capsensixx-Aktie: Wachstum mit Shareholder Value - Aktienanalyse




21.06.18 09:35
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - capsensixx-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der capsensixx AG (ISIN: DE000A2G9M17, WKN: A2G9M1, Ticker-Symbol: CPX) im Bereich um 16 Euro zu kaufen

Der Prime Standard werde um ein durchaus interessantes Unternehmen ergänzt. Es handle sich um die capsensixx AG, eine Tochtergesellschaft der an der Börse notierten PEH Wertpapier AG. Die Erstnotiz erfolge am 21. Juni 2018. Angeboten worden seien die Anteilsscheine zu einem Preis von 16 bis 19 Euro. Verkauft werden sollten insgesamt knapp 1 Mio. Aktien. 330.000 Aktien würden aus einer Kapitalerhöhung und knapp 530.000 Aktien vom bisherigen Alleingesellschafter PEH sowie knapp 130.000 weitere Anteile als Greenshoe seitens PEH stammen.

Am vergangenen Montag habe es aus Bankenkreisen gerumort, dass die Firma am unteren Ende der Preisspanne voll platziert sei. Das sei allerdings falsch gewesen. Platziert worden seien die Aktien schlussendlich zu 16 Euro. Allerdings sei keine Vollplatzierung der Emission gelungen, was die Experten für sehr schwach halten würden. Voll verkauft worden seien die 330.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung. PEH habe Abstriche machen müssen und lediglich 407.000 Aktien anstatt 527.500 Aktien platziert. Im Rahmen des Greenshoe seien weitere 110.550 Aktien verrudert worden. Insgesamt somit knapp 850.000 Anteile.

Sven Ulbrich, CEO der capsensixx, dürfe sich über frische Mittel von brutto über mindestens 5 Mio. Euro freuen. Ulbrich könne gleich zweimal die Korken knallen lassen. Er sitze zudem im Vorstand der Muttergesellschaft. PEH werde die eigene Kasse inklusive Greenshoe mit brutto von immerhin mehr als 8 Mio. Euro füllen. PEH-Chef Martin Stürner dürfte sich auch freuen. Er habe mit dem Börsengang die Hausse gut genutzt und einmal kräftig Kasse gemacht, selbst wenn weniger Aktien als geplant zum IPO verkauft worden seien.

Das Unternehmen setze sich aus den Firmen Axxion, oaklet und coraixx zusammen. Strukturell würden die Experten es nachteilig werten, dass an den Gesellschaften jeweils nur Mehrheiten gehalten würden. capsensixx sei daher eher eine Beteiligungsgesellschaft mit Fokus auf Mehrheitsbeteiligungen im Finanzsektor. Der Aufkauf von Minderheiten dürfte beispielsweise bei der Perle Axxion kaum möglich sein. Axxion sei das Highlight im Portfolio des Unternehmens. Die Firma agiere als Anbieter von Investmentfonds und übernehme für Partner die gesamte Administration. Die Assets under Management im Hause Axxion würden sich inzwischen auf fast 10 Mrd. Euro belaufen.

Im Jahr 2017 habe Axxion-Chef Thomas Amend, der zudem an Axxion wesentlich beteiligt sei, einen sensationellen Deal eintüten können, der 2018 für steigende Erträge in der Bilanz der capsensixx sorge. Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (Shareholder Value) habe 2017 die Kapitalverwaltungsgesellschaft getauscht. Noch bis Ende September 2017 habe der Fonds zur BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft gehört. Seit 1. Oktober sei dieser Fonds und alle weiteren Fonds aus dem Shareholder Value bei Axxion angesiedelt. Anfang Oktober sei der Fonds von Frank Fischer mit über 2,2 Mrd. Euro gefüllt gewesen. Heute habe er ein Volumen von rund 3 Mrd. Euro und Fischer wolle die eigenen Assets under Management weiter ausbauen. Baue Fischer beispielsweise auf über 5 Mrd. Euro aus, würde sich dies auch für Axxion auszahlen. Axxion erhalte für die Verwaltungsarbeit ein entsprechendes Honorar, welches vom Volumen abhänge. Dank des Deals mit Fischer sei ein strammes Gewinnwachstum für 2018 fest programmiert, obgleich sich Fischer sicher exzellente Konditionen ausgehandelt habe.

Ulbrich sollte Fischer dennoch regelmäßig einen Blumenstrauß vorbeibringen. Die Wege in Frankfurt seien kurz. Zudem sollte Ulbrich beten, dass Fischer bei stets steigendem Volumen nicht auf die Idee komme, eine eigene Kapitalanlagegesellschaft zu gründen. Das wäre für Axxion und somit auch für die Gewinnentwicklung von capsensixx fatal. Fischer selbst werde nebenbei bemerkt mit seinen Fonds bei capsensixx nicht investieren. Das treffe übrigens für alle Fonds zu, die bei Axxion angesiedelt seien. Und auch hier würden die Experten einen zumindest kleinen strukturellen Nachteil für capsensixx sehen. Bei Axxion seien viele Fondsmanager, die gerne in spannende Nebenwerte investieren würden. Diese Investoren würden über Axxion vollständig ausfallen.

Den zweiten Geschäftsbereich, oaklet, würden die Experten ebenfalls für aussichtsreich halten. Hierbei handle es sich um einen Verbriefungsspezialisten. Das Unternehmen wachse und sei ordentlich profitabel. Verbriefungen für Versicherungen seien an der Stelle ein Zugpferd. Ulbrich sei an oaklet zudem selbst beteiligt; er dürfte daher großes Interesse daran haben, dass der Laden weiter gut laufe. Die Bereiche Axxion und oaklet würden die Experten für spannend halten. Bei Axxion müsse man aber immer einen Blick auf die Entwicklung des Flaggschiffs von Frank Fischer haben. Und in Zeiten einer Baisse würden bei Axxion die Assets massiv schrumpfen. Dann sei Axxion auch nicht mehr die Cashmaschine, die es derzeit sei.

Segment Nummer 3, die Startup-Bude coraixx sei eine heiße Wette, die die Experten aber mit Null bewerten würden. Das Unternehmen habe eine Software entwickelt, die mittels künstlicher Intelligenz Belege automatisiert erkenne und verbuche. Fast das gesamte Geld aus der Emission wolle Ulbrich für dieses Geschäft investieren. Die Firma sollte sich hier an folgende Regel halten: Fliege eine neue Software nach drei Jahren nicht, werde sie nie fliegen. Sobald der CEO merke, dass das Geschäft nicht funktioniere, sollte er es wieder zusperren.

Ulbrich habe den Börsengang des Unternehmens sehr aktiv vermarktet. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn er sich noch stärker auf Nebenwerteinvestoren fokussiert hätte, anstatt den Fokus stark auf Börsenmedien zu legen. Dann hätte es auch mit einer vollständigen Platzierung geklappt. Bleibe aber zu hoffen, dass er die offene Kommunikation auch nach dem IPO in dieser intensiven Weise fortsetze. Und nicht nur aktiv werde, nur weil er den Klingelbeutel aufhalte. PEH-Chef Stürner sei in Sachen IR nämlich eher zurückhaltend. Er gelte als schwierig und wenig offen gegenüber Investoren. Ein Grund übrigens, weshalb die PEH-Aktie lange Zeit nicht gut gelaufen sei und von professionellen Investoren eher links liegen gelassen werde. Im Startquartal 2018 spüre man übrigens den "Fischer-Effekt". Der Umsatz sei um 66% nach oben geschnellt und das EBT um stramme 24%. 2018 würden sich die Experten über ein sattes Gewinnwachstum keine Sorgen machen.

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" empfehlen, die capsensixx-Aktie im Bereich um 16 Euro zu kaufen. (Analyse vom 21.06.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze capsensixx-Aktie:

Börse Frankfurt-Aktienkurs capsensixx-Aktie:
16,00 EUR (21.06.2018, 09:17)

Tradegate-Aktienkurs capsensixx-Aktie:
15,62 EUR (21.06.2018, 09:31)

ISIN capsensixx-Aktie:
DE000A2G9M17

WKN capsensixx-Aktie:
A2G9M1

Ticker-Symbol capsensixx-Aktie:
CPX

Kurzprofi capsensixx AG:

Die Unternehmen Axxion, oaklet und die neue coraixx haben sich unter dem Dach der capsensixx AG (ISIN: DE000A2G9M17, WKN: A2G9M1, Ticker-Symbol: CPX) zusammengetan, realisieren wichtige Synergieeffekte in der Zusammenarbeit und bieten auf diese Weise eine interessante Chance für Investoren. Als Holdingstruktur, die sich entweder direkt oder indirekt an Fondsverwaltern, Wertpapierdienstleistern, IT Services und Digitalisierungsunternehmen beteiligt, wird die capensixx AG zukünftig das Segment Verwaltung/Service in der PEH-Gruppe bilden. Mit einer Multi-Nischen-Strategie wollen die Unternehmen auf Basis von konkreten Marktbedürfnissen in unterschiedlichen Segmenten gezielte Lösungen entwickeln, die aus leistungsfähigen und bewährten Produkten und Services konfektionieren werden. (21.06.2018/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A2G9M17 A2G9M1 15,98 € 10,30 €
Metadaten
Ratingstufe:kaufen
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
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München 11,30 € +4,63%  18.04.19
Berlin 11,50 € +3,60%  18.04.19
Düsseldorf 10,90 € +1,87%  18.04.19
Frankfurt 11,40 € 0,00%  18.04.19
Stuttgart 11,40 € 0,00%  18.04.19
Xetra 11,60 € -0,85%  18.04.19
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