des neuerlichen Teil-Runterfahrens der Wirtschaft nicht verwundert.


Das rezessive Umfeld mit der einhergehenden deflationären Kreditkontraktion verzögert bis dato einen Anstieg der Teuerung in der Eurozone, die im November bei -0,3 % lag. Dieser Effekt wird den Inflationsdruck nicht ewig dämpfen können und spätestens mit einer Wirtschaftserholung im kommenden Jahr, wenn man die Wirtschaft angesichts von Massenimpfungen wieder hochfahren lässt, wird die Teuerung schnell deutlich anziehen. Die EZB senkt ihre Wachstumsprognose auf 3,9 % für das Jahr 2021, was unrealistisch zu sein scheint. Wenn ein Wachstum ausgewiesen werden kann, dann aufgrund einer statistisch zu niedrig ausgewiesen Teuerung, wodurch letztlich das BIP falsch deflationiert wird. Auf diese Weise entsteht Wachstum auf dem Papier, während die Wirtschaft sich real weiterhin in der Rezession befindet.


Die Konsumentenpreise werden in Bälde der Geldmengenausweitung folgen und stark ansteigen

Die Bundeshaushalte für 2020 und 2021 umfassen 1.000 Mrd. Euro, wovon 400 Mrd. Euro über die Aufnahme neuer Schulden finanziert werden. Damit werden rund 40 % des Bundeshaushalts fremdfinanziert, was 6 % des BIPs entspricht und womit die Maastricht-Grenze um 100 % überschritten wird. Wertschöpfung kann nicht durch Geldschöpfung ersetzt werden und letztlich werden alle Deutschen durch die Umverteilung von Vermögen über die Inflationssteuer ärmer werden. Es gibt nur wenige sichere Häfen, wie Gold und Silber, sowie die Minenunternehmen, die diese künftig sehr begehrten monetären Edelmetalle fördern. Noch ist Zeit, um Vermögen und Ersparnisse zu retten, indem man aus dem Euro flieht und in die stärkste Währung der Welt investiert – in Gold! Verpassen Sie diese Chance nicht – die Zeit läuft schnell ab in diesem Jahr – die Krise nimmt zu.



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