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Das größte Risiko für die Märkte bleibt die Inflation




14.09.18 12:47
GAM

Berlin (www.aktiencheck.de) - Die Märkte haben sich in diesem Jahr bislang sehr unterschiedlich entwickelt, so Larry Hatheway, Group Head GAM Investment Solutions und Chefökonom bei GAM Investments.

Der starken Outperformance des US-Aktienmarktes, die vom Informationstechnologie-Sektor gestützt worden sei, habe eine deutlich unterdurchschnittliche Wertentwicklung der Aktien, Landeswährungen und Anleihenmärkte der Schwellenländer gegenüber gestanden. Auch Europa sei ins Stolpern geraten.

Hinter diesen Performance-Differenzen stecke zum Teil die Zurückhaltung der Anleger nach dem volatilen ersten Quartal, auch wenn die Gründe dafür - wie zum Beispiel Ängste über eine steigende Inflation - seither abgenommen hätten. Hinzu komme ein starker US-Dollar, der sich belastend auf die Schwellenländer auswirke. Dieser spiegle zum Teil die Stärke der US-Wirtschaft wider, der im Gegensatz zu anderen Volkswirtschaften eine recht überzeugende Erholung zur Jahresmitte gelungen sei.

Probleme in Schwellenländern wie der Türkei und Argentinien würden sich zunehmend auf die Emerging Markets insgesamt auswirken. Das mit Schwellenländern verbundene hohe Risiko verstärke in der Regel die Neigung der Anleger, nach Stabilität, Qualität und Sicherheit Ausschau zu halten.

Vor diesem Hintergrund laute die Kernfrage, ob sich in den kommenden Monaten andere Märkte zu Top-Performern entwickeln könnten. Dazu müssten sich allerdings die Fundamentaldaten wandeln. Zudem müsse der Glaube der Anleger wiederhergestellt werden, dass Wachstum auch außerhalb der USA möglich sei. Europa und die Schwellenländer müssten beweisen, dass sie überzeugendere gesamtwirtschaftliche Perspektiven zu bieten hätten.

Bislang sei dies nicht der Fall - insbesondere in Schwellenländern, in denen steigende Risikoprämien und das Risiko höherer Kapitalkosten das Wachstum dämpfen würden. Außerdem müsse die Stärke des US-Dollars enden. Zwar habe der US-Dollar zuletzt nicht weiter aufgewertet, doch die Währungen der Schwellenländer würden schwach bleiben. Dies treibe in diesen Märkten gewöhnlich die Kredit- und Inflationsrisikoprämien in die Höhe.

Schließlich müssten die geopolitischen Spannungen, vor allem mit Blick auf die Handelskonflikte, ebenfalls abnehmen. Stattdessen wachse gegenwärtig die Angst vor einer weiteren Eskalation. Es bestehe die Gefahr, dass die Handelskonflikte den Optimismus der Unternehmen untergraben und dadurch die Investitionsausgaben und die Beschäftigung dämpfen würden.

Das größte Risiko für die Konjunktur und die Märkte bleibe die Inflation. Sollte die Inflation in den USA, Westeuropa oder Japan deutlich und unerwartet steigen, würde dies die Erwartungen an die Geldpolitik verändern und sowohl die Zinssätze als auch die Risikoprämien in die Höhe treiben. Marktrückschläge und ein schwächeres Wachstum wären die Folgen.

Zusammenfassend spiegle die unterschiedliche Entwicklung der Märkte sowohl divergierende Fundamentaldaten als auch die Bedenken der Anleger mit Blick auf die Gefahren für die Stabilität der Wirtschaft und der Märkte wider. Damit eine Rotation eintrete und neue Top-Performer auf den Plan treten könnten, müsste sich zunächst etwas an diesen Faktoren ändern. Dies erscheine jedoch im Moment nur schwer vorstellbar. (14.09.2018/ac/a/m)






 
 
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