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Kolumnist: Feingold-Research

Der große Anleger-Check




16.06.19 10:22
Feingold-Research

Auch im Jahr 2019 hat das Team von Feingold Research wieder die Zertifikateemittenten unter die Lupe genommen. Dabei stand in diesem Jahr neben dem Produkt- und Informationsangebot und dem Internetauftritt besonders der Kundenservice der Emittenten im Fokus.


Der Umfang des Servicetests wurde gegenüber den Vorjahren deutlich ausgeweitet. Bisher hatten sich die Experten von Feingold Research vor allem auf die Online-Angebote konzentriert. Dieses Jahr wurde darüber hinaus das „Offline-Angebot“ stärker in Augenschein genommen. So sind viele Emittenten auf Börsentagen und Messen aktiv oder organisieren Roadshows, die in ganz Deutschland stattfinden. Ebenfalls wurde der Bereich Kundenservice genauer betrachtet. Insgesamt haben elf Emittenten am Servicetest teilgenommen. Diese elf Emittenten machen laut DDV-Verbandsstatistik knapp 90 Prozent des Anteils des Zertifikatemarktes für Selbstentscheider in Deutschland aus.


And the Winner is…


Testsieger wurde in diesem Jahr die Commerzbank. Ihr folgt die BNP Paribas auf dem zweiten Platz. Beide Emittenten erhalten die Note „Sehr Gut“ im Gesamtranking. Auf den weiteren Plätzen folgen neun Emittenten, die alle mit „Gut“ bewertet wurden. Die Commerzbank konnte vor allem in den Bereichen Website/Apps und Kundenservice überzeugen. Hier fiel dem Team von Feingold Research vor allem die Zertifikate-App und die zahlreichen Service-Angebote auf vielen verschiedenen Kanälen auf. Auch die BNP Paribas wurde mit der Note „Sehr Gut“ bewertet. Sie überzeugte im Bereich Produktangebot und bietet vor allem für Trader viele besondere Angebote. Mit Platz drei und der Note „Gut“ setzte sich die HypoVereinsbank ebenfalls aufs Treppchen. Neben guten Ergebnissen im Bereich Produktangebot und Website/Apps überzeugten die Italiener mit dem Angebot von floribus, bei dem Anleger Gutschriften für den Handel über diese App bekommen. Für diese innovative App erhielten Sie in diesem Jahr den zum ersten Mal vergebenen Sonderpreis von Feingold Research.


Unterschiedliche Stärken


Auf den Plätzen 4-6 landet im Gesamtergebnis die HSBC, die DZ Bank und die Deutsche Bank, wobei auch diese Emittenten insgesamt überzeugen konnten. Allerdings reichten Sie nicht immer an das Top-Trio heran. Dahinter etablierten sich mit einer überzeugenden Gesamtbewertung von „gut“ die Emittenten Morgan Stanley, Vontobel, Société Générale, Citi und die UBS. Jeder hat dabei unterschiedliche Stärken: Vontobel etabliert sich als Pionier im Bereich der Anlagepapiere auf Kryptowährungen, während Citi vor allem bei US-Technologietiteln sehr kompetitiv daherkommt. Der UBS-Auftritt ist zwar vergleichsweise überschaubar, hat uns aber durch seine Optik und den aufgeräumten Eindruck überzeugt. Morgan Stanley und Goldman Sachs punkten in Sachen Preis und Service mit attraktiven Freetrade-Aktionen, wobei letztere durch den Umbau ihres Internetauftritts nicht an der Umfrage teilgenommen haben. Das gilt auch für die LBBW oder die DekaBank, deren Angebote aber oft nur das Mindestmaß an Informationen bieten. Services sucht man bei den beiden meist vergeblich.


In Sachen Innovation ist auch das Tool „Match My Trade“ der Société Générale hervorzuheben, welches bis 2020 noch ausgebaut werden soll. Dieser Szenario-Rechner für Hebelpapiere ist nicht nur sehr einfach zu bedienen, sondern unterscheidet sich von allen anderen, vergleichbaren Tools. Denn bei Match My Trade fließen sämtliche Parameter in die Szenario-Berechnung ein, die den Preis eines Hebelpapiers beeinflussen. Dazu zählt nicht nur die erwartete Kursentwicklung und der sich verändernde Basispreis bei Turbos, sondern etwa auch die Optionsscheinvolatilität (implizite Volatilität) bei der Suche nach dem geeigneten Optionsschein. Die Ergebnisse werden Anlegern dann nach dem besten Chance-Risiko-Profil oder nach dem höchsten Profit herausgefiltert.


Die Kategorien


Beim Blick auf die Plätze in den einzelnen Kategorien wird deutlich, dass die Reihenfolge auch kräftig durcheinander gewirbelt werden kann. Beim Produktangebot etwa verweisen BNP Paribas und HypoVereinsbank mit ihrem Angebot an Hebel- und Anlageprodukten die Konkurrenz auf die Plätze. Beide verfügen nach eigenen Angaben im Fragebogen jeweils über ca. 150.000 Produkte verschiedener Kategorien von Anlage- und Hebelprodukten. Den dritten Platz in der Kategorie schnappt sich Morgan Stanley, wobei bei den Amerikanern der Schwerpunkt eindeutig auf den Hebelprodukten liegt. Hervorzuheben ist hier auch das Angebot der Deutschen Bank an Themenzertifikaten, die von vielen gar nicht mehr kontinuierlich angeboten werden: Cloud-Profiteure, chinesische Aktien, Warenhandel online oder Mobile Payment zum Beispiel. Handelsqualität


Beim Informationsangebot landet die BNP knapp vor der Commerzbank. Erwähnenswert hierbei sind die zahlreichen Newsletter und Webinare der BNP, die verschiedene Anlagebereiche abdecken und uns sehr gut gefallen haben. Die Commerzbank hat mit einem sehr ausführlichen Angebot an Broschüren, einem YouTube-Kanal mit wöchentlichen Analysen sowie einem kostenfreien Angebot verschiedener Webinare ebenfalls überzeugt.


Die Commerzbank gewinnt wiederum in der Kategorie Website/Apps das Rennen um die Pole-Position. Der  Internetauftritt wirkt aufgeräumt und ist intuitiv zu bedienen. Sowohl bei der Commerzbank als auch bei BNP überzeugte die Zertifikatsuche und das Trading bei Onlinebrokern via App restlos, wobei die BNP nur Turbos berücksichtigt. Den dritten Platz in der Kategorie Website/App schnappen sich die Italiener von UniCredit mit einem knappen „sehr gut“.


Und auch bei unserer letzten Kategorie „Kundenservice“ hat die Commerzbank knapp die Nase vorn und verweist BNP und HSBC auf die Plätze zwei und drei. Alle drei Emittenten verfügen über einen sehr guten Kundenservice mit verschiedensten Kontaktmöglichkeiten, wobei eingehende E-Mails direkt von den Produktmanagern bearbeitet werden.



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