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Kolumnist: BankM

curasan AG: Neue Hoffnung durch Strategiewechsel?




05.02.19 16:33
BankM

die Umsatz- und Gewinnprognose der curasan AG (DE0005494538, General Standard, CUR GY) für das Geschäftsjahr 2018 wurde erneut herabgesetzt, nachdem die ursprüngliche Guidance bereits im Oktober deutlich reduziert wurde. Gründe hierfür sind Verzögerungen bei Produkteinführungen in China (Dental) und den USA (Orthopädie) sowie ein stark zurückhaltendes Auftragsvolumen aus der Region Naher Osten. Während Gründe für Letzteres im geopolitischen und wirtschaftlichen Kontext zu verorten sind (u.a. die substantielle Abwertung der türkischen Lira), gibt es in China  und den USA vertriebsseitige Anlaufschwierigkeiten.

 


Wir haben an der außerordentlichen Hauptversammlung am 29. Januar teilgenommen. Die Aktionäre haben der Begebung einer Wandelschuldverschreibung (WSV) i.H.v. bis zu € 10 Mio. sowie der Wahl von Frau Isabella de Krassny in den Aufsichtsrat zugestimmt. Des Weiteren hat CEO Michael Schlenk die neue Strategie des Unternehmens vorgestellt.


 


Demnach soll das bestehende Vertriebsnetzwerk kritisch analysiert werden, um sich ggf. von unattraktiven Absatzmärkten sowie von Partnern zu trennen. So sollen in der Problemregion MENA (schlechte Zahlungsmoral) Produkte nur noch gegen Vorkasse bei gleichzeitiger Tilgung von bestehenden Forderungen geliefert werden. Die Vertriebspartnerschaften innerhalb Europas werden im Rahmen eines „Alliance Managements“ im Vertrieb unterstützt, u.a. indem personelle Ressourcen seitens curasan hierfür bereit gestellt werden.


 


Neben der Optimierung interner Prozesse soll ein kleineres Unternehmen mit CE-zertifizierter und FDA-gelisteter Technologie im Dentalbereich akquiriert werden, finanziert aus Mitteln der WSV. Laut Vorstand lassen sich durch den vergleichsweise günstigen Zukauf Synergien und Cross Selling-Effekte realisieren.


Zur Sicherung zukünftiger Liquidität hält sich das Unternehmen offen, u.a. Produktrechte, insbes. in China und den USA zu veräußern; das Management hat erkannt, dass man sich in diesen Märkten - ohne eine kritische Unternehmensgröße erreicht zu haben - aus eigener Kraft kaum behaupten kann. Dass die Qualität der curasan-Produkte gleichwohl weltweit anerkannt ist, wird nicht zuletzt untermauert durch die jüngste Zulassung des synthetischen Knochenmaterials „Osbone“ im streng regulierten japanischen Markt.


 


Derzeit können wir die Aktie nur auf Basis des organischen Geschäfts bewerten. In unserer angepassten Prognose unterstellen wir einen Nachholeffekt beim Umsatz durch die intensivierte und optimierte Ausrichtung auf den Vertrieb. Unsere DCF-Analyse resultiert in einem fairen Wert von € 0,54. Unsere derzeitige Empfehlung lautet Halten. 


  


Die vollständige Analyse als pdf-Dokument finden Sie unter dem folgenden Link:


 


curasan AG: BankM Basisstudien-Update vom 5. Februar 2019


 


BankM Research



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